In Rostock gehen die Lichter aus

Mensch Hansa, was macht ihr denn!? Ich bin geschockt und fühle mich tatsächlich leer. Es ist einfach unvorstellbar, dass ihr nicht mehr in der Bundesliga vertreten seid! Auch wenn ich überzeugter Energie Cottbus Fan bin, so einen Abgang habt ihr echt nicht verdient. Die Derbys mit Hansa waren doch immer etwas, worauf man sich gefreut hat. Ich erinnere mich noch an das Abstiegsduell in der 1.Bundesliga 2008/2009, als Cottbus in den letzten 15 Minuten die Partie gedreht hat und damit quasi den Abstieg von Rostock besiegelt hat. Aber was soll ich denn jetzt im Stadion der Freundschaft machen? Audi Ingolstadt bringt doch nicht mal 50 Fans mit nach Cottbus. Solche Retortenclubs braucht echt kein Mensch.

Alles Gute für den Wiederaufstieg Hansa Rostock!

Wie kommt man als Student günstig an ein Fahrrad?

Seien wir mal ehrlich, so richtig Geld hat man ja als Student eigentlich nie und ein eigenes Auto haben auch nur die aller wenigsten. Um trotzdem mobil zu bleiben, muss man da wohl oder übel das Fahrrad benutzen. In Cottbus ist das übrigens überaus angenehm, denn die Stadt liegt im Flachland und es gibt hier so gut wie keine Anstiege. Nachdem ich viele Leute für meine Geburtstags-Fahrradtour nächsten Samstag eingeladen hatte (darunter auch viele internationale Studenten), brauchten die natürlich alle ein Fahrrad. Am Schwarzen Brett der Uni hing gerade nicht allzu viel aus und die Fahrradhändler wollten teilweise utopische Preise für alte Fahrräder haben. Glücklicherweise gibt es hier in Cottbus noch eine andere Möglichkeit, um billig an gebrauchte Fahrräder zu kommen: Die Fahrradauktion!

Jedes Jahr veranstaltet das Fundbüro der Stadt Cottbus eine Auktion von nicht abgeholten Fundsachen im Innenhof des Rathauses. So auch heute. Neben vielen Fahrrädern wurden auch Taschen, Werkzeug, Kindersitze, Kinderwagen (Wie kann man eigentlich einen Kinderwagen vergessen?!) und anderes Zeug verkauft. Erstaunlich viele Studenten haben sich dort eingefunden und so wurden die Mindesgebote (5-20 €) für alle Fahrräder deutlich überschritten.

Trotzdem hat unsere Gruppe einige Schnäppchen gemacht (Santiagos Fahrrad hat nur 8 EUR gekostet), wohl auch weil teilweise wichtige Teile wie Lenker oder Sattel gefehlt haben. Aber dafür gibt es ja zum Glück die studentische Fahrradwerkstatt auf dem Campus, wo wir die Fahrräder kostenlos aufbessern können. Auf jeden Fall hat die Auktion viel Spaß gemacht, besonders wenn man sich die Verbissenheit mancher Mitbieter anschaut. Mal schauen, wenn ich nächstes Jahr noch hier bin, werde ich wohl selbst mal nach einem schönen Fahrrad schauen. Einige Rahmen fand ich echt schick!

So, jetzt darf ich mal weiter an meiner Masterarbeit schreiben, 10 Seiten habe ich schon geschafft.

Kostentreiber im Web-Design

Als freier Programmierer kann man ja ganz gut seine eigenen Aufwände kontrollieren. So habe ich in den letzten Wochen mal ganz genau hingeschaut, wo denn eigentlich die Aufwände beim Erstellen eines Drupal-Templates liegen. Die wichtigsten Punkte habe ich hier mal zusammen getragen:

  • Gesamtüberblick verschaffen
    Zunächst muss man verstehen, was eigentlich entwickelt werden soll und wo das Design eingesetzt werden soll. Eventuell muss auch ein bestehendes Design erweitert werden.
  • Funktionsumfang definieren
    Was soll das Design leisten können? Dieser Punkte wird im wesentlichen dadurch beeinflusst, was auf der Website angeboten werden soll.
  • Zielgruppen definieren
    Ein auf dem Endnutzer abgestimmtes Design erhöht die Zufriedenheit der Webseiten-Besucher und bestimmt damit maßgeblich den Erfolg einer Website.
  • Wireframe erstellen
    Wenn die Anforderungen geklärt sind, kann mit den ersten Entwürfen begonnen werden. Diese werden meistens mit Papier und Bleistift erstellt und dem Auftraggeber vorgestellt.
  • Screendesign erstellen
    Sind sich Auftraggeber und -nehmer über den Grobentwurf einig, wird dieser als Screendesign in einem gängigen Grafikprogramm umgesetzt. Wieder muss das Ergebnis mit dem Auftraggeber abgestimmt werden.
  • HTML/CSS Design erstellen
    Anschließend muss ein Programmierer das Screendesign in gültigen HTML und CSS-Code umwandeln. Kostentreiber sind hier Schattierungen, Rundungen und AJAX-Elemente, die standardmäßig (noch) nicht in HTML vorgesehen sind.
  • Browsertests
    Das Design sollte auf den gängigen Browsern gleich angezeigt werden. Schon frühzeitig sollte man mit den Browsertests beginnen, ansonsten sind die Aufwände kaum kontrollierbar.
  • Integration des Designs in das Gesamtsystem
    Das fertige HTML-Design muss nun in die Template-Engine oder das Content-Management-System (z.B. Drupal) eingepflegt werden. Meistens beinhaltet dies nicht nur die Programmierung einer zentralen Template-Datei, sondern auch das Anlegen von Navigationsleisten und andere Regionen. Gerade Navigationsleisten können äußerst komplex werden, wenn man dem Nutzer eine verständliche und intuitive Navigation bis in die tiefsten Ebenen ermöglichen möchte. Zudem müssen Konflikte mit konkurrierenden CSS-Dateien (z.B. anderer Module) gelöst werden.
  • Validierung nach HTML- und CSS-Standard
    Die offiziellen Valididatoren vom W3C dienen als Werkzeug zur Qualitätssicherung.
  • Abnahme
    In einem gemeinsamen Walkthrough wird das Design auf die Erfüllung seiner Anforderungen hin überprüft.

Mit dieser Liste wird es hoffentlich klarer, wo die Aufwände beim Web-Design entstehen. Die Reihenfolge der einzelnen Punkte ist etwas idealisiert dargestellt, in realen Projekten werden einzelne Schritte häufig wiederholt. Auch sollte man nicht die Aufwände der „kleinen Extrawünsche“ des Auftraggebers unterschätzen.