UMTS-Empfang im Zug zwischen Cottbus und Berlin

Bei der Fahrt nach Berlin habe ich heute mal den UMTS-Empfang auf der Strecke des RE2 von Cottbus nach Berlin ausprobiert. Als Hardware habe ich folgendes verwendet:

  • Acer Aspire D250 Netbook (Akkubetrieb)
  • UMTS-Stick Huawei K3520
  • Blau.de SIM-Karte im Stick (E-Plus)
  • Mobile Partner Software

Man muss anmerken, dass ich den Stick ohne USB-Verlängerungskabel direkt an den Netbook gesteckt habe – Empfangstechnisch ist das sicherlich nicht die optimalste Variante. Damit ich nicht ständig der Gebührenzähler tickt, habe ich mir eine 24-Stunden Flatrate meines Mobilfunkanbieters gegönnt.

Messergebnisse

Im ersten Streckenabschnitt von Cottbus nach Lübbenau konnte ich leider keine Messung durchführen, da ich meinen UMTS-Stick noch nicht konfiguriert hatte. Zwischen Lübbenau und Brand konnte ich folgende Messung machen:

UMTS-Messung von Lübbenau nach Brand

Ich hatte in diesem Abschnitt zwar keinen sonderlich hohen Durchsatz, dafür aber eine einigermaßen stabile Verbindung.

Ein ganz anderes Bild bekam ich im Abschnitt von Brand nach Königs-Wusterhausen. Dort hatte ich gar keinen Empfang und konnte das mobile Internet überhaupt nicht nutzen. Erst im Gebiet um Groß Köris konnte ich wieder einen guten Empfang nutzen, obwohl dieser danach auch wieder rapide abgefallen ist.

Empfang zwischen Brand und Groß Köris

In Berlin wurde der Empfang dann deutlich besser und ich kam teilweise auch in den vollen UMTS-Genuss. Bei einem Zwischenhalt kurz vor Ostbahnhof hatte ich den besten Empfang auf der ganzen Strecke.

UMTS-Empfang bei Berlin Ostbahnhof

Fazit

Bequemes Surfen war nicht möglich, dafür war die durchschnittliche Übertragungsrate einfach zu niedrig. Außerdem gab es besonders in Brandenburg häufig längere Zeitspannen, in denen gar kein Empfang vorhanden war. Nur äußerst selten (und wenn dann für max. 1 Minute) hatte ich in Brandenburg einen Durchsatz von mehr als 50 KB/s. Die meiste Zeit war ich gefühlt mit 2-3KB/s unterwegs, was für einen Messenger zwar ausreicht, aber das Surfen unerträglich macht. Insgesamt ist die Verbindung 2 mal komplett weggebrochen, so dass ich wieder neu verbinden musste. Im Stadtgebiet von Berlin war der Empfang und der Datendurchsatz aber relativ gut und man konnte einigermaßen bequem surfen. Wohlgemerkt wurde diese Messung entlang der Bahntrassen gemacht, für die Autobahn könnte das Ergebnis komplett anders ausfallen.

Falls ihr eigene Erfahrungsberichte habt, könnt ihr diese gerne hier rein schreiben 🙂

¡Adiós España!

Am letzten Tag in Spanien sollten wir von der warmen Madrider Sonne geweckt werden. Mittlerweile haben sich nämlich die Temperaturen auf das eingestellt, was wir erwartet hatten. Also sind wir noch mal raus auf die Straßen und haben die Umgebung am Plaza de España auf uns wirken lassen und die letzten Stunden in Madrid genossen. Bei einem weiteren kleinen Bummel durch die Einkaufsstraßen und einer ordentlichen Paella haben wir uns dann auch innerlich von Madrid verabschieded, bis uns dann unser Flieger kurz vor 20 Uhr wieder in heimische Gefilde brachte.

