Ein Wochenende voll Gaudi

Obwohl ich in meinem Leben schon viel herum gekommen bin, habe ich es bisher noch nie zum Oktoberfest nach München geschafft. Diesen weißen Fleck in meiner Vita habe ich nun endlich ausgemerzt und bin zusammen mit Karo in den Süden gefahren.

Die Rahmenbedingungen waren an diesem Wochenende einfach perfekt. Wir konnten bei Karos Freundinnen schlafen, es gab günstige Spar-Tickets bei der Bahn und das Wetter hat auch mitgespielt. So sind wir Freitagabend in den Zug nach München gestiegen und einige Stunden später mit einem Glas Rotwein bei unseren Gastgebern empfangen worden. Neben uns waren noch weitere ehemalige Kommilitonen aus Cottbus dabei, so dass wir insgesamt zu siebent die Wohnung belagert haben. Für uns ist sogar das Einzelzimmer herausgesprungen 🙂

Am Samstag sind wir dann gegen 15 Uhr beim Oktoberfest eingetroffen und es war richtig voll. Demnach hatten wir es auch erst gar nicht probiert, in die Zelte zu kommen, und haben zunächst mal die Fahrgeschäfte in Beschlag genommen. Diese waren mit 8 EUR zwar nicht wirklich günstig, aber dafür haben wir ordentlich Adrenalin für den Abend getankt. Wir mussten nämlich noch die schier unlösbare Aufgabe lösen, dass wir alle zusammen in ein Festzelt kommen. Wohlgemerkt am Samstagabend, wo jeder gern ins Zelt möchte.

Oktoberfest 2014 in München

Glücklicherweise war unsere Gruppe sehr Oktoberfest-Erfahren und hat mit geschulten Augen einen Hintereingang zum Paulaner-Biergarten gefunden. Dort war ein Mann mit einem Megafon hinter einer winzigen Absperrung etwas überfordert und konnte die Leute nur schwer zum Weitergehen bewegen. Wenn er mal kurz weg geschaut hat, ist Einer nach dem Anderen unter die Absperrung hindurch getaucht. Nach einer Stunde waren wir dann vollzählig auf der anderen Seite der Absperrung und konnten unseren Erfolg mit ein paar Maß begießen.

Richtig abenteuerreich wurde der Abend dann noch, als wir im Festzelt waren. Wir hatten einen halbleeren Tisch in Beschlag genommen, den sich wohl ein angetrunkener Typ reserviert hatte. Irgendwie hatte er aber nicht den richtigen Umgangston (zu viel Alkohol?), um uns das verständlich zu machen. So haben wir gefeiert und er war gefrustet. Als Rache hatte er sich noch eine kleine Bierdusche ausgedacht, womit er aber seine Diskussionsgrundlage weiter verschlechterte.

Am Ende war uns das dann aber auch egal, weil wir einen verdammt guten Abend hatten. Mit einem breiten Grinsen auf den Lippen sind wir nach Hause gegangen. Einen großen Dank an dieser Stelle noch mal an unsere Gastgeber Yuliya und Daniela! Wir kommen gerne wieder 🙂

Ein Abend beim Bundespräsidenten

Vor einigen Wochen bekam ich einen überraschenden Brief vom Bundespräsidialamt mit der Einladung zum Bürgerfest des Bundespräsidenten. Zeitgleich meldete sich die Staatskanzlei Brandenburg per E-Mail bei mir, dass man mich aufgrund des Engagements für den Stammtisch in Schwedt ehren möchte.

