Ausflug nach Küstrin

Wir haben den wohl letzten richtigen Sommertag in diesem Jahr genutzt, um einen Tagesausflug ins polnische Kostrzyn nad Odrą zu machen. Für die festivalerprobte Generation ist diese Stadt vor allem durch das jährliche Musikfestival Haltestelle Woodstock Pol’and’Rock Festival bekannt. Für uns war eher das Treffen mit den Schwiegereltern der Anlass, um mal aus der Hauptstadt rauszufahren.

Die Reise mit dem Auto dort hin ist denkbar einfach. Man fährt in Friedrichshain auf die B1 und dann praktisch immer geradeaus entlang der alten Reichsstraße 1 bis man in Polen ist.

Beim überqueren der Oder bekommt man sofort einen ersten Eindruck von der besonderen Lage der Stadt: Hier trifft eine alte Handelsstraße auf den Zusammenfluss von Oder und Neiße. Nicht zuletzt auch deshalb wurde die Stadt in seiner Geschichte zu einer Festung umgebaut, die man heute noch besichtigen kann.

Das beeindruckende und traurige daran ist aber, dass seit dem zweiten Weltkrieg kein einziges Gebäude mehr innerhalb dieser Festungsmauer steht. Man kann durch die erhaltenen Kopfsteinpflaster-Straßen laufen, alte Gullydeckel und Straßenbahnschienen erkennen. Auch die Namensschilder der Straßen wurden wieder aufgestellt. Nur die Gebäude sind bis zu den Grundmauern zerstört und abgetragen. Der Marktplatz ist eine große Rasenfläche, auf dem prächtige Linden wachsen.

Diese zerstörte Altstadt ist ein kulturelles Erbe, welches man genau in dieser Form für die nachfolgenden Generationen erhalten sollte. Ein Besuch der restaurierten Kasematte (Museum) ist in jedem Fall auch zu empfehlen.

Erkenntnisse: Der Wasserturm in Kostrzyn hat sehr große Ähnlichkeit mit dem Wasserturm in Schwedt/Oder.

Ostsee mal richtig

Nachdem wir es im letzten Monat nicht ganz bis an die Ostsee geschafft hatten, sind wir diesmal die volle Strecke bis Rügen gefahren und haben uns für ein paar Tage im Precise Hotel Resort in Neddesitz (bei Sagard) eingemietet. Dort gibt es Spiel, Spaß und Essen unter einen Dach und man muss sich quasi um nichts kümmern. Genau das richtige also für unsere gestressten Körper.

Die Anreise war erstaunlich schnell. Dank der A20 und der mittlerweile gut ausgebauten B96 rollt man fast nur auf Schnellstraßen zum Zielort und schafft es in etwas mehr als zwei Stunden aus der Uckermark bis zum Hotel. So konnten wir den ersten Nachmittag schon am Strand von Glowe verbringen und die ersten Sonnenstrahlen einfangen.

Noch am selben Abend haben wir die Familie in Binz besucht und am Strand den Sonnenuntergang verfolgt. Am Folgetag wollten wir eigentlich genau dort weitermachen, aber leider waren die Wetteraussichten alles andere als sommerlich. Aus der Erfahrung der letzten Urlaube hatten wir jedoch vorgesorgt und bewusst eine Unterkunft inklusive Spaß- und Sportbereich gebucht, so dass wir den Tag kurzfristig in den Spielbereich vom Splash verlagert haben.

Auch am Dienstag sollte sich das Wetter nicht wirklich verbessern, also haben wir Fahrräder ausgeliehen und sind den Rügen-Rundweg von Neddesitz nach Lohme gefahren. Der Radweg ist in diesem Abschnitt sehr gut ausgebaut und so wurde es trotz des Fahrrad-Anhängers noch ein erholsamer Ausflug. Die Mittagspause im Restaurant Daheim haben wir sehr genossen, ehe wir uns auf den Rückweg gemacht haben.

