Ausflug nach Küstrin

Wir haben den wohl letzten richtigen Sommertag in diesem Jahr genutzt, um einen Tagesausflug ins polnische Kostrzyn nad Odrą zu machen. Für die festivalerprobte Generation ist diese Stadt vor allem durch das jährliche Musikfestival Haltestelle Woodstock Pol’and’Rock Festival bekannt. Für uns war eher das Treffen mit den Schwiegereltern der Anlass, um mal aus der Hauptstadt rauszufahren.

Die Reise mit dem Auto dort hin ist denkbar einfach. Man fährt in Friedrichshain auf die B1 und dann praktisch immer geradeaus entlang der alten Reichsstraße 1 bis man in Polen ist.

Beim überqueren der Oder bekommt man sofort einen ersten Eindruck von der besonderen Lage der Stadt: Hier trifft eine alte Handelsstraße auf den Zusammenfluss von Oder und Neiße. Nicht zuletzt auch deshalb wurde die Stadt in seiner Geschichte zu einer Festung umgebaut, die man heute noch besichtigen kann.

Das beeindruckende und traurige daran ist aber, dass seit dem zweiten Weltkrieg kein einziges Gebäude mehr innerhalb dieser Festungsmauer steht. Man kann durch die erhaltenen Kopfsteinpflaster-Straßen laufen, alte Gullydeckel und Straßenbahnschienen erkennen. Auch die Namensschilder der Straßen wurden wieder aufgestellt. Nur die Gebäude sind bis zu den Grundmauern zerstört und abgetragen. Der Marktplatz ist eine große Rasenfläche, auf dem prächtige Linden wachsen.

Diese zerstörte Altstadt ist ein kulturelles Erbe, welches man genau in dieser Form für die nachfolgenden Generationen erhalten sollte. Ein Besuch der restaurierten Kasematte (Museum) ist in jedem Fall auch zu empfehlen.

Erkenntnisse: Der Wasserturm in Kostrzyn hat sehr große Ähnlichkeit mit dem Wasserturm in Schwedt/Oder.

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