Ich war wirklich positiv überrascht und konnte die Sache erst gar nicht so richtig glauben. Aber als ich dann tatsächlich die Einladungskarte mit meinem Namen in der Hand hielt, war ich schon sehr begeistert. So viel Bürgernähe hätte ich unseren Ministerien gar nicht zugetraut. Und dazu noch in der Brandenburgischen Provinz. 😉

Als Begleitung habe ich natürlich Karo ausgewählt, so dass wir gemeinsam der Einladung des Bundespräsidenten folgten und zum Schloss Bellevue fuhren. Dort erwartet uns schon eine kleine Warteschlange, da alle Personen nach metallischen Gegenständen untersucht wurden. Karos massives Silbermedaillon sorgte für einen kurzen Aufseher bei der Security, aber wir konnten den Herren schließlich noch überzeugen, dass es sich hierbei wirklich nur um Schmuck handelt. Die ganze Veranstaltung spielte sich eigentlich hinter dem Schloss in dem riesigen Garten statt. Dort waren mehrere Bühnen und reichlich (Essens-)Stände von renommierten Firmen aufgebaut. Beim Flanieren durch den Gärten konnte man sich so über die verschiedenen sozialen Projekte der Firmen informieren und gleichzeitig ein paar Happen essen.

Vor dem Schloss Bellevue

Auf den Bühnen haben Moderatoren wie Barbara Schöneberger oder Eckard von Hirschhausen verschiedene Diskussionsrunden geleitet und auch musikalisch würde einiges geboten. Auch der Bundespräsident hat sich natürlich gezeigt und in einer lockeren Rede sein Verhältnis zum Ehrenamtlichen Engagement ausgedrückt. Am späteren Abend haben wir noch einen Schlossrundgang unternommen. Die Innenausstattung dort ist ziemlich nüchtern – Prunk und Luxus sucht man in dem Schloss vergeblich. Am schönsten fand ich noch das riesige Gemälde im Treppenhaus vom Berliner Kreuzberg.

Kurz vor dem großen Feuerwerk haben wir die Veranstaltung dann verlassen, weil wir von der Arbeitswoche ziemlich kaputt waren. Mit einer schönen Erinnerung und der Gewissheit, das Ehrenamt tatsächlich etwas bewegt, waren wir am frühen Abend wieder zu Hause.

Was für ein Fest!

Im sechsten Jahr seit dem bestehen des Energie Open Airs am Wolletzsee bei Angermünde habe ich es nun endlich mal zum Festival geschafft. Und ich wurde nicht enttäuscht! Es gab tolle Bands, ein super Publikum und bezahlbare Genussmittel. Die Anreise mit dem Auto war auch unproblematisch, denn direkt neben dem Festivalgelände wurde eine riesige Parkfläche bereitgestellt. Ich muss den Organisatoren ein echtes Kompliment aussprechen. So viel Party für so wenig Eintritt hinzubekommen, das ist schon eine Leistung.

Außerdem habe ich für mich eine neue Lieblingsband erkannt: Madsen. Was die Jungs auf der Bühne veranstaltet haben, war einfach nur der Wahnsinn. Ich hatte diese Band bisher immer nur beiläufig im Radio gehört, aber Live sind die noch so viel besser. Meine Freundin war auch begeistert, so dass dies bestimmt nicht unser letztes Konzert war.

Es geht also doch was in der Uckermark. In diesem Sinne, let’s rock!

Pelmini, Vodka und viel Abenteuer

Schon seit längerem wollte ich mal eine Tour nach Osteuropa machen und meine alten Russisch-Kenntnisse auf ihre Praxistauglichkeit prüfen. Nun bot sich die perfekte Gelegenheit, denn meine Freundin und ich wurden zu einer Hochzeit im äußersten Osten von Polen eingeladen. Also entschlossen wir uns, vorher einen Abstecher in die Ukraine zu machen und uns von Kiew über Lwiw (Lemberg) ins polnische Lublin vorzuarbeiten.

Wie es der Zufall so will, sind wir genau zum Unabhängigkeitstag in Kiew eingetroffen. Das große Feuerwerk auf dem Unabhängigkeitsplatz (Майдан Незалежності) haben wir zwar verpasst, aber dafür verbrachten wir den ersten Abend mit Verwandten von Karo in einem netten Restaurant nahe dem Olympiastadion (Олімпійський).

