Geldanlage für Absolventen

Viele Studenten verlassen die Unis mit einem kleinen Schuldenberg und sind erstmal bemüht diesen Schuldenberg abzubauen. Nachdem man ein paar Jahre gearbeitet hat ist dieser Schuldenberg hoffentlich abgearbeitet und man sollte sich ernsthaft damit beschäftigen, ob man Geld für die spätere Rente anlegt. Klar, man zahlt ja jeden Monat automatisch in die Rentenkasse ein, aber ob die eigenen Rentenpunkte später überhaupt ausreichen?

In Zeichen der Euro-Krise und dem allgemeinen Misstrauen gegenüber Banken muss man schon ein sehr gutgläubiger Mensch sein, um an ein positives Ende zu glauben. Auch ich habe mich mit diesen Themen auseinander gesetzt und möchte ein paar allgemeine Ratschläge loswerden:

  1. Investiere nur in Anlageprodukte, die du auch verstehst.
    Leider neigen Banken und Versicherungen dazu, dem Kunden Finanzprodukte (private Rentenvorsorge) zu verkaufen, die schwer nachzuvollziehen sind. Wenn etwas schief geht ist der Dumme am Ende der Kunde.
  2. Höhere Renditen bedeutet immer höheres Risiko.
    Es lohnt sich nicht in Finanzprodukte zu investieren, die utopisch hohe Renditen offerieren (siehe Prokon-Insolvenz).
  3. Verträge schaffen Abhängigkeiten.
    Wenn man eine private Altersvorsorge abschließt, kommt man nur mit Abschlägen wieder aus diesem Vertrag heraus. Die höchste Flexibilität hat man immer noch, wenn man das Geld auf seinem eigenen Konto hortet.
  4. Nach der Krise ist vor der Krise.
    Das Gedächtnis der Menschen ist manchmal sehr kurzlebig. Gerade wenn die Aktien steigen und die Gewinne fließen vergessen Menschen schnell, dass dies nur eine Momentaufnahme ist. Finanzkrisen wird es in Zukunft auch immer wieder geben.
  5. Wer nicht mit Geld umgehen kann, dem bringen auch die besten Spareinlagen nichts.
    Man muss bei einer Geldanlage schon Disziplin aufbringen, um tatsächlich etwas für die Rente beiseite zu legen.

Wer mit diesen Weisheiten nichts anfagen kann, der kann es ja auch mit Lotto probieren. 😉