Patagonien entdecken – El Calafate

16 Nov
2014

Unsere Unterkunft in El Calafate ist die Posada Larsen, früher unter dem Namen Posada Newenkelen bekannt. Gleich nach der Ankunft haben wir bei der Agentur Hielo y Aventura einen Ausflug zum Perito-Moreno-Gletscher gebucht. Dieser befindet sich ca. 70 km von hier am Südende des Nationalparks Los Glaciares. Er mündet in einen Seitenarm des Lago Argentino, welcher der größte See Argentiniens ist. Mehrmals am Tag brechen tonnenschwere Eisbrocken von dem Gletscher in den See und erzeugen dabei einen riesigen Lärm.

Dieses Spektakel haben wir uns dann am folgenden Tag aus nächster Nähe angeschaut. Der Anblick der 50 Meter hohen Gletscherwand und das Abbrechen der Eisbrocken waren wirklich beeindruckend. Dank hervorragend ausgebauter Terrassen muss man dafür nicht mal besondere Anstrengungen unternehmen. Man setzt sich einfach hin und wartet eine halbe Stunde und an irgendeiner Stelle wird schon etwas abbrechen.

Perito-Moreno-Gletscher

Noch schöner war es allerdings, den Gletscher zu besteigen und in der Mondlandschaft abzutauchen. Dank spezieller Eiskrallen und geschulten Tour-Guides kann man relativ sicher auf dem spitzen Eis marschieren. Wir hatten ein sehr lässigen Führer erwischt, der in dieser Landschaft mit seiner Gitarre Musik macht. Auf seiner Website www.icepatagonia.com bekommt man davon übrigens einen kleinen Vorgeschmack.

Gletscherwanderung

An der felsigen Landschaft neben dem Gletscher kann man Andenkondore herumfliegen sehen. Die Tiere haben Spannweiten von über 3 Metern und sind auch noch aus größerer Entfernung sehr gut erkennbar.

Für den zweiten Tag in El Calafate hatten wir uns eigentlich eine Mountainbike-Tour vorgenommen, aber irgendwie war uns nach dem Aufstehen nicht so nach Abenteuer. Stattdessen haben wir einen ruhigen Tag in der Stadt verbracht und uns das örtliche Vogelreservat (Laguna Nimez Reserva Natural) angeschaut. Der behutsame Anblick von Flamingos und Magellangänsen war genau der richtige Ausgleich für unsere ausgemergelten Körper. Am Abend haben wir dank rechtzeitiger Reservierung endlich einen Tisch in dem Restaurant Don Pichot benommen. Nach dem überaus leckeren Abendessen sind wir nur noch in die Betten gefallen. Morgen geht es per Flugzeug in den absoluten Nordosten Argentiniens nach Iguazú. Dort erwartet uns ein subtropischer Regenwald bei hochsommerlichen Temperaturen.

Erkenntnisse: Man spürt den italienischen Einfluss in der argentinischen Sprache.

In Restaurants sollte man immer reservieren, da man sonst keinen Tisch mehr bekommt.

El Calafate ist voll von freilaufenden Hunden. Ein falscher Blick genügt und man führt unfreiwillig eine Heerschar von Hunden durch die Stadt.

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