Der erste Eindruck von Kiew war eher gespalten. Das Stück Autobahn zwischen dem Flughafen (Borispol) und Kiew war vierspurig (pro Fahrtrichtung) und in einem hervorragenden Zustand. Auch die Straßen in Kiew wirkten sehr sauber.

Die Häuser waren aber eher weniger schön anzusehen. Es gab zwar einige Bauten im Stil des Sozialistischen Klassizismus (ähnlich wie beim Frankfurter Tor in Berlin), aber meistens überwiegt doch eher der sanierungsbedürftige Plattenbau. Was mich aber am meisten irritiert hat, war die Mentalität der Leute. Nur sehr selten hat man ein lächelndes Gesicht gesehen und die Leute wirkten irgendwie so emotionslos.

Sonntag – Kiew anschauen

Wir starten unsere Sightseeing-Tour mit einem Frühstück auf dem Unabhängigkeitsplatz. Hier sieht man ein paar schöne Gebäude aus früheren Zeiten, ansonsten wirkte der Platz aber sehr zugebaut. Am Ostende des Platzes verläuft die Chreschtschatyk (Хрещатик), eine der zentralen Verkehrsachsen der Stadt. Diese Straße war heute für den Autoverkehr gesperrt, so dass wir darauf flanieren konnten. Nach gut einem Kilometer kamen wir zu einem eher unspektakulären Lenin-Denkmal, dessen Verbleib aber durchaus diskutiert wird.

Kiew Chreschtschatyk

Anschließend liefen wir zum Goldenen Tor von Kiew (Золоті ворота) an der ehemaligen Stadtmauer. Die Mauer gibt es schon lange nicht mehr, aber das Tor hat man wieder hergerichtet. Im Inneren findet man eine kleine Ausstellung zu den Ausmaßen von Kiew in den verschiedenen Epochen. Über eine Treppe kann man nach oben gehen und einen schönen Ausblick genießen, ansonsten gibt es da nicht so viel zu sehen.

Danach liefen wir weiter zur Sophienkathedrale. Diese steht auf der Liste zum UNESCO-Weltkulturerbe und war durchaus sehenswert. Der Innenraum der Kathedrale hat mich sehr an die Hagia Sophia in Istanbul erinnert, nach dessen Vorbild sie auch erbaut wurde. Die Kathedrale wird heute nicht mehr für religiöse Zwecke genutzt sondern dient ausschließlich als Museumskomplex.

Unweit der Sophienkathedrale ist eine bekannte Straße für den Kauf von Trödel, der Andrejevski Abstieg (Андріївський узвіз). Diese Straße schlängelt sich von der Oberstadt runter zu dem Stadtteil Podil. Die Straße ist hübsch anzusehen, denn viele Häuser wurden kürzlich modernisiert. Die Häuser, die noch nicht renoviert sind, werden einfach eingerüstet und mit einem entsprechenden Vorhang versehen. Wenn man unten angekommen ist, kann man gleich mit einer Standseilbahn (Київський фунікулер) wieder hochfahren, aber wir hatten darauf keine Lust. Stattdessen haben wir kurz den Kiew Marathon verfolgt, waren einkaufen und sind dann mit qualmenden Socken zu unserer Unterkunft gefahren. Den Abend haben wir dann noch mit Karos Cousine und ihrem Freund in einer Brauerei verbracht. Dort gab es nicht nur leckeres Bier sondern auch leckeren Schweinebraten. 🙂

Auch am nächsten Tag wollten Karos Verwandte unbedingt etwas mit uns machen und so haben wir uns überreden lassen, eine Fahrradtour zum Freilichtmuseum Pyrogiv (Museum für Volksarchitektur und Sitten der Ukraine) zu machen. Die Tour dorthin hatte es durchaus in sich, denn Kiew ist auf mehreren Bergen gebaut. Zudem sind wir in einem Wald auf eine verlassene Sternwarte aus sowjetischen Zeiten gestoßen. Echt abgefahren! Durch einen Hintereingang sind wir anschließend mit unseren Fahrrädern kostenlos ins Museumsdorf gekommen. Das Gelände ist echt riesig und ich frage mich, wie man sich das überhaupt ohne Fahrrad anschauen kann. Die Häuser und Kirchen wurden aus allen Landesteilen der Ukraine geholt und dort wieder aufgebaut. Teilweise waren die Häuser auch mit Personen in historischen Klamotten ausgestattet, so dass man denen bei ihrer Arbeit zuschauen konnte.

