Atomkraft? Nein danke!

Wieder mal nutze ich meinen Blog, um etwas Frust abzulassen. Denn während die Kraftswerksbetreiber von Fukushima mit Selbstmordkommandos versuchen, die Lage in ihrem havarierten Atomkraftwerk zu stabilisieren, geistern in der deutschen Presse viele sogenannte „Expertenberichte“ mit unsinnigen bis absurden Aussagen über die Vorteile von Atomkraftwerken in Deutschland.

Zugegebenermaßen war ich schon vor dem GAU in Japan kein großer Unterstützer von Atomkraftwerken. Doch was die deutschen Energieunternehmen nun für Unwahrheiten verbreiten, bringt für mich persönlich das Fass zum Überlaufen.

Größtes Argument der Betreiber ist ja, dass der Strom günstiger ist. Auf dem ersten Blick scheint dies vielleicht auch so, aber wenn man die Argumente mal etwas genauer untersucht, findet man heraus, dass der deutsche Steuerzahler hier die Zeche zahlt.

1) Die Milliarden von Entwicklungs- und Forschungskosten für Atomkraftwerke wurden und werden zum großen Teil über öffentliche Gelder (also vom Steuerzahler) finanziert.

2) Der Rückbau der alten AKWs kostet Milliarden. Die Energieunternehmen bilden dafür nur minimale Rücklagen, die nicht annähernd ausreichen, um den Rückbau zu finanzieren. Die nicht gedeckten Kosten werden letztendlich auf den Steuerzahler abgewälzt.

3) Kastortransporte müssen regelmäßig von Polizisten bewacht werden. Wer kommt für die Kosten der Polizeieinsätze auf? Na klar, der Steuerzahler.

4) Das Finden geeigneter Lagerstätten wird vom deutschen Steuerzahler bezahlt. In Gorleben wird seit Jahrzenten gesucht, eine wirkliche Lagerstätte hat man immer noch nicht gefunden. Andere Bergwerke müssen wieder aufgemacht werden, weil der radioaktive Abfall aus den Behältern austritt.

Letztendlich ist Atomkraft für die Energieunternehmen einfach nur eine skrupellose Art, auf Kosten der Steuerzahler hohe Gewinne einzufahren. Und dann wird uns nachher noch erzählt, der Strom ist billiger. Aber so lange die Lobbyisten dieses Land regieren, werden wir auch weiterhin für dumm verkauft. Deswegen, Hirn einschalten!

Gedanken eines Rückkehrers

Seit nunmehr 10 Wochen lebe und arbeite ich wieder in meiner alten Heimat in Schwedt. Heute habe ich es endlich mal geschafft, einen Rundgang durch meine ehemalige Wohngegend zu machen. Und ich muss schon sagen, mir blutet echt das Herz, wenn ich sehe, wie viele Orte der Kindheit abgerissen wurden oder vor sich hingammeln. An den Orten, wo früher das blühende Leben tobte, sieht man heute nur noch grüne Wiesen. Vereinzelt lassen noch alte Straßen die früheren Ausmaße der Wohnkomplexe erahnen. Meine Kindheitserinnerungen sind noch präsent, nur die Orte finde ich heute nicht mehr.

Geschlossene Kaufhalle in der Engels-Straße

Welchen Wandel die Stadt in den letzten Jahren durchgemacht hat, ist schon Wahnsinn. Einst eine der jüngsten Städte der DDR mit einem Altersdurchschnitt von nicht mal 30 Jahren (!), nun eine alternde Stadt scheinbar ohne Zukunftsperspektive. Ich bin einer der wenigen, die nach Jahren wieder zurückgekommen sind. Viele sind gegangen und kommen nie mehr zurück. Ich frage mich, was für Schicksale hinter den tausenden von Leuten stecken, die diese Stadt verlassen haben. Niemand verlässt freiwillig seine Heimat, seine Familie und Freunde. Was ist aus den Leuten geworden? Geht es den Leuten jetzt besser? Wie würde Schwedt heute aussehen, wenn die Wiedervereinigung nicht gekommen wäre? Fragen, die mir keiner beantworten kann.

Ich möchte an dieser Stelle die Zukunft von Schwedt aber nicht allzu düster ausmalen. Vielmehr konzentriere ich mich auf die schönen Aspekte von Schwedt, von denen es zweifellos einige gibt. Ich freue mich schon auf den Sommer, wenn Schwedt wieder zum Leben erweckt und man die Natur genießen kann. Ich freue mich, die Gegend mit dem Fahrrad neu zu entdecken. Und ich freue mich auf viele neue Bekanntschaften und Gesichter. Erste Kontakte sind geknüpft, aber diese gilt es nun auszubauen.

Byline vs. Reeder – Welches ist die bessere iPhone App für RSS-Feeds?

Da ich ja nun seit einigen Wochen stolzer Besitzer eines iPhones bin, möchte ich mal von meinen Erfahrungen mit den beiden iPhone Apps Byline und Reeder berichten. Ich hatte zuerst Reeder runtergeladen, da es im Apple Store gute Bewertungen hatte und angeblich auch das Offline-Lesen von RSS-Feeds erlauben soll. Dem war aber leider nicht so. Die App ist zwar einfach zu bedienen und superschnell beim Synchronisieren, aber leider werden bei den RSS-Feeds immer nur die Anreißer auf dem iPhone gespeichert. Wer also denkt, man kann zu Hause schön die Feeds synchronisieren und dann auf dem Weg zur Arbeit die vollständigen Artikel lesen, hat sich getäuscht. Es werden wirklich nur die in den RSS-Feeds veröffentlichten Anreißer gespeichert.