Pünktlich mit dem Einsetzen des Regens waren wir wieder in Neddesitz und haben uns noch das örtliche Kreidemuseum angeschaut. Dort wurde noch bis in die 1960er Jahre Kreide wie in einem Steinbruch abgebaut und weiterverarbeitet. Das Abbaugebiet („Kleiner Königsstuhl“) kann man auch belaufen.

Am Folgetag ist das Wetter endgültig umgeschlagen und leider auch die Aussichten für die nächsten Tage. Wir haben den Tag erneut im Splash verbracht, ohne wirklich Lust auf weitere Regentage auf Rügen zu verspüren. So sind wir schon am Mittwoch abgereist und nicht in die geplante Verlängerung gegangen. Trotzdem war es wieder schön, mal ein paar Tage abzuschalten.

Erkenntnisse: Auf Rügen gibt es eine ausgeprägte Endmoränenlandschaft, die eine Fahrradtour schon ordentlich erschweren kann.

Wochenende am Wasser

Um den Hitzerekorden in der Hauptstadt etwas zu entkommen, haben wir uns kurzfristig für einen Abstecher nach Mecklenburg-Vorpommern entschieden. Da es uns bis zur Ostsee zu weit war, haben wir uns einen netten Ort am Stettiner Haff ausgesucht. Genauer gesagt sind wir zum Seebad Ueckermünde in den Landkreis Vorpommern-Greifswald gefahren. Unsere Unterkunft (Pension am Stettiner Haff) war ganz in der Nähe im Ort Bellin.

Da in Ueckermünde auch gerade die Haff Sail stattfand, war in der Stadt und insbesondere am Hafen auch einiges los. Bedingt durch das verlängerte Wochenende waren auch viele polnische Landsleute vor Ort, so dass die Euroregion Pomerania für uns auch positiv spürbar war.

Nachdem wir den Samstag nahezu komplett am Strand verbracht hatten, sind wir am Sonntag zum Tierpark Uckermünde gefahren. Dort sind auch Oma und Opa zu uns gestoßen, welche von der Kleinen auch freudig in Empfang genommen wurden. Nachdem wir genug Nasenbären, Erdmännchen, Ziegen und Löwen gesehen haben, sind wir zum Mittag noch mal an den Strand gefahren. Die versuche, in dem neuen Strandzelt einen ordentlichen Mittagsschlaf hinzubekommen, sind aber leider fehlgeschlagen. Dazu hat das Wasser einfach zu sehr angezogen.

Strand von Ueckermünde

Nachdem die Erschöpfungsgrenze erreicht war sind wir dann ins Auto gestiegen und haben die zweistündige Heimreise angetreten. Ein aufregender Familienausflug war damit beendet.

Erkenntnisse: Der Strand in Ueckermünde und die dortigen Einrichtungen (Parkplatz, Spielplätze, Restaurants, Strandkörbe, Beachvolleyball) sind wirklich gut. Nur die Wasserqualität könnte etwas besserer sein.

Auszeit auf Kreta

Wir hatten lange darüber nachgedacht und uns dann doch für einen einwöchigen Familienurlaub auf Kreta entschieden. Letztendlich ist die Reise mit einem Kleinkind nicht ganz stressfrei, aber wir hatten die Auszeit dringend nötig. Richtige Vorfreude kam zu Beginn allerdings nicht auf, denn der Wetterbericht versprach an fast allen Urlaubstagen feinstes Regenwetter. Zur gleichen Zeit wurde für Berlin herrliches Sommerwetter angekündigt.

Immerhin war der Flug mit der Kleinen relativ entspannt. Sie hatte sich gut mit der mitgebrachten Spielzeugsammlung ablenken lassen und dank den Gummibärchen war der Druckausgleich auch kein Problem. Bei Aegean Airlines gibt es für die kleinsten Fluggäste noch ein kleines Geschenk, so dass wir uns hier gut aufgehoben fühlten. Bei der nächsten Reise braucht sie dann in jedem Fall schon einen eigenen Sitzplatz.

