Umzug in mehreren Akten

Vorbereitung

Schon Wochen vor dem eigentlichen Umzugstermin haben wir den Keller und die Wohnung nach ungenutzten Sachen durchsucht. In den letzten 5 Jahren hat sich so einiges angesammelt, so dass wir viele Dinge noch verkauft oder verschenkt haben. Nichts desto trotz hat unser Hausstand eine sehr unhandliche Größe angenommen, so dass wir für den Umzug ein Unternehmen gebucht haben.

Freitag, 09.11.2018 – Umzugstermin

Mit knapp 30 Umzugskartons, reichlich Möbeln und einer zerlegten Küche wollten wir den Umzug pünktlich um 9 Uhr starten. Leider hatte aber einer der bestellten Helfer verschlafen, so dass die anderen beiden Kollegen erst mal die Arbeit verweigerten. So warteten wir knapp 30 Minuten bis der dritte Helfer bei uns ankam und legten mit Verspätung los. Für einen kleinen Nervenkitzel sorgte zudem die Parkplatz-Situation vor unserer alten und neuen Wohnung. Sowohl in Prenzlberg als auch in Biesdorf bekommt man einen 3,5t Lastwagen nicht einfach so eingeparkt. Dank geschickter Parkraumbewirtschaftung mit zwei Autos könnten wir das Problem allerdings lösen. 🙂

Nach knapp 2 Stunden war unsere alte Wohnung (fast) leer und der Laster gefüllt. Weitere 2 Stunden später war unsere neue Wohnung in Biesdorf voll und der Laster wieder leer. Nun mussten die Möbel noch vernünftig aufgebaut und die Anschlüsse in der Küche gemacht werden. Dank tatkräftiger Unterstützung von Opa haben wir noch am selben Abend die Grundversorgung hergestellt und konnten erstmalig in der Wohnung übernachten.

Besonders für unsere Kleine war es ein harter Umzug mit einigen Entbehrungen und einer komplett neuen Umgebung. Sie hat es aber super gemeistert und ihr neues Zimmer gut angenommen.

Samstag, 10.11.2018 – Schichtwechsel

Nachdem meine Eltern uns in den letzten 3 Tagen unterstützt hatten, haben wir am Samstag einen Schichtwechsel gemacht und meine Schwiegereltern haben uns unterstützt. So konnten wir immerhin alle viele Lampen anbringen, die Wände im Kinderzimmer fertig streichen und weitere Kartons leeren. Am Sonntag haben wir noch die alte Wohnung für die Übergabe vorbereitet und das Bett für die kleine aufgebaut. Mehr ging nicht, auch weil wir selbst mal ein paar Stunden für uns brauchten.

Mittwoch, 14.11.2018 – Offiziell umgemeldet

Am Mittwoch hatte ich meinen Termin beim Bürgeramt in Biesdorf. Die Ummeldung ging sehr unkompliziert und somit bin ich nun offiziell Marzahner! Das Bürgeramt ist nur einen Steinwurf von unserer neuen Wohnung entfernt, da hat sich der Umzug also gelohnt. Leider trifft das nicht auf den Weg zur Arbeit zu, der sich nun auf 45 Minuten verlängert hat.

Vorbereitung zur Wohnungsabnahme

Wir sind zwar schon gut angekommen in Biesdorf, aber eine Verantwortung sind wir bisher noch nicht losgeworden: Die alte Wohnung. Ein bisschen Wehmut ist schon dabei, wenn man die erste gemeinsame Wohnung aufgibt. Dort hat vieles angefangen und dort wurde unsere kleine Familie gegründet. Die Gegend und die Nachbarn sind einen ans Herz gewachsen, so dass der Abschied nicht so leicht fällt.

Gemeinsam mit Opa habe ich noch die letzten Reste aus der alten Wohnung entfernt und einmal alles sauber gemacht. Für manche Fenster war es die erste Reinigung seit dem Einzug vor 5 Jahren. Ob es dann für eine korrekte Abnahme reicht, müssen wir sehen. 

Freitag, 30.11.2018 – Wohnungsabnahme

Pünktlich zum Monatsende haben wir den Termin für die Wohnungsabnahme mit unserem chinesischen Vermieter vereinbart. Karo hat sich reichlich zu den geltenden Gesetzen und zugehörigen BGH-Urteilen belesen, so dass wir alles minimalistisch aber gesetzeskonform ausgebessert haben. Kurze Schreckmomente sind aufgetreten, als der Vermieter im Parkettboden einige tiefere Kratzer entdeckte. Diese hatten wir bisher nicht gesehen und stammten auch nicht von uns. Letztendlich war er aber sehr fair und hat die ganze Wohnung ohne Mängel abgenommen. Damit haben wir nun eine Aufgabe weniger und können uns der Vollendung der neuen Wohnung widmen.