Es war ein sehr schöner Urlaub und wir haben eine Menge gesehen. Barcelona hat wohl mehr und schönere Sehenswürdigkeiten, nur der Katalan-Nationalstolz ist irgendwie komisch. Auch in Madrid kann man sicherlich gut leben, gerade auch weil man hier Spanisch sprechen (darf). Letztendlich haben wir durch Jorge und Alvaro auch Einblicke in das spanische Leben bekommen, die wir sonst sicherlich nicht so bekommen hätten. Nun geht es weiter mit meiner Masterarbeit, wo auch noch ein Haufen Arbeit vor mir liegt.

Alles gesehen in Madrid

Gut ausgeschlafen und nach einem schrecklichen Frühstück mit pampigen Toast (es gab in der Küche keinen Toaster), machten wir uns zunächst mit der U-Bahn auf zu der Stierkampfarena Las Ventas. Während der Stierkampf in Barcelona abgeschafft wurde, ist er in Madrid noch in vollem Gange (obwohl wir auch zufällig am gestrigen Tage an einer großen Anti-Stierkampf Demo vorbeigelaufen sind). Mit 25.000 Zuschauern ist das Ding auch ganz schön groß und wirkt sehr kollossal. Ein Blick in das Innere wurde uns aber verwehrt, da das Museum am Montag geschlossen ist.

Laut unserer Touristenkarte hatten wir nun (nach nicht mal 2 Tagen) alle wichtigen Sehenswürdigkeiten abgeklappert. Für die Architekturinteressierte Nicole war aber ein Besuch des Puerta de Europa noch interessant. Da in der Nähe auch das Santiago-Bernabéu-Stadion war, haben wir uns kurzerhand entschlossen, in die Gegend zu fahren. In einer sehr geschäftlich geprägten Gegend erwarteten uns am Puerta de Europa zwei geneigte Hochhäuser (jeweils über 100 Meter hoch). In der Nähe ist auch die Cuatro Torres Business Area mit 4 über 200 Meter hohen Wolkenkratzern. Wir haben nur eine kleine Fotosession gemacht und sind dann weiter zum Bernabéu-Stadion. Die Stadiontour wollten wir uns nach den schlechten Erfahrungen von Barcelona nicht noch einmal antun, obwohl es hier scheinbar besser organisiert war.

Mit dem Bus sind wir zurück in die Innenstadt, da es in dieser Gegend nichts weiter zu erkunden gab. Am Nachmittag haben wir dann die Geschäfte unsicher gemacht und ich habe mir ein paar Schuhe und eine neue Jacke gekauft. Durch Zufall haben wir dabei noch den Plaza Mayor entdeckt, einen schönen Platz der mit Häusern eingerahmt ist. Der ist uns in den Touristenführern glattweg untergegangen.

Abends haben wir uns dann noch mit Álvaro getroffen, einem spanischen Freund aus vergangenen Tagen. Er hatte mit mir zusammen in New York im International House gewohnt und wir hatten dort des Öfteren gemeinsam gefeiert. Er hat uns zum Museo del Jamón gebracht, also zum „Schinkenmuseum“. Dies erwies sich jedoch eher als „Schinkenkneipe“, wo man für studentische 1 EUR ein Bier trinken kann und nebenbei in den Genuss der besten spanischen Schinken kommt. Der hängt dort in Massen an der Wand und kann mit Kilopreisen bis zu 90 € erworben werden. Wir haben uns mit der Sparvariante begnügt, die es kostenlos zum Bier dazu gab. Es war schön mal wieder mit Álvaro zu quatschen. Er arbeitet jetzt als Spielerberater für Fußballspieler und hatte sogar schon mit Energie Cottbus zu tun. Unglaublich, wie klein die Welt manchmal ist!

Nach einem kleinen Spaziergang haben wir uns verabschiedet und uns auf ein Wiedersehen in Deutschland geeinigt. Für uns war der Tag somit auch zu Ende.

Erkentnnisse: Madrid ist mit 650 Metern über dem Meeresspiegel die höchstgelegene Hauptstadt Europas.

Madrid ist nicht ganz so schön wie Barcelona, aber man kann hier genauso gut einkaufen.

