Auswärtsspiel und trotzdem Lauter

Als Energie-Fan muss man ja zur Zeit ausreichend Nerven haben. Die Mannschaft spielt seit Wochen nur unentschieden und lässt sich in den letzten Minuten die Punkte klauen. So müssen wir diese Saison tatsächlich noch um den Klassenerhalt zittern.

Um den Sack endlich mal zuzumachen, hat der Verein die Mannschaft für heutige Auswärtsspiel gegen Ingolstadt kurzerhand Gästetickets (inkl. Anreise mit dem Bus) rausgehauen. Und wie es sich für richtige Energie-Fans gehört, haben Janin und ich unser Team gegen Ingolstadt lautstark unterstützt.

Cottbus in Ingolstadt

Die Busfahrt begann am Sonntag morgen um 4 Uhr am Sandower Dreieck. Jeder einzelne Mitfahrer wurde namentlich verlesen, so dass es über eine Stunde gedauert hat, um die 1500 Busfahrer abzufertigen. Wir hatten Glück und wurden gleich für den ersten Bus aufgerufen. Und um mal wieder alle Klischees über die Cottbuser zu bestätigen – wir sind mit einem polnischen Bus nach Oberbayern gefahren. Die komischen Gesichter der Ingolstädter bei der Ankunft gab es dann gratis.

Der Audi-Sportpark ist ein schmuckes kleines Stadion am Stadtrand von Ingolstadt. Die Stimmung der Heim-Mannschaft war zwar ziemlich schwach, aber das haben ich von dem Retorten-Club auch nicht anders erwartet. Dafür haben wir in unserem vollen Gästeblock aber richtig gut Krach gemacht. Auch die Mannschaft hat ein ansehnliches Spiel gezeigt, nur das Tor wurde wieder nicht getroffen. So konnte Ingolstadt mit einer einzigen gut ausgespielten Torchance das Spiel für sich entscheiden und wir standen mal wieder mit leeren Händen da. Wäre die Lage nicht so prekär könnte man fast noch drüber lachen. Anfang der Saison standen wir noch auf einem Aufstiegsplatz!

Nun ja, die Rückfahrt war entsprechend gefrustet und wir waren froh wieder um 23 Uhr zu Hause zu sein. Nächste Woche gegen Union muss mindestens ein Unentschieden her, sonst wird es echt eng.

Berliner vs. Schwedter Mode

Nachdem ich neulich eine Freundin in Berlin am Flughafen abgeholt hatte, sind wir noch ein wenig in der Stadt unterwegs gewesen. Im Vergleich zu Schwedt sieht man in Berlin schon etwas besser gekleidete Gestalten rumrennen. An die Türken mit den Socken über die Jogginghose habe ich mich aber bis heute nicht gewöhnt, obwohl das damals zu meiner Studienzeit in Schweden auch sehr angesagt war.

Beim Shoppen haben wir dann etwas gesehen, was uns ein wenig erstaunt hat: Eine stilvoll gekleidete Frau wurde direkt vor uns relativ professionell fotografiert. Ein Fotoshooting mitten auf der Straße?! Etwa Germany’s Next Top Model? Auf Nachfrage stellte sich heraus, dass die Fotos für die Internetseite dit-is-fashion.de gemacht wurden, auf der besonders modische Zeitgenossen schon mal auf der Straße fotografiert und veröffentlicht werden.

Ich als Informatiker und Mode-Ikone musste natürlich zu Hause mal stöbern und ich muss schon sagen, dass die Seite nicht schlecht ist, wenn man sich einige Inspiration holen will. Auf der Seite wird man im feinster Berliner Schnauze begrüßt und kann sich über die Trends der Hauptstadt informieren. Der Stil der Seite erinnert mich ein wenig an das 032c Magazin, das allerdings mehr nackte Haut zeigt. Neben Mode gibt es allerdings noch mehr zu entdecken: ich habe einen Artikel zu einem (besonders stylischem) Backwarengeschäft namens Cakeville gelesen. Vielleicht ist Berlin ja doch trendiger, als ich immer dachte?