Darum habe ich weiter im App Store gesucht und noch den RSS-Reader Byline entdeckt. Dieser synchronisiert zwar nicht ganz so schnell, kann aber auf Wunsch auch die komplette Internetseite eines Feeds zwischenspeichern. Also genau das, was ich brauchte! Damit kann man morgens sein iPhone synchronisieren und dann unterwegs ohne Internetverbindungen den kompletten Artikel des Feeds lesen. Es wird dann einfach die komplette Internetseite angezeigt. Einziger Nachteil hier, das synchronisieren dauert gefühlt eine halbe Ewigkeit.

Trotzdem, der Sieg geht ganz klar an Byline!

Verarsche in Duisburg

Dass Duisburg keine Veranstaltungen ausrichten kann, wissen wir ja spätestens seitdem bei der Love Parade im letzten Jahr über 20 Leute unschuldig ums Leben gekommen sind. Nun haben die Duisburger mal beim Fußball was blicken lassen, obwohl sie ja eigentlich Erfahrungen damit haben sollten. Um es mal auf den Punkt zu bringen: Beim DFB-Pokal Halbfinale in Duisburg wurden die Cottbuser behandelt wie der letzte Dreck.

Angefangen hat alles am Duisburger Hauptbahnhof. Der Fanzug aus Cottbus rollt pünktlich ein und die Fans freuen sich schon bald im Stadion zu sein. Schön war’s! Man lässt die Fans über eine Stunde lang sinnlos am Bahnsteig rumstehen, ohne ihnen die Möglichkeit zu geben, weiter zum Stadion zu kommen. Das führte dazu, dass eine breite Masse der Fans erst weit nach dem Anpfiff das Stadion erreichte.

Was die Fans bis dahin nicht wussten, auch der Teambus von Energie Cottbus wurde von Duisburger Idioten blockiert, so dass die Mannschaft ebenfalls später am Stadion eintraf. Der Pressesprecher von Energie Cottbus bringt es auf den Punkt: „Wir haben uns gefühlt wie im Viehtransport“. Ich möchte mir nicht ausmalen, wie groß der Aufschrei gewesen wäre, wenn so etwas in Cottbus passiert wäre.

Auch nach Anpfiff ging die Verasche weiter. Der Schiri hatte seine Duisburger Brille auf, als er Cottbus einen glasklaren Elfer in der 11.Minute verwehrte. Auch die Entscheidung, ob der Ball in der 89.Minute vor oder hinter der Linie war, ist zumindest fragwürdig. Es passt einfach alles zusammen, ein unfähiger Gastgeber, überforderte Ordner, ein beschissener Schiri und ein unterdurchschnittliches Spiel der eigenen Mannschaft.

Interssant fand ich im Übrigen auch, wie die Reporter den hohen Ausländeranteil in der Duisburger Mannschaft kommentierten. Ich kann mich an Zeiten erinnern, da hat Cottbus mit weitaus weniger Ausländern gespielt und es wurde vor jedem Spiel durchgekaut, dass die Mannschaft eigenlich nur aus Ausländern besteht. Gestern hat Duisburg das Spiel mit 10 Ausländern begonnen und es wurde überhaupt nicht kommentiert. Cottbus startete das Pokalspiel übrigens mit 9 deutschen Spielern, aber anscheinend ist das auf einmal nicht mehr wichtig.

Danke für nichts ihr Duisburger Idioten!

Cottbusverkehr auf Kollisionskurs

Mal wieder möchte ich in meinem Blog über den Cottbusverkehr abkotzen. Ich bin gerade aus den Zug aus Berlin am Cottbuser Hauptbahnhof ausgestiegen. Im Bahnhofsgebäude hängt ja ein kleiner Hinweismonitor mit den Abfahrtszeiten der Bus und Bahn. Auf dem Monitor steht, dass um 17.03 Uhr die Linie 16 fährt.

„Schön“, dachte ich mir. Einfach raus aus dem Bahnhofsgebäude und rein in den Bus. Doch ich habe die Rechnung nicht mit dem Cottbusverkehr gemacht. Der hat nämlich seine eigenen Abfahrtszeiten und fährt auf einmal früher. Laut Anzeige an der Haltestelle fährt der Bus auf einmal um 17.00 Uhr. Wie kann sowas sein?

3 Minuten, die viel ausmachen

Der Busfahrer hat natürlich keine Gnade mit den ganzen Leuten, die am Bahnhof ausgestiegen sind und gibt ca. 10 Sekunden, bevor unsere Gruppe den Bus erreicht, Vollgas. Das kann es echt nicht sein! Mit solch einem „Angebot“ vergrault man auch die letzten ÖPNV-Nutzer. Nur gut, dass ich jetzt wieder Fahrrad fahren kann. Das Vertrauen in den Cottbusverkehr habe ich jedenfalls verloren.

PS: Wer vom Cottbusverkehr hat sich eigentlich den Fahrplanwechsel ausgedacht? Vor nem halben Jahr wurde der ganze Fahrplan mit viel Tamtam umgestellt und nicht mal 6 Monate später wurde alles verworfen und ein neuer Fahrplan gemacht.