Auf Wiedersehen Barcelona, Hallo Madrid

Die Busfahrt in der letzten Nacht war nicht so hart wie erwartet. Wir konnten jeweils zwei eigene Plätze für uns ergattern und so die Nacht entspannt in der Horizontalen verbringen. Die Ankunft in Madrid um 6.30 Uhr frühs war aber dafür umso härter. Es gibt Angenehmeres als mit vollem Gepäck zwischen den Schnappsleichen, Bettlern und einem starken Biergeruch mit der (noch unbekannten) U-Bahn durch Madrid zu fahren. Aber wir haben es zu unserem Hostel mit dem wohlklingenden Namen „Miguel Angel“ geschafft, auch wenn uns fast der Arsch abgefroren ist.

Unser Reiseführer offenbarte uns einige Sehenwürdigkeiten in der Nähe unserer Unterkunft wie den Puerte del Sol (der Mittelpunkt Spaniens), das Teatro Real (königlisches Opernhaus) oder der Palacio Real (Königspalast) mit der Catedral de la Almudena. Leider wirkte die Kulisse um die Uhrzeit einfach nur abstoßend und demotivierend, wenn man als einziger durch eine menschenleere Gegend marschiert, die laut Reiseführer normalerweise voll mit „Touristen, Künstlern und Studenten“ ist. Um 9.00 Uhr hat der königliche Palast aufgemacht, wo wir uns dann für schmale 3,50 € eine
Eintrittskarte gelöst haben (die haben auch unsere BTU-Studentenausweise akzeptiert). Der Palast war schön und definitiv das Geld wert. Schön war auch die Schlange, die sich während unserer Besichtigung vor dem Palast gebildet hat. Mit einem Lächeln haben wir das Gebäude verlassen und die neidischen Blicke der Wartenden genossen. Das frühe Aufstehen hat sich also doch gelohnt. 🙂

Mittlerweile hatte das Thermometer auch schon sommerliche 15 Grad angezeigt, so sind wir der Empfehlung unseres Reiseführers gefolgt und haben eine Runde zum Plaza de España (mit seiner markanten Hochhausarchitektur), dem Templo de Debod (ein Geschenk aus Ägypten, das in Madrid neu aufgebaut wurde) und schließlich zurück zum Plaza de la Puerta del Sol gemacht. Mittlerweile hat sich der Platz auch schon ordentlich gefüllt und wir sind auch emotional endlich angekommen.

Zum Mittagessen haben wir uns dann wie verabredet mit Jorge getroffen. Ich hatte mit ihm zusammen in Schweden studiert und er arbeitet jetzt in Madrid als IT-Consultant. Wie es sich für einen ordentlichen Spanier gehört, kam er auch promt eine halbe Stunde zu spät. Er hat uns dafür aber auch zu einer touristenfreien Tapas-Bar über den Dächern Madrids eingeladen. Die war so versteckt, dass selbst Jorge auf Anhieb nicht den Eingang gefunden hat. Auf der prall gefüllten Dachterasse ergatterten wir dank Jorges Dreistigkeit einen der begehrten Balkonplätze. Nachdem wir uns den Tapas-Sorten

  • Puntillitas fritas (frittierte Babytintenfische),
  • Patatas allioli (Kartoffeln in Knoblauchmayonnaise) und
  • Fleisch-Irgendwas

satt gegessen hatten, haben wir mit Jorge noch einen ausgiebigen Stadtrundgang unternommen. Sehr beeindruckend fand ich dabei den Atocha-Bahnhof, bei dem die alte Bahnhofshalle zu einer Tropenhalle umgebaut wurde und auch die Gedenkstätte für die Toten der Terroranschläge in Madrid untergebracht ist. Am Museo del Prado sind wir nur vorbeigelaufen (bei den Menschenmassen, die dort schon in der Vorsaison anstanden, war es eh nicht möglich, schnell mal rein zugehen). Stattdessen haben wir uns im Parque del Buen Retiro bei einem Glas Cola und gerösteten Sonnenblumenkernen gemütlich gemacht. Nachdem es langsam kälter wurde, machten wir uns zurück auf dem Weg zu unserem Hostel, nicht aber ohne beim Palacio de Comunicaciones oder dem Metropolis-Haus vorbeizuschauen. Total fertig und mit dem Gewissen, dass wir heute schon eine Menge gesehen hatten, gingen wir früh schlafen.