Museumsdorf Pyrogiv

Auf dem Rückweg nach Kiew haben wir noch einen Abstecher zur Kathedrale von St. Pantaleon (Пантелеймонівський собор) gemacht, ehe wir dann am Nachmittag wieder in Kiew eintrafen. Obwohl wir zu diesem Zeitpunkt bereits über 35 Kilometer in den Knochen hatten, sind wir noch zum Höhlenkloster (Києво-Печерська лавра) gefahren. Die nächstgelegene U-Bahn Station ist Arsenalna (Арсенальна), welche laut Wikipedia mit 105.5 Metern die tiefste U-Bahn Station der Welt ist. Und tatsächlich, man muss hier zwei elendig lange Rolltreppen hinauf fahren, um ans Tageslicht zu kommen.

Kiew Metro

Beim Höhlenkloster konnten wir aufgrund der Uhrzeit nur noch das Gelände betreten. Aber unsere Motivation noch große Unternehmungen zu machen, war ohnehin nicht mehr so groß. Am Abend waren froh in unsere Betten zu fallen.

Mehr Sightseeing in Kiew und Weiterfahrt

Am Dienstag sollte unser letzter Tag in Kiew sein, denn am Abend ging es per Nachtzug nach Lwiw (Lemberg). Zunächst fuhren wir zum Bahnhof (вокзал) um unsere e-Tickets gegen richtige Fahrscheine einzutauschen. Der Bahnhof erinnert von der Architektur her an die Grand Central Station in New York. Es gibt hier sogar riesige (kostenpflichtige) Wartesäle, die man an deutschen Bahnhöfen vergeblich sucht. Bei knapp 30 Schaltern mit komischen Bezeichnungen haben wir erst nicht durchgesehen, aber letztendlich hatten wir ohne fremde Hilfe den richtigen Schalter gefunden. Irgendwas war wohl komisch mit unseren e-Tickets, aber die Frau hinter dem Tresen wollte nicht langsamer mit uns sprechen. Sie gab uns ein paar Zettel und schmiss anschließend die Rollläden von ihrem Schalter zu. Wie wir später bemerkten, waren das die Tickets und die Frau wollte einfach nur pünktlich ihre Mittagspause beginnen.

Nachdem wir auch noch die Taschen am Bahnhof verstauten, fuhren wir erneut mit der U-Bahn nach Arsenalna. Ich wollte mir unbedingt noch das Nationale Museum der Geschichte des Großen Vaterländischen Krieges (Національний музей історії Великої Вітчизняної Війни) anschauen. Schon alleine der Name klingt bedeutsam, oder? Bei uns würde man es einfach das Museum über den 2.Weltkrieg nennen. Auf dem Museumskomplex steht auch noch die Mutter-Heimat-Statue (Батьківщина-Мати), welche die Freiheitsstatue von New York noch um 10 Meter überragt. Bei der Ankunft auf dem Museumskomplex schmettern uns patriotische Lieder entgegen, welche zusammen mit den ausgestellten Panzern und Raketenwerfern durchaus Begeisterung bei mir auslöste. Leider darf man auch hier keine englischen geschweige denn deutschen Erklärungen erwarten, aber die vielen originalen Dokumente aus der Zeit des Krieges (auch deutsche Flugblätter und Feldpost) haben das wieder gut gemacht.

