Schmach für süddeutsche Unis

„Der Vorwurf, meine Doktorarbeit sei ein Plagiat, ist abstrus.“

Als Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) diese Worte vor 3 Monaten in die Kameras sprach, dachte ich noch, er wurde Opfer einer Hetzkampagne gegen einen jungen, aufstrebenden Politiker. Nun ist ja scheibchenweise die Wahrheit ans Licht gekommen und ich finde es moralisch schon sehr bedenklich, wenn sich ein Politiker einen Doktortitel erschleicht und dann auch nicht mal die Eier hat, sein Fehlverhalten auf Anhieb zuzugeben. Peinlich ist die Sache auch für die Uni Bayreuth, die ja seine Arbeit mit mit der Bestnote summa cum laude bewertete.

Ein wenig später entzog die Universität Heidelberg der FDP-Politikerin Silvana Koch-Mehrin ebenfalls ihren Doktortitel. Und ich bin mir sicher, dass noch weitere Plagiate von Personen der aktuellen Zeitgeschichte aufgedeckt werden. Traurig ist die ganze Sache nur für die Studenten, die sich in mehrjähriger Forschungsarbeit einen Doktortitel hart erarbeiten. Die haben wirklich etwas geleistet! In der Öffentlichkeit wird ja momentan über die Wertigkeit von wissenschaftlichen Abschlüssen gespottet. Und auch für mich gehören solche Blender an den moralischen Pranger. Aber Moral und Ehrlichkeit sind einfach keine Tugenden, mit denen sich Politiker schmücken können.

Update: Nun wurden ja auch der niedersächsische Kultusminister Bernd Althusmann, der FDP-Europaabgeordnete Jorgo Chatzimarkakis und Stoibers Tochter „entzaubert“. Wer kommt noch alles?

Unterschiede zwischen Großunternehmen und Einzelunternehmen

Seit einiger Zeit bin ich beruflich in einem großen Unternehmen der Mineralölbranche tätig. Da ich vorher als selbständiger Web-Entwickler aktiv war, kann ich einen ganz guten Vergleich zwischen den beiden Arbeitsformen ziehen.

Großunternehmen Einzelunternehmen
Wenn Mitarbeiter auf einer bestimmten Software eingearbeitet werden müssen, wird eine (kostenintensive) Schulung bestellt. Wenn man sich in ein unbekanntes Thema einarbeitet, kauft man sich ein Buch, liest Online-Tutorials oder holt sich Rat bei ehemaligen Studienkollegen.
Bei Problemen und offenen Fragen wendet man sich an einen Consultant, der die Fragen und Probleme gegen ein üppiges Honorar klärt. Wenn man nicht mehr weiter kommt, stellt man Fragen in Foren und Communities.
Im Idealfall kann man nach der Arbeit abschalten und sein Privatleben genießen. Man hat Projekte im Hinterkopf und muss sich zwingen, berufliches und privates Leben strikt zu trennen.
Im Krankheitsfall wird man Krank geschrieben und kuriert die Krankheit zu Hause aus. Über den Lohn braucht man sich zunächst keine Sorgen zu machen. Im Krankheitsfall versucht man weiterhin, seine offenen Aufgaben zu lösen, denn im Endeffekt bedeutet jeder Ausfalltag auch einen Einnahmeverlust.

Welche Form des Arbeitens nun die bessere ist, mag ich hier nicht beurteilen. Beide Unternehmensformen haben ihre Vor- und Nachteile, die einfach jeder für sich selbst gewichten muss.