Strand, Berge und gutes Essen

Heute hatte das Wetter endlich wieder normale Temperaturen (so um die 10 Grad), sodass wir uns zunächst erstmal zum olympischen Dorf (Parc de Mar) und dem benachbarten Strand aufmachten. Das olympische Dort ist irgendwie total im städtischen Gefüge integriert, außer den Fahnenmasten hat nicht mehr viel an die sportliche Vergangenheit der Gebäude erinnert. Der Strand war schön, breit und kalt – hat aber trotzdem ganz gut Besucher angezogen (nach den Schneefällen in der letzten Woche wollten wohl einige Leute die Sonnenstrahlen genießen).

Über die Strandpromenade mit den vielen Dominospielern sind wir nach Barceloneta, dem ehemaligen Fischerviertel in Barcelona. Von dort ist es auch nur ein Katzensprung zum Yachthafen, den wir uns natürlich auch angeschaut haben.

Dann sind wir mit der U-Bahn weiter zum Fuße des Montjuïc und dem ehemaligen Gelände der Weltausstellung (heute ein überaus schönes Messegelände). Dort findet man unter anderem auch den (neu aufgebauten) deutschen Pavillion von der Weltausstellung 1929 (besonders für Nicole ein absolutes Highlight). Oben auf dem Berg befindet sich auch das eindrucksvolle Palau Nacional, in dem sich heute das Museu Nacional d’Art de Catalunya befindet. Aufgrund des guten Wetters haben wir uns das aber nicht von Innen angeschaut, sondern sind lieber in das Gebiet westlich von Les Rambles. Nach einem (nicht geplanten) Besuch im Rotlichtviertel haben wir den Nachmittag noch in den Geschäften rund um den Les Rambles verbracht.

Ohne Einkaufsergebnis aber dafür sehr hungrig zog es uns dann in eine Tapas-Bar. Dank des Tipps eines spanischen Mitbürgers sind wir in der wohl spanischsten aller Tapas-Bars gelandet. Dort war man nicht des Englischen mächtig, also mussten wir mehr oder weniger das komplette Sortiment an Tapas ausprobieren. Nur den Octopus wollte man uns ausreden, dafür gab es aber leckeren Hausmacher-Schinken in verschiedenen Variationen. Alles war sehr lecker, so dass am Ende des Abends unsere Bäuche voll und unser Portemonnaie leer war. Wenige Stunden später saßen wir schon im Nachtbus nach Madrid…

Scheiß Tag

Irgendwie war der heutige Tag ein totaler ziemlicher Reinfall. Es fing schon morgens an, als uns wider Erwarten der Regen begrüßte und unsere ganze Tagesplanung durcheinander brachte. Wir entschieden uns wegen des schlechten Wetters dafür, die für morgen geplante Stadiontour im Camp Nou auf heute zu legen. Am Stadion angekommen, wollte man uns leider keinen Studentenrabatt geben, so mussten wir 18 € berappen, um einmal ins Stadion zu dürfen (während unseres gesamten Urlaubs hatte man sonst immer unsere BTU-Studentenausweise akzeptiert).