Der Besuch bei dem Höhlenkloster (Києво-Печерська лавра) entpuppte sich als absoluter Reinfall. Erst kämpften wir uns den Weg runter zum Eingang, um dann von wortkargen Frauen die Tür zugeknallt zu bekommen. Anhand eines Zettels an der Tür haben wir erfahren, dass heute nur bis 15.00 Uhr auf ist. So sieht die ukrainische Informationspolitik aus.

Die letzten Stunden in der Stadt nutzten wir noch für eine Stadiontour im Olympiastadion. Für 50 UAH pro Person haben wir sogar eine englische Führung gehabt, die durchaus empfehlenswert ist. Den heiligen Rasen durften wir nicht betreten, aber dafür die Umkleiden und den Business Bereich. Nach einem Abendbrot in unserem Lieblingsrestaurant Вареничная „Катюша“ führen wir zurück zum Bahnhof, um pünktlich in unseren Nachtzug nach Lwiw einzusteigen.

Olympiastadion Kiew

Mittwoch – Ankunft in Lwiw

Die Zugfahrt war bis auf ein paar klappernde Kleiderbügel äußerst erholsam, so dass wir gut ausgeschlafen um 6.30 Uhr in Lwiw eintrafen. Der Weg vom Bahnhof zu unserer Unterkunft bei Ihor haben wir mit dem Taxi abgelegt, da Karo mit ihrem Charme einen polnischsprachigen Taxifahrer einen extrem guten Preis rausgehandelt hat. Unser Gastgeber Ihor war deutlich gesprächiger als der Durchschnitts-Ukrainer, so dass wir schon mit einem guten Gefühl in den Tag starteten. Auch die Stadt war deutlich ansehnlicher als Kiew, auch wenn hier noch viele unsanierte Häuser stehen.

Oper Lwiw

Wir arbeiteten uns zu Fuß über die Sankt-Georgs-Kathedrale (Собор святого Юра), den Ivan-Franko-Park (Парк імені Івана Франка) und dem Palais Potocki (палац Потоцьких) bis zum Stadtzentrum vor. Durch die vielen kleinen Straßen, die Cafés und kleinen Parks wirkt die Stadt viel freundlicher als Kiew und auch die Leute schienen deutlich offener auf Touristen zu reagieren. Leider wurde die Tour durch die Oper kurzerhand abgesagt („Tut uns Leid wir machen doch nicht die geplante Tour“), dafür haben wir uns die weiteren Sehenswürdigkeiten wie den Markplatz (Площа Ринок) mit dem Rathaus oder einige der unzähligen Kathedralen angeschaut. Da unsere Zeit in Lemberg knapp bemessen war, haben wir auch noch den Schlossberg bestiegen. Das Schloss steht dort zwar nicht mehr, aber eine Aussichtsplattform auf 413 Metern Höhe ist geblieben.

Schlechtes Wetter in Lwiw

Am Donnerstag haben uns heftige Regenwetter geweckt, was nicht gerade förderlich für unsere Motivation war. Trotzdem haben wir uns mit dem Trolleybus bzw. der Straßenbahn bis zum Lytschakiwski-Friedhof (Личаківський цвинтар) vorgekämpft. Dort liegen polnische Helden begraben, die für die Verteidigung der damaligen polnischen Stadt Lwów gekämpft haben.

Anschließend mussten wir kämpfen, um noch unseren Bus nach Lublin zu schaffen. Dafür haben wir uns erneut ein Taxi gegönnt. Das hier andere Maßstäbe hinsichtlich der Sicherheit an Autos gelten, hatten wir ja schon mitbekommen. So haben wir uns auch nicht darüber gewundert, dass unser Taxi einen riesigen Sprung in der Frontscheibe hatte und die Sicherheitsgurte nicht wirklich funktionierten. Als dann aber der Taxi-Fahrer im überfüllten Stadtverkehr seine Handbremse zur Verzögerung einsetzte, war uns doch etwas mulmig. Von dem schwammigen Fahrwerk des Autos möchte ich gar nicht mal sprechen. Immerhin hatte der Fahrer ordentlich Zeit rausgeholt, dafür gab es dann auch ein saftiges Trinkgeld von uns.

