Ostsee mal richtig

Nachdem wir es im letzten Monat nicht ganz bis an die Ostsee geschafft hatten, sind wir diesmal die volle Strecke bis Rügen gefahren und haben uns für ein paar Tage im Precise Hotel Resort in Neddesitz (bei Sagard) eingemietet. Dort gibt es Spiel, Spaß und Essen unter einen Dach und man muss sich quasi um nichts kümmern. Genau das richtige also für unsere gestressten Körper.

Die Anreise war erstaunlich schnell. Dank der A20 und der mittlerweile gut ausgebauten B96 rollt man fast nur auf Schnellstraßen zum Zielort und schafft es in etwas mehr als zwei Stunden aus der Uckermark bis zum Hotel. So konnten wir den ersten Nachmittag schon am Strand von Glowe verbringen und die ersten Sonnenstrahlen einfangen.

Noch am selben Abend haben wir die Familie in Binz besucht und am Strand den Sonnenuntergang verfolgt. Am Folgetag wollten wir eigentlich genau dort weitermachen, aber leider waren die Wetteraussichten alles andere als sommerlich. Aus der Erfahrung der letzten Urlaube hatten wir jedoch vorgesorgt und bewusst eine Unterkunft inklusive Spaß- und Sportbereich gebucht, so dass wir den Tag kurzfristig in den Spielbereich vom Splash verlagert haben.

Auch am Dienstag sollte sich das Wetter nicht wirklich verbessern, also haben wir Fahrräder ausgeliehen und sind den Rügen-Rundweg von Neddesitz nach Lohme gefahren. Der Radweg ist in diesem Abschnitt sehr gut ausgebaut und so wurde es trotz des Fahrrad-Anhängers noch ein erholsamer Ausflug. Die Mittagspause im Restaurant Daheim haben wir sehr genossen, ehe wir uns auf den Rückweg gemacht haben.

Pünktlich mit dem Einsetzen des Regens waren wir wieder in Neddesitz und haben uns noch das örtliche Kreidemuseum angeschaut. Dort wurde noch bis in die 1960er Jahre Kreide wie in einem Steinbruch abgebaut und weiterverarbeitet. Das Abbaugebiet („Kleiner Königsstuhl“) kann man auch belaufen.

Am Folgetag ist das Wetter endgültig umgeschlagen und leider auch die Aussichten für die nächsten Tage. Wir haben den Tag erneut im Splash verbracht, ohne wirklich Lust auf weitere Regentage auf Rügen zu verspüren. So sind wir schon am Mittwoch abgereist und nicht in die geplante Verlängerung gegangen. Trotzdem war es wieder schön, mal ein paar Tage abzuschalten.

Erkenntnisse: Auf Rügen gibt es eine ausgeprägte Endmoränenlandschaft, die eine Fahrradtour schon ordentlich erschweren kann.

Wochenende am Wasser

Um den Hitzerekorden in der Hauptstadt etwas zu entkommen, haben wir uns kurzfristig für einen Abstecher nach Mecklenburg-Vorpommern entschieden. Da es uns bis zur Ostsee zu weit war, haben wir uns einen netten Ort am Stettiner Haff ausgesucht. Genauer gesagt sind wir zum Seebad Ueckermünde in den Landkreis Vorpommern-Greifswald gefahren. Unsere Unterkunft (Pension am Stettiner Haff) war ganz in der Nähe im Ort Bellin.

Da in Ueckermünde auch gerade die Haff Sail stattfand, war in der Stadt und insbesondere am Hafen auch einiges los. Bedingt durch das verlängerte Wochenende waren auch viele polnische Landsleute vor Ort, so dass die Euroregion Pomerania für uns auch positiv spürbar war.

Nachdem wir den Samstag nahezu komplett am Strand verbracht hatten, sind wir am Sonntag zum Tierpark Uckermünde gefahren. Dort sind auch Oma und Opa zu uns gestoßen, welche von der Kleinen auch freudig in Empfang genommen wurden. Nachdem wir genug Nasenbären, Erdmännchen, Ziegen und Löwen gesehen haben, sind wir zum Mittag noch mal an den Strand gefahren. Die versuche, in dem neuen Strandzelt einen ordentlichen Mittagsschlaf hinzubekommen, sind aber leider fehlgeschlagen. Dazu hat das Wasser einfach zu sehr angezogen.

Strand von Ueckermünde

Nachdem die Erschöpfungsgrenze erreicht war sind wir dann ins Auto gestiegen und haben die zweistündige Heimreise angetreten. Ein aufregender Familienausflug war damit beendet.

Erkenntnisse: Der Strand in Ueckermünde und die dortigen Einrichtungen (Parkplatz, Spielplätze, Restaurants, Strandkörbe, Beachvolleyball) sind wirklich gut. Nur die Wasserqualität könnte etwas besserer sein.