Wider Erwarten behinhaltet der Preis aber keine Stadionführung, so dass wir ohne Informationen alleine durch abgesperrte Bereiche im Stadion laufen mussten. Das habe ich bei den Stadionbesuchen in Liverpool, Manchester oder Wembley aber viel besser erlebt! Das Stadion an sich war aber sehr beeindruckend, auch wenn an einigen Enden und Ecken schon der Zahn der Zeit genagt hat. Nach der wohl schlechtesten Stadiontour der Welt sind wir mit der U-Bahn weiter nach Barri Gòtic gefahren. Dieses Wohnviertel südöstlich vom Plaça de Catalunya gehört zum alten Stadtkern Barcelonas. Dort kann man durch alte Gassen schlendern und ein wenig die Blütezeit Barcelonas im 14./15. Jahrhundert erahnen. In diesem Stadtteil findet man auch La Catedral de la Santa Creu i Santa Eulàlia. Diese gotische Kathedrale ist unter anderem auch auf den Euro-Münzen von Spanien zu sehen.

Abends haben wir uns noch die beleuchtete Sagrada Família angeschaut und ein paar Fotos gemacht, ehe wir völlig erschöpft ins Bett gefallen sind.

Barcelona entdecken

Nach einer unruhigen Nacht (irgendwie muss der Typ an der Repeztion den Willkommensraum als Partyraum missverstanden haben) sind wir um 11 Uhr auf die Piste, um uns zunächst die Sagrada Família anzuschauen. Der Anblick dieses (noch) unvollendeten Meisterwerks von Antoni Gaudí war echt umwerfend. Man kommt nichtsahnend aus den Nebenstraßen und auf einmal steht so ein beindruckendes Gebäude vor einem. An der Kirche wird immer noch gebaut, erstaunlich, dass in der Zeit der Wirtschaftskrise dafür noch Geld übrig ist. Das Vorbild für Gaudis Meisterwerk ist die Natur, was man auch an allen Ecken sehen kann. Wir entschieden uns für eine Besichtigung des Innenraums (in dem alles voller Baugerüste war) und bestiegen einen der fertigen Türmen. Die 12 € (inkl. Studentenrabatt) waren es wirklich wert, so eine außergewöhnliche Architektur habe ich zumindest bei einem Gotteshaus noch nie gesehen.

Dann zum Park Güell. Mit einem Kleinbus sind wir auf den auf einer Anhöhe liegenden Park gefahren. Ein aufmerksamer spanischer Mitbürger hat uns im Bus darauf aufmerksam gemacht, dass eigentlich nur die Touristen gleich vorne am Haupteingang vom Park aussteigen. Die Kenner fahren mit dem Bus noch weiter und steigen am obersten Ende vom Park aus. Und dieser Tipp war Gold wert! Am oberen Ende war es lange nicht so voll und wir konnten ganz locker bergab spazieren zum Haupteingang.

Beim Abendbrot in der Jugendherberge (es gab wieder Nudeln) stellten wir dann fest, dass wir uns doch allen Ernstes einen kleinen Sonnenbrand geholt hatten. Unglaublich bei nur 10 Grad Aussentemperatur.

Erkenntnisse: In Barcelona gibt es viele schöne Markthallen, wo man frisches Obst, frischen Fisch und sonstige kulinarische Spezialitäten kaufen kann.

Wir haben mehrere Supermärkte besucht, wo man über ein Treppenhaus zu den verschiedenen Etagen gehen musste. Manche hatten auch eine spezielle Rolltreppe für Einkaufskörbe. Sehr ungewöhnlich!

In Barcelona gibt es viele Einbahnstraßen, die alle rechtwinklig angeordnet sind. An den Kreuzungen sind die Häuser angeschrägt.

Urlaub in Spanien – Los geht’s

Nicole und ich hatten vor einigen Monaten beschlossen, dass wir im Frühling noch einmal irgendwo in den Urlaub fliegen wollen. Über easyJet haben wir für 60 € einen Flug nach Barcelona und zurück von Madrid bekommen. So sind wir heute früh von Berlin losgeflogen, um eine Woche lang die beiden Städte näher kennenzulernen.