Die Busfahrt selbst war unspektakulär, wohl aber der Grenzübertritt von der Ukraine nach Polen. Als Angehöriger eines Schengen-Staates ist man das ganze Procedere ja gar nicht mehr gewöhnt. Wir mussten hier mehr als 3 Stunden die Willkür Laune der Grenzbeamten über uns ergehen lassen. So waren wir erst nach 1 Uhr in unserem Hotel in Świdnik (bei Lublin), aber das hatten wir ohnehin schon so eingeplant.

Polnische Hochzeit in Świdnik

Die folgenden zwei Tage standen ganz im Zeichen der Hochzeit von Stefan und Magda. Die beiden hatten bereits vor einer Woche mit den Vorbereitungen begonnen. Als wir am Tag vor der Hochzeit auf dem Gehöft von Magdas Eltern eintrafen, wussten wir auch warum.

Der vermeintlich kleine Pavillon zum Feiern entpuppte sich als Festzelt das man hierzulande nur vom Oktoberfest kennt. Die Band machte gerade noch ihren Soundcheck und in der extra aufgebauten Feldküche wirtschafteten ein halbes Dutzend Frauen an dem Essen für die folgenden Tage. Ich glaube beim Stadtfest in Schwedt sind weniger Leute involviert.

Am Samstagmorgen trafen dann die letzten Gäste aus Deutschland ein und dann konnte die Hochzeit auch schon beginnen. Zunächst wurde in der Kirche die Trauung vollzogen. Von dem religiösen Hintergrund habe ich nicht viel verstanden, aber für die Katholiken war es ein sehr bewegender Moment. Stefan musste auch noch auf Polnisch sein Ehegelübde ablegen, aber das hat er sehr gut gemeistert.

Anschließend fuhren alle Gäste zum Festzelt und dann ging die Feier richtig los. Es wurde viel gegessen, viel getanzt und natürlich auch viel getrunken. Ich habe mich, wie die meisten Gäste, für den Wodka entschieden und das war auch eine gute Entscheidung. So haben wir auch viel mit den Polen angestoßen und ich hatte einen katerfreien Sonntag. Ganz nebenbei habe ich gleich noch ein paar Brocken polnisch gelernt. Immerhin bis um 4 Uhr haben wir durchgehalten, aber es wurde wohl bis um 6 Uhr gefeiert.

Am Sonntag war dann für uns schon wieder Abreise. Wir hatten uns für den Zug entschieden und fuhren mit dem Berlin-Warschau Express der Abendsonne entgegen. Die Zugfahrt war entspannend und genau das richtige, um nach dieser aufregenden Reise wieder etwas runterzukommen. Um Mitternacht waren wir schließlich wieder in Berlin und haben damit unseren Osteuropa-Trip beendet.

Fazit der Expedition

Alles in allem fahre ich mit gemischten Gefühlen nach Hause. Kiew ist eine stressige Großstadt mit nur wenigen Höhepunkten. Die Leute waren sehr verschlossen und die Informationspolitik sehr nervig. An Bushaltestellen sucht man vergeblich Informationen darüber, wohin die ganzen Busse fahren. In Restaurants bekommt man erst die Preise zu Gesicht, wenn man an seinem Platz die Speisekarten bekommt. In den Museen ist alles in Ukrainisch und es gibt nur sehr wenig auf Englisch. Dafür war Lwiw ein absolutes Highlight, das ich durchaus weiterempfehlen kann.

Auch die zwei Tage in Lublin (Świdnik) waren sehr schön. Die Leute sahen viel Glücklicher aus und vom Zustand der Infrastruktur liegen Welten zwischen Polen und der Ukraine. Von der abgefahrenen Hochzeit möchte ich gar nicht sprechen. Ich möchte mir Kiew gerne nochmal in ein paar Jahren anschauen, um zu sehen, wie sich die Stadt und die Leute verändert haben.

