Zwangsfusion beschlossen

Da ja nun im Brandenburgischen Landtag der Untergang meiner Uni beschlossen wurde, möchte ich allen beteiligten Abgeordneten hier einen Ehrenplatz in meinem Blog geben. Was ihr gemacht habt, hat nichts mit Demokratie zu tun. Ich glaube, die meisten von euch kennen gar nicht den Unterschied zwischen einer (Fach)Hochschule und einer Universität. Ich möchte auch behaupten, dass die meisten von euch nicht mal das Gutachten der Emmermann-Kommission gelesen haben, auf das sich immer so gerne bezogen wird.

Bei der 69. Sitzung des Landtages Brandenburg haben 51 Politiker für die Gleichschaltung der Hochschullandschaft in der Lausitz gestimmt:

  • Sabine Kunst (parteilos)
  • sowie ein Großteil der Abgeordnete der Linken und SPD-Fraktion

Ihr habt die Proteste der 7000 Studenten und Mitarbeiter der BTU ignoriert und setze die erfolgreiche Entwicklung der BTU leichtfertig aufs Spiel. Ihr habt ein Volksbegehren mit 42.000 Unterschriften ignoriert. Ich habt die kreativen Ideen der Studenten mit Füßen getreten. Und warum macht ihr das? Weil ihr unter Pateienzwang blind der schwachwinnigen Idee einer Ministerin folgt, ohne euch einfach mal selbst die Konsequenzen dieser Entwscheindung durchdenkt. Gibt es denn keine dringenderen Probleme in diesem Land zu lösen? Ich bleibe dabei: Diese Fusion ist planlos, politisch motiviert und hat keinerlei Rückendeckung bei den Betroffenen. Die Regierung in Potsdam hat überhaupt nichts aus vergangenen Projekten gelernt.

Gegen den Gesetztesentwurf gab es 25 Stimmen:

  • Kerstin Kircheis (SPD)
  • Jürgen Maresch (Linke)
  • Linda Teuteberg (FDP)
  • Marion Vogdt (FDP)
  • Matthias Loehr (Linke)
  • Gerd-Rüdiger Hoffmann (parteilos)
  • sowie die Abgeordneteten von CDU und Grünen

Dieter Groß (Linke) enthielt sich.

Ich bin mir sicher, die Lausitzer werden dieses Ergebnis nicht so einfach auf sich sitzen lassen. Man hört schon etwas von Verfassungsklage und einem Volksbegehren. Ich persönliche werde diese Aktionen mit tiefsten Herzen unterstützen. Noch kann größerer Schaden abgewendet werden!

London Baby!

Eigentlich hatte ich meine Urlaubsplanung für dieses Jahr schon abgeschlossen, bis mich Kati Anfang Dezember fragte, ob ich denn nicht Lust auf einen Kurztrip nach London hätte. Bei so was sag ich natürlich nicht nein, also sind wir kurzerhand über Silvester auf die Insel geflogen.

Dort wurden wir trotz relativ guter Wetteraussichten bei Regen und Wind empfangen. Die Fahrt vom Flughafen Luton in die Stadt verlief schnell und unkompliziert – bei £20 für den Bus durfte man das aber auch erwarten. Unser Hotel (London Guards Hotel) war gut gelegen, denn zum Hyde Park und zur U-Bahn (Central Line) waren es nur wenige Meter.

Den ersten Tag haben wir schon relativ viel unternommen, unter anderem waren wir in der Tower Bridge, am House of Parliament mit dem Big Ben (neuerdings Elizabeth Tower genannt) und wir waren sogar noch in der Oxford Street einkaufen. Dort kann man übrigens im Wasabi guten Thunfisch-Sushi essen. Den Abend haben wir im The Swan (Pub in der Nähe unseres Hotels) bei landestypischen Getränken ausklingen lassen, ehe wir in unserem überheizten Zimmer eingeschlafen sind.

Ausstellung in der Tower Bidge

Der nächsten Morgen sind wir früh pünktlich aufgestanden, um die Wachablösung am Buckingham Palace nicht zu verpassen. Augenscheinlich hatten tausende andere Touristen die gleiche Idee, so dass wir die herannahenden Wachsoldaten nur über ihre Musik erahnen konnten. Ganz besonders Mutige haben auch den königlichen Zaun bestiegen, aber ob wir dabei waren, lasse ich jetzt mal offen.

Buckingham Palace

Anschließend sind wir weiter zu gut gesicherten Downing Street, dem Trafalger Square, dem Picadilly Circus und der Regent Street. Der erfahrende London-Besucher wird wissen, dass man gerade bei letzterem gut einkaufen kann. Und das haben wir auch gemacht. Der Abend im Pub hatte ein recht schnelles Ende, da ich ohne Fremdeinwirkung ziemlich heftiges Nasenbluten bekommen hatte. Die mitleidenden Blicke der Engländer hatte ich dann gratis.

Am Picadilly Circus

Am nächsten Tag war eigentlich unser Kirchentag geplant, aber wir haben es nur in die St.Pauls Cathedral geschafft. Diese haben wir auch bestiegen, so dass wir bei gefühlter Orkanstärke einen tollen Blick auf London hatten. Danach wollten wir eigentlich zur Westminster Abbey, aber diese hatte schon zu. Deswegen haben wir uns zu einem Abstecher ins Harrod’s entschieden. Das Erdgeschoss war dermaßen überlaufen, da hat es echt keinen Spaß gemacht, sich überhaupt irgendwas anzuschauen. Dafür fand ich die Möbel-Abteilung sehr interessant, hier könnte ich mir für zukünftige Wohnungen durchaus mal Inspirationen holen.

Anschließend sind wir zu einem der Highlights dieser Reise: Dem Silvesterfeuerwerk an der Themse. Wir hatten uns schon 3 Stunden vor Mitternacht an den South Banks eingefunden, um einen tollen Ausblick auf das London Eye und Big Ben zu haben. Und was uns dort erwartete war einfach nur der Hammer. Ein richtig geiles Feuerwerk mit perfekt abgestimmter Musik und vielen partyhungrigen Menschen. Nur die Aftershow-Party hätte noch etwas länger sein können, denn die 100.000 Leute konnten nicht mal so eben die paar Pubs in der Umgebung stürmen. So waren wir mehr oder weniger gezwungen, entlang der Polizeisperren den Menschenmassen zu folgen. Erst am Trafalger Square konnten wir uns wieder einigermaßen frei bewegen.

Feuerwerk in den South Banks

Die Clubbing-Szene ist dort eher auf schick getrimmt, was aber nicht so meine Vorstellung von guter Party war. Leider gab es auch keine Rock-Pubs in der Nähe, so dass wir gegen 3 Uhr den Weg zurück ins Hotel nahmen.

Am nächsten Morgen traten wir dann unsere Heimreise über Heathrow an. Alles verlief unkompliziert, so dass ich am Abend wieder in Schwedt war. Ein kurzer aber intensiver Trip war zu Ende.

Erkenntnisse: The Sting ist ein sehr guter Klamottenladen für Männer. Laut meiner Begleitung aber enttäuschend für Frauen.

Die Tower Bridge hat eine recht interessante Ausstellung zu Brückenarten und deren statischen Eigenschaften.

Die Beinfreiheit auf Lufthansa-Flügen ist echt gut.