Noch bevor wir überhaupt in Spanien angekommen sind, erreichten uns bereits die ersten Schreckensmeldungen: In Barcelona ist gestern tatsächlich massig Schnee gefallen. Dabei wollten wir doch in ein wärmeres Land fliegen! Im gut gefüllten easyjet-Flieger ging die Seuche weiter, denn hinter uns hat sich ein spanisches Paar platziert, das bei dem gut 2-stündigen Flug nicht einmal die Klappe halten konnte. Aber dafür wurden wir bei der Gepäckausgabe belohnt, unser Rucksack war der absolut Erste, der auf dem Band war, hat dafür aber auch ordentlich Dreckspuren davon getragen.

Der Transfer vom Flughafen zum Plaça de Catalunya verlief reibungslos. Vom Schnee war nichts mehr zu sehen und die Sonne schien stärker als erwartet. So haben wir spontan unser Mittag auf den Platz verlegt und unsere Sandwiches unter der spanischen Sonne und den neidvollen Blicken der Tauben genossen. Unser Mediterranean Youth Hostel war auch gar nicht so weit weg, sodass wir bequem rüber laufen und unsere Sachen verstauen konnten.

Dann ging auch schon das Sightseeing los. Nicole hat die Führung übernommen und uns erstmal zu Fuß zu den Sehenswürdigkeiten in der Umgebung gebracht. Dazu gehörte nichts Geringeres als das Weltkulturerbe Casa Milà (ein Kalksteingebäude von Gaudi mit geschwungener Aussenfassade), die Casa Batlló (ein anderes Gebäude Gaudís, für mich schöner als Casa Milà), den Boulevard Les Rambles (1.2 km lang) mit der Kolumbussäule und den Yachthafen. Nach einer kurzen Verschnaufpause in der (Nach)Mittagssonne am Hafen ging es weiter zur Santa Maria del Mar (gothische Kirche) und dem Arc de Triomf (ehemliges Haupteingangstor der Weltausstellung 1988).

Eigentlich wollten wir abends noch die Sagrada Família anschauen, aber da haben die Füße schon zu doll gequalmt und mir knurrte auch gewaltig der Magen. So haben wir den ersten Abend ganz entpannt im Hostel verbracht. Nicht aber ohne vorher eine gute Tat zu vollbringen: In einer Markthalle habe ich einen lebenden Krebs vor dem sicheren Tod gerettet, da sich dieser selbstständig von seinem gesicherten Platz in der Kühltheke wegbewegt hat und gerade auf den harten Betonboden aufklatschen wollte. Der Verkäufer hat ihn dann einfach wieder in sein Eisbett gelegt 🙁

Erster Eindruck von Barcelona: Es ist sehr schön hier, aber auch eine Menge los. Die Straßen sind voller Verkehr und die Mopeds mit ihren ungefilterten Abgasen sorgen nicht gerade für erholsame Atemluft. Trotzdem, die Stadt hat irgendwas.

Clubtour Cottbus

Was für ne coole Partynacht war das! Einige Diskotheken in Cottbus schmissen sich zusammen, um die 1. Cottbuser Clubtour zu veranstalten. Da musste man nur einmal Eintritt zahlen und konnte dann in 5 Clubs feiern. Und da die Clubs soweit verstreut sind, gab es kostenlose Shuttlebusse, die die angetrunkenen Partygäste zu den jeweiligen Locations karrten.

Ich war mit Fabiana, JJ und einigen deutschen BTU-Kommilitonen unterwegs und es war einfach nur cool. Zuerst haben wir das Mosquito unsicher gemacht, dann die RedLounge mit einer DJane, die wohl optisch mehr hermachte als musikalisch, und zu guter letzt noch ins Loft. Eigentlich wollten wir auch noch in die Alte Chemiefabrik und ins CB, aber leider war die Nacht zu kurz. Um 4 fuhr der letzte kostenlose Bus vom Loft, und da wir uns das Taxigeld sparen wollten, sind wir auch gegen halb 4 los. Leider haben wir die halbvolle Pfeffi-Flasche dort vergessen, aber dafür hat der Döner im Efes trotz unfreundlicher Bedienung noch geschmeckt.

Falls das die Veranstalter lesen, bitte mehr solcher Partynächte!!