Erkenntnisse: Varenichnaya Katusha ist eine echt leckere Restaurant-Kette, wo es einheimische Kost zu günstigen Preisen gibt.

20 Minuten Umsteigezeit reichen aus, um am Flughafen Riga von einem Flieger zum anderen zu kommen.

Hochzeiten werden in Polen an mehreren Tagen hintereinander gefeiert.

Nächste Haltestelle: Bosporus

Oder wie Big Brother Jürgen schon sang: „Heute fährt die 18 bis nach Istanbul!“. Mit dabei sind meine alten Freunde aus der Zeit in Schweden. Zugleich ist es für mich auch ein wenig der Monat der Wahrheit, denn ich werde im November kein freies Wochenende mehr haben. Nächstes Wochenende geht’s nach Amsterdam und darauf die beiden Samstage bin ich auf Projektleiter Schulung. Viel mehr geht echt nicht. Aber nun zurück zum Reisebericht aus Istanbul.

Die Anreise mit der Bahn hat wieder einige Nerven gekostet, da der Zubringer nach Angermünde kräftig Verspätung hatte. Aber zum Glück hat der Anschlusszug gewartet, so dass ich meinen Flug nach Istanbul  (Turkish Airlines TK 1722) noch rechtzeitig bekommen hatte. Dort angekommen bin ich schon auf Iñaki, Carsten, Igor und Nadine getroffen. Nach einem ersten Efes im Terminal sind wir dann per Bus in die Stadt. Unser Arch-Ist Hostel befindet sich unweit des Taksim-Platzes und direkt gegenüber des Alman Hastanesi (deutsches Krankenhaus), in dem Partyviertel schlechthin.

Kameriye Sokak in Istanbul

Nachdem eine kritische Masse an Leuten im Hostel eingetroffen sind, haben wir die Partytauglichkeit der Türken untersucht und wurden positiv überrascht. Es ist hier echt eine Menge los und man merkt kaum einen Unterschied zu anderen (westlichen) Metropolen. Obwohl wir eigentlich nicht so lange machen wollten, ist es mal wieder ganz schön lange geworden. Besonders wird wohl die Freiluft-Party in der Kasette in Erinnerung bleiben.

Am Freitag haben wir erst mal die Stadt etwas ausgiebiger erkundet, was mit 20 Leuten gar nicht so ein leichtes Unterfangen ist. Letztendlich haben wir uns einen Weg quer durch Galata (heute Karaköy) über die gleichnamige Brücke bis rüber nach Fatih auf dem Goldenen Horn gebahnt. Dort haben wir den Kapalı Çarşı (Großen Basar) besucht, welcher neben reichlich Touristenzeugs auch ein paar brauchbare Dinge anbietet. Nach einer Stärkung mit Kebab und Efes in einem nahegelegenen Restaurant mussten wir auch schon wieder zum Hostel, den am Abend besuchten wir  Sultana’s Dinner and 1001 Nights Show  unweit vom Taksim Platz. Dieses Abendessen hatte Kostas organisiert und zur Feier des Tages durfte er auch gleich bei der Bauchtanz-Show mitmachen. Wir haben den Laden echt gut gerockt und ich glaube die Kellner waren auch reichlich froh, als unsere Horde das Etablissment verlassen hat. Den angebrochenen Abend haben wir dann vernünftig im Araf ausklingen lassen (ein Club, den man durchaus weiterempfehlen kann!).

