Der ICE kommt nach Angermünde

Oh man, was habe ich mich schon über diesen Provinzbahnhof ausgelassen. Heute lese ich in der Zeitung, dass der Angermünder Bahnhof ab dem 27.März 2011 einen ICE Anschluss bekommt. Die alte IC-Verbindung zwischen Stralsund und Berlin wurde ja vor wenigen Monaten eingestellt, nun hat die Bahn zumindest einen Teil der Züge durch ICE-Züge ersetzt. Die Reisezeit von Angermünde nach Berlin Hauptbahnhof sinkt damit auf 51 Minuten, was echt keine schlechte Zeit ist.

Ob sich der ICE durchsetzt, wage ich zu bezweifeln. Letztendlich liegt es an den Leuten in der Region, der Bahn zu beweisen, dass diese Verbindung gerechtfertigt ist. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Lokalpolitiker auch dieses Mal wieder den Trend verschlafen und erst dann aktiv werden, wenn die Zugverbindung wieder eingestellt wird. Ich für meinen Teil werde die Verbindung sicherlich mal ausprobieren, mal schauen, wie lange man noch ohne Umsteigen von Angermünde nach München kommt.

ICE im Bahnhof Angermünde (Februar 2012)

The Sounds Reloaded

Wieder einmal hat meine beste Freundin Nicole einen Volltreffer gelandet und mich mit Konzertkarten für The Sounds überrascht. Die Location war die gleiche wie beim Konzert vor über einem Jahr, nämlich der Postbahnhof am Berliner Ostbahnhof. Diesmal hat sich neben Caro auch noch André dazu gesellt, die Fangemeinde in Cottbus hat sich also weiter vergrößert.

Die erste Vorband war nicht so der Hammer, dafür war die zweite Vorband The Blood Arm aus Kalifornien echt lustig. Der Sänger hat sich mit seinem Kabelmikrofon ins Publikum gedrängelt, um uns dann sitzend eines seiner Lieder vorzutragen. Für mich kam das echt authentisch rüber, also mir hat es gefallen.

Die Sounds danach konnten eigentlich nicht viel falsch machen und das haben sie auch nicht. Es war ein schöner Mix aus alten und neuen Lieder. Nur manchmal hätte ich mir gewünscht, dass das Konzert weniger nach Show aussieht und vielleicht mit spontanen Aktionen etwas aufgelockert wird. Nichtsdestotrotz, dies war bestimmt nicht mein letztes The Sounds Konzert.

The Sounds im Postbahnhof Berlin

Auf Wiedersehen Fahrrad!

Heute habe ich meinen geliebten Drahesel an einen hoffentlich würdigen Nachfolger verkauft. Ein bisschen Wehmut war schon dabei, denn an diesem Fahrrad hängen echt unzählige, gute Erinnerungen. So hat mich das Bike zum Beispiel bei meinem Auslandssemester in Schweden täglich auf dem Weg zur Uni begleitet, oder mich nach so mancher wilden Party in Cottbus sicher nach Hause verfrachtet. Bedingt durch meinen neuen Job steht das Fahrrad aber nun mehr im Keller als es draußen ist, also habe ich mich dazu entschlossen, es zu verkaufen.

So hatte ich das Fahrrad vor 3 Tagen bei ebay Kleinanzeigen zum Verkauf angeboten, und nicht mal 72 Stunden später hat es schon den Besitzer gewechselt. Es gehört jetzt einer Austauschstudentin, die dank ihres deutschen Freundes auf meine Anzeige gestoßen ist. Bei dem Schnäppchenpreis von 20 € brauchten die beiden wohl auch nicht lange überlegen. Nun hoffe ich, dass das Fahrrad weiterhin Geschichte schreibt 🙂

Weihnachtsbaum verfrachten mit Fabienne

Silvester in Cottvegas

Wieder einmal geht ein Jahr vorbei, und wieder einmal wird der Jahreswechsel zünftig gefeiert. Ich hatte irgendwie keine Lust mit den Austauschstudenten zur Fanmeile nach Berlin zu tuckern und mir dort den Arsch abzufrieren, also bin ich kurzerhand zu einer WG-Party in die Zimmerstraße 22 (Insider nennen es auch Z22). In diesem Altbau wohnt nur eine Mietpartei, so konnten wir uns ordentlich ausbreiten und Krach machen. Vom Flair her hätte das Haus auch eine stillgelegte Lagerhalle in Brooklyn sein können, der Geruch und die alte Tapete kann man jedenfalls schon fast als kultig bezeichnen! Auch das Publikum war etwas schrill angehaucht und somit war der Grundstein für eine geile Party gelegt.

Gegen 22 Uhr bin ich mit Laura, einer Bekannten die ich vor einigen Tagen zufällig am Bahnhof in Passow getroffen hatte (auch ’ne irre Story), zur Party geschlichen. Dort war es zwar nicht übermäßig voll, aber dafür hatte das Ambiente irgendwie Stil. Lustigerweise waren auf der Party 4 Schwedter am Start, so konnte man gut über die alten Zeiten am Carl-Friedrich-Gauss Gymnasium quatschen. Das Beste an der Party war jedoch eindeutig der Rooftop! Der Inhaber des Hauses höchstpersönlich hatte die Luke zum Dach aufgemacht und so konnten wir das Silvestertreiben aus luftiger Höhe verfolgen. Und was die Cottbuser da in den Himmel geschossen haben, ist schon Wahnsinn. Ihr wollt Beweise? Hier sind sie!

Dancefloor im ehemaligen Wohnzimmer. Im Durchgang zu Lesezimmer tanzt noch der Besitzer des Hauses.

Feiern auf dem Dach

Raketen über Cottbus