Späte Ankunft im Hotel

Die Anreise zum Hotel hat sich noch ganz schön hingezogen, obwohl unser Zielort Malia (griechisch Μάλια) nur 30 km vom Flughafen Heraklion entfernt war. Aber spätestens bei der Ankunft im Hotel Alexander Beach Village wussten wir, dass es ein toller Urlaub werden wird. Die Zimmer und die gesamte Anlage waren sehr gepflegt und der hauseigene Sandstrand suchte kilometerweit seines gleichen. Dazu war der Kids-Club Spielbereich sehr gut ausgestattet und versprach auch an Regentagen ordentlich Abwechslung. Selbst die frei herumlaufenden Katzen sorgten für viel Erheiterung und so waren die folgenden Tage sehr erholsam.

Nach den ersten beiden (Regen-) Tagen wurde das Wetter auch merklich besser und wir könnten unsere Freizeitaktivitäten an den Strand verlegen. Mit Lichtschutzfaktor 50 hatten unsere nordeuropäischen Hauttypen auch mit der Sonne im Mittelmeer keine Probleme. Für einen großen Ausflug hat uns irgendwie die Motivation gefehlt, aber das wäre sowieso nichts für den Nachwuchs gewesen.

Falls wir mal wieder in der Nähe sind, wollen wir uns folgendes anschauen:

  • Ausgrabungsstätte Palast von Malia
  • Höhle von Psychro
  • Ortschaften Hersonissos und Agios Nikolaos
  • Insel Spinalonga

Ansonsten kann man sich auch weiter entfernt auf der Insel noch folgendes besichtigen:

  • Altstädte von Knossos, Chania oder Heraklion
  • Kloster Arkadi (Widerstandssymbol für die Griechen, welches auf dem 100 Drachmen Geldschein abgebildet war)
  • Strand von Elafonisi
  • Strand von Stavros (Film Alexis Sorbas mit Anthony Quinn wurde hier gedreht)
  • Samaria Schlucht
  • Lefka Ori (die Weißen Berge) und Idagebirge

 

Am Freitagmorgen ging es dann schon wieder auf Heimreise. Den Rückflug hatten wir extra über die Mittagszeit gelegt, damit den Morgen nicht in hektik verfallen müssen und auch nicht zu spät zu Hause ankommen. Es hat alles wunderbar geklappt, so dass wir zum Kaffee wieder in der Heimat waren.

Erkenntnisse: Der Flughafen Heraklion hat (ähnlich wie Berlin Tegel) seit langen keine größeren Instandhaltungsmaßnahmen gesehen. Wie in Berlin soll auch hier irgendwann bald ein neuer Flughafen eröffnen.

In Heraklion darf man mit Kind die Warteschlangen überspringen und den Kinderwagen bis zum Flugzeug mitnehmen. In Berlin-Tegel darf man das nicht.

Und Action bitte

Um dem durchstrukturierten Familienalltag etwas zu entkommen, hat mir meine Liebste einen Flug im Windkanal von Leszno geschenkt. Kurzfristig hat sie sich selbst auch noch entschlossen mitzumachen und so wurde es ein lustiger Familienspaß.

Nachdem wir die Sicherheitshinweise unterschrieben („Haftung für schwere körperliche Schäden wird ausgeschlossen“) und eine Kontaktperson für den Schadensfall angegeben hatten, durften wir auch schon in die schnittigen Anzüge schlüpfen und die Fliegerposition im trockenen üben. Mit dem Beginn der ersten Rückenschmerzen hatten wir unsere Fliegerposition soweit optimiert, dass wir dann schließlich für genau zwei Minuten im richtigen Kanal abheben konnten. Dank eines Helfers hatten wir uns dabei nicht verletzt und mussten nur kleinere Stresssituationen überstehen. Für mich hat es aber gereicht, um ordentlich durchgeschwitzt zu sein.

Erkenntnisse: Zwei Minuten im Windkanal reichen für einen Anfänger völlig aus, um an seine körperlichen Grenzen zu kommen.