Reichlich Infos am Samstag

Auch für diesen Tag hatte Kostas etwas organisiert, nämlich einen geführten Stadtrundgang mit einem extra Tourguide. Die erste Herausforderung des Tages war es jedoch, erst mal alle Leute aus den Betten zu bekommen. Etwas verspätet trafen wir auf unseren Tourguide Burak, der keinen Zweifel daran ließ, das die Geschichte Istanbuls seine Leidenschaft ist. Mit ihm haben wir unter anderem das Hippodrom, die Sultanahmet Camii (Sultan-Ahmed-Moschee oder Blaue Moschee) und die Hagia Sophia besichtigt. Mit rauchenden Köpfen und der Erkenntnis, dass es auf dem Sultan-Ahmed-Platz einen deutschen Brunnen (Alman Çeşmesi) gibt, haben wir den Abend schließlich auf einem Boot auf dem Bosporus eingeleitet. Die Entspannung war auch bitter nötig, denn es sollte noch das kulturelle Highlight dieses Urlaubs folgen: Das Russian Dinner.

Russian Dinner

Wie sonst auch immer haben sich alle mächtig in Schale geworfen. Für die Männer war wieder der Oberlippenbart (franz. moustache) obligatorisch, der bedingt durch mangelnden Bartwuchs mehr oder weniger gut umgesetzt war. So sind wir alle gut gekleidet mit unserem Bus zum  Kumkapi Restaurant gefahren und haben bei Fisch, Lamm und sonstigen örtlichen Köstlichkeiten unsere Konzepte für das nächste Treffen vorgestellt. Mein Vilnius-Konzept hat es leider nicht in die nächste Runde geschafft, dafür haben sich Santi und Anton bis ins Finale vorgekämpft und sehr schöne Reisezeile präsentiert. Letztendlich hat Anton mit seinem Tiflis-Konzept gewonnen, was wieder richtig Vorfreude auf die nächste Reunion bringt.

Die Nacht haben wir wieder im Araf gefeiert, der Club hat es uns einfach angetan. Irgendwann in den frühen Morgenstunden war ich dann auch todmüde im Bett, die kurzen Nächte haben einfach mächtig geschlaucht.

Rückflug mit Hindernissen

Der erste Tag, an dem wir mal mehr als 4 Stunden schlafen konnten, war auch gleichzeitig der letzte. Zum Glück hatte Iñaki eine ähnliche Abflugzeit, so dass wir beide zusammen den Weg zum Flughafen antreten konnten. Beim Einchecken machte mich die unfreundliche wortkarge Frau am Schalter darauf aufmerksam, dass ich eventuell nicht mehr in die Maschine passe und umgebucht werden muss. Super Sache, auf einmal war ich also nur noch stand by passenger. Und das, obwohl ich genauso bezahlt hatte wie jeder andere. Bei der Abfertigung bin ich dann auch noch auf Nadine getroffen, die eigentlich schon um 10 Uhr morgens (!) fliegen sollte, aber ebenfalls keinen Platz mehr bekommen hat. So durfte ich zusehen wie alle in die Maschine gingen und musste gleichzeitig hoffen, dass manche Leute ihre Reise nicht antreten. Und so war es dann auch: Ich hatte Glück und durfte einen freien Platz in der Business Class belegen. Auch Nadine hat es in meine Maschine geschafft, obwohl sie eigentlich nach Hamburg wollte. Danke an Turkish Airlines nochmal für diese aufregenden Momente!

Erkenntnisse: Araf ist ein geiler Club mit toller Aussicht auf das nächtliche Istanbul.

Mir scheint die Türken in Istanbul sind liberaler als die Türken bei uns in Deutschland.

Die Polizei ist in Istanbul sehr präsent.

Etablissement

Boykott im Exit

Gestern war mal wieder einer der Abende, die unscheinbar anfingen und dann völlig unerwartet endeten. Eigentlich wollten Michael und ich uns einen ruhigen Abend im örtlich Pub machen, doch wie es der Zufall so will, haben wir bei Facebook vom Auftritt der Band Boykott im EXIT Live Club gelesen. Weder die Band noch der Club waren uns bekannt, also haben wir kurzerhand unseren Plan geändert und sind ins EXIT gefahren.

Zu unserer Überraschung befindet sich das EXIT in der Nähe zur ehemaligen Perle (bzw. Diskothek PZwo), die man ja zu Abi-Zeiten in aller Regelