Proszę więcej wódki

Ein aufregendes Wochenende in Krakau liegt hinter mir. Bedingt durch den Konsum diverser Genussmittel sind die Erinnerungen zwar etwas verschwommen, aber eins ist mal wieder klar geworden: Die (ehemaligen) Erasmus-Studenten können einfach am besten feiern!

Aber nun erstmal von Anfang an. Mein ehemaliger Mitbewohner in Schweden, Santiago, war dieses mal an der Reihe die halbjährliche Erasmus-Reunion zu organisieren. Er entschied sich für Krakau und organisierte uns Appartements in der Józefa Dietla 75 (direkt im jüdischen Viertel und unweit des Zentrums). Dort haben sich am Freitag Nachmittag letztendlich 16 Leute zusammen gefunden, um die Stadt unsicher zu machen. Der größte Teil der Leute kam aus Deutschland und Spanien, aber wir hatten auch Österreicher, Schweizer und einen Schweden dabei.

Zwischenstopp in Warschau

Den ersten Abend haben wir mit ein paar Glas Lech in der Krakow Buddha Bar begonnen und uns dann weiter über das Restaurant Tutto Bene und dem Hard Rock Cafe zum Klub Muzyczny Lizard King in die Innenstadt vorgekämpft. Der Abend endete dann in mehr oder weniger typischen Erasmus-Verhaltensmustern, ohne jetzt genauere Angaben zu machen.

Nach etwas Sightseeing am Samstag (Hauptmarkt, Wawel, Kazimierz, zahlreiche Kirchen und Plätze) begann dann das intellektuelle Highlight des Trips: Das legendäre Russian Dinner. Zugegebenermaßen war es meine erste Teilnahme an dem Dinner und demnach wusste ich noch nicht so richtig, was mich erwarten würde. Aber bei jüdischen Essen gepaart mit koscherem Vodka und einer Horde ehemaliger Erasmus-Studenten – was kann dabei schon schief gehen?

Nun ja..Murphy’s Law hat wohl wieder zugeschlagen und scheinbar unmögliche Dinge sind eingetreten. Unsere Kellnerin Karolina war gerade weg die nächsten Vodka-Flaschen beschaffen, als ein massiver Holzschrank aus Omas Zeiten mit einem lauten Rumms auf den Boden schmetterte. Zugegebenermaßen waren wir nicht ganz unschuldig daran. Eine Mischung aus Schock, Lachen, Intelligenz und reflexartiger Schadensbegrenzung half uns, dass wir den drohenden Rausschmiss abwenden konnten. Stattdessen kam Karolina und brachte uns wie gewohnt eine neue Ladung Vodka. Am Ende brachten wir es auf eine Rechnung von über 700 €. Wieviel Vodka das macht, überlasse ich jetzt mal euren mathematischen Fähigkeiten. Danach haben wir uns auf Pirsch gemacht und studentische Pubs wie den Klub Pod Jaszczurami gestürmt.

Feiern mit den alten FreundenWawel

Am Sonntag war dann schon wieder Abschied und die Leute verließen scheibchenweise Krakau. Nach einer Bootstour auf dem Wawel und einer Portion Bigos im Restauracja Sioux war dann auch für mich der Urlaub beendet. Per Nachtzug bin ich um 22 Uhr wieder zurück nach Stettin gefahren, wo ich mit einer satten Stunde Verspätung eingetroffen bin.

Es war mal wieder ein geiles Wochenende mit den Leuten aus Växjö. Sehr kurz, aber dafür extrem intensiv. Es gibt eigentlich nur noch eins zu sagen: God bless Erasmus!