Armbian auf Cubietruck

Seit meinen letzten Beiträgen zum Cubietruck hat sich die Welt deutlich weiter gedreht. Gefühlt gibt es nur noch Tutorials, Bücher und Foren über den Raspberry PI. Dabei ist der Cubietruck technisch deutlich leistungsfähiger und eröffnet damit mehr Möglichkeiten. Das einzige Problem ist, man muss ein aktuelles Linux-Image für den Cubietruck finden. Bei meiner Recherche bin ich dabei auf Armbian gestoßen, welches mit einem fertigen Image inklusive aktuellen Linux-Kernel daher kommt.

Ich habe das Image Armbian_5.35_Cubietruck_Ubuntu_xenial_default_3.4.113_desktop heruntergeladen und mit dem Win32DiskImager 1.0 auf eine Samsung Evo+ 128 GB gespielt. Die Karte hat eine hohe Lese- und Schreibrate hat und wurde problemlos vom Cubietruck angenommen.

Beim ersten Start von Armbian muss man eine kleine Konfiguration durchlaufen. Wenn man gerade keine Tastatur am Cubietruck hat, muss man dies per SSH-Verbindung (z.B. mittels Putty) durchführen. Der Login erfolgt über den Benutzernamen root und das Passwort 1234.

ARMbian erster Startvorgang

Beim erstmaligen Login wird man aufgefordert, dass Root-Passwort zu ändern und einen neuen Nutzer (mit eingeschränkten Rechten) anzulegen. Dieser bekommt dann auch gleich ein passendes Home-Verzeichnis und somit kann man mit diesem Nutzer relativ gefahrlos arbeiten.

Nach der initialen Konfiguration muss man noch einen Reboot durchführen. Da man noch als root angemeldet ist, kann man ohne sudo einfach

reboot

ausführen und schon startet das System neu. Nun startet Armbian ohne Eingabeaufforderung direkt in die grafische Nutzeroberfläche.

Fazit: Der erste Eindruck von Armbian war sehr gut. Das Zusammenspiel von Prozessor, Speicherkarte und Betriebssystem scheint zu funktionieren. In einem nächsten Artikel werde ich zeigen, wie man das System als HomeNAS und MediaPlayer nutzen kann.

Verzeichnisstruktur unter Linux

Durch den Einsatz des Cubietruck kommt man zwangsläufig auch mit der Verzeichnisstruktur von Linux in Berührung. Da ich eigentlich aus der Windows-Welt komme, habe ich mal die wichtigsten Verzeichnisse aufgeführt.

Verzeichnis Beschreibung
bin Hier liegen alle wichtigen Programme (englisch binaries) für das Betriebssystem
boot Enthält alle für den Bootvorgang notwendigen Dateien. Hier liegt auch der Kernel des Betriebssystems und die Datei config.txt
dev Die Hardware bzw. Geräte (englisch devices) des Systems werden hier in Form von Dateien beschrieben.
etc Konfigurationsdateien von verschiedenen Programmen (z.B. für Netzwerk-Konfiguration, Monitor-Konfiguration)
home Jeder Benutzer des Betriebssystems hat hier ein eigenes Verzeichnis mit seinem Benutzernamen. Für den Nutzer selbst ist dies auch das standardmäßige Wurzelverzeichnis.
lib Hier liegen die Bibliotheken (englisch libraries), die von verschiedenen Programmen verwendet werden.
lost+found Hier legt das Betriebssystem Dateien und Dateifragmente ab, die bei Wartungsarbeiten übrig geblieben sind.
media Alle externen Speichermedien (z.B. USB-Sticks, DVD-Laufwerke) werden in dieses Verzeichnis eingebunden (englisch mounted). Der Zugriff auf den Datenträger erfolgt über dieses Verzeichnis.
mnt Kann für das manuelle mounten von Datenträgern genutzt werden.
opt Hier liegen alle optionalen Programme, die nicht zur Distribution gehören und eine eigene Bibliothek besitzen.
proc Hier liegt ein Abbild der laufenden Prozesse sowie Informationen zum CPU und Kernel.
root Das Home-Verzeichnis des root Nutzers. Es liegt bewusst außerhalb von /home, damit bei eventuellen Problemen der root über separate Verzeichnisrechte noch arbeiten kann.
run Hier liegen Laufzeitinformationen von Programmen.
sbin Hier liegen alle wichtigen Systemprogramme (englisch system binaries) für das Betriebssystem. Alle diese Programme können nur als Superuser ausgeführt werden.
srv Verzeichnis für Systemdienst (englisch Services).
sys Enthält Schnittstellen zum Kernel (vgl. /proc).
tmp Hier liegen temporäre Dateien (englisch temporary). Das Verzeichnis wird beim Neustart des Systems geleert.
usr Hier liegen Systemprogramme und Bibliotheken.
var Hier werden variable Dateien (z.B. Log-Dateien und Speicherstände) abgelegt.

Fertige Cubieboard Images

Ich habe schon in vergangenen Beiträgen über fertige Images für meinen Cubietruck (aka Cubieboard 3) geschreiben. Danach ist es mächtig still um das Gerät geworden und der Raspberry PI hat weiter an Popularität gewonnen. Leider ist es auch nicht so leicht ersichtlich, welche Linux-Distributionen noch für den Cubietruck erhältlich sind, weswegen ich mal im Netz recherchiert habe.

https://www.armbian.com/ Eine aktuelle Linux Umgebung für Kleinstcomputer auf Basis von ARM-Prozessoren. Nur für Cubieboard 2 und3.

https://www.lakka.tv/ Eine Open Source Umgebung für Retro-Spiele Es gibt ein aktuelles Image für die Cubieboards 1 bis 3.

https://en.opensuse.org/HCL:Cubietruck Suse Linux für Kleinstcomputer mit ARM-Prozessoren. Es ist aber nur nur noch JeOS in einer aktuellen Version verfügbar.

http://cubian.org/downloads/ Debian für Cubieboard. Leider sind nur noch veraltete Images von 2014 erhältlich.

https://sourceforge.net/projects/openpctv/files/release/cubietruck/ Eine Linux-Distribution basierend auf enigma2/VDR/XBMC. Die letzte Version für den Cubietruck ist von November 2013.

http://mubox.voyage.hk Voyage Mubox Audio Player. Leider nur für Cubieboard 2 erhältlich.

https://www.fhem.de Das ist zwar kein fertiges Image, aber ein Tool auf Basis von Perl für die Heim-Automatisierung.

http://iobroker.net/

https://docs.openhab.org/installation/openhabian.html#manual-setup Eine Tool-Sammlung auf Basis von Java für die herstellerunabhängig Heim-Automatisierung. Für des Raspi gibt es sogar ein komplettes Linux-Image.

Einige Distributionen sind schon mächtig veraltet, so dass man diese nur noch für Testzwecke in einem abgesicherten Heimnetz verwenden sollte. Weitere Images können mir gern per Kommentar mitgeteilt werden.

Immer wieder Cottbus

Irgendwie zieht es uns immer wieder zu unserem ehemaligen Studienort nach Cottbus. Diesmal ist es der runde Geburtstag eines befreundeten Professors, der uns in die Lausitz lockt.

Noch am Vortag ist Sturmtief Xavier über Norddeutschland gefegt und hat ein wahres Verkehrschaos ausgelöst. In Berlin ist nach und nach der komplette öffentliche Nahverkehr zusammengebrochen und so wurde für der Feierabend zum Sportprogramm. Karo hat es geschafft, den Heimweg von der Charlottenstraße über den Alex hoch auf den Friedrichshain in 90 Minuten zu erledigen. Das kann sich schon sehen lassen! Auch am Folgetag war der Nahverkehr noch nicht vollständig wieder eingerichtet, so dass wir für unsere Anreise nach Cottbus kurzfristig umdisponieren mussten. Letztendlich haben wir dann alle gemeinsam die Anreise mit dem Auto bewältigt, auch wenn es sehr spät wurde.

Umso besser hat das Abendbrot im China-Restaurant Ming Dynastie geschmeckt, welches man wirklich weiterempfehlen kann. Die Nacht haben wir ganz in der Nähe im Hotel „Am Theater“ verbracht. Am folgenden Tag wären wir gern in die Lagune gegangen, aber der Spaßbereich war wegen Wartungsarbeiten geschlossen. So sind wir nachmittags in den Zoo gegangen und haben der Lütten mal die Tiere aus den Kinderbüchern gezeigt. Den Abend haben wir dann wie geplant im Seitensprung gefeiert und dabei viele bekannte Gesichter getroffen. Es war echt schön, mal wieder aufn alten Pfaden unterwegs zu sein und die Nacht zu feiern.

Seitensprung in Cottbus

Am Sonntag war dann schon wieder Abreisetag und so sind wir nach dem Frühstück schon wieder aufgebrochen. Auf der Heimreise haben wir einen Abstecher in die Spreewelten nach Lübbenau gemacht. Die Pinguine dort sind echt niedlich anzuschauen, aber sonst ist es mehr oder weniger auch nur ein normales Spaßbad. Die Kleine hatte jedenfalls ihren Spaß und dann waren wir alle Glücklich.

Erkenntnisse: Mit Kindern kann man jegliche Zeitplanung vergessen.

Was ordentliches studieren

Pünktlich zum Start ins Wintersemester 2017/2018 stellen sich unzählige Schulabgänger wieder die Fragen: Soll ich studieren? Was soll ich studieren? Uns wo soll ich studieren?

Grundsätzlich ist ein Studium natürlich nicht verkehrt, wenn man viel Ausdauer und Antrieb beim Lernen sowie eine entsprechende finanzielle Basis hat. Dann kommt es drauf an, dass man das richtige Studienfach findet und anschließend den passenden Studienort.

Das richtige Studienfach

Es gibt immer wieder Modefächer, die zwar attraktiv erscheinen und von vielen Studenten besucht werden, aber nicht wirklich für den Arbeitsmarkt geschaffen wurden. Solche Füllfächer gibt es an jeder Uni, die diese aus Marketing-Gründen gut ins Profil passen und viele Studenten anziehen.

Das Studium der Informatik oder Wirtschaftsinformatik ist definitiv kein Füllfach, sondern ein sehr fundiertes Studium, welches für den Arbeitsmarkt geschaffen wurde. Zu den Höchstzeiten der New Economy war Informatik sogar mal ein Trendstudium, mit dem viele eine schnelle und steile Karriere in der IT-Branche verbunden hatten. Wie wir wissen, haben die meisten nicht mal die ersten Semester überstanden. Inzwischen hat sich die Euphorie gelegt und die Studentenzahlen sind nicht mehr so hoch wie früher.

Inzwischen ist auch klar, dass Informatik einen sehr großen Anteil an mathematischen Fächern hat, die auf den ersten Blick erst mal nichts mit Computern zu tun haben. Umso wichtiger ist es hier einen Studienort zu wählen, bei dem man im harten Grundstudium gut betreut wird und nicht mit den theoretischen Grundlagen allein gelassen wird.

Aus eigener Erfahrung kann ich immer wieder ein Studium an der BTU Cottbus empfehlen. Auch nach der Zwangsvereinigung mit der Hochschule Lausitz (oder vielleicht gerade deshalb?) ist die Qualität der Lehre sehr hoch und hat mich bis zum Master gebracht.

Studieren im Ausland

Wer mal über den Tellerrand schauen möchte und das nötige Kleingeld mitbringt, kann auch ein Studium im Ausland aufnehmen. Neben den klassischen Zielen wie die USA oder England kann man auch in der Schweiz sehr gut studieren. Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW in Zürich) bietet zum Beispiel ein Bachelorstudium in Wirtschaftsinformatik an, welches eine gute Mischung aus Informatik und Betriebswirtschaftlichen Themen darstellt (siehe https://www.zhaw.ch/de/sml/studium/bachelor/wirtschaftsinformatik/). So ist wird die Informatik auch ein wenig greifbarer und man wird nicht von mathematischen Grundlagen erschlagen. Dazu kann in der vorlesungsfreien Zeit auch die Schweiz mit all seinen Reizen genossen werden. Arbeitslos ist man nach diesem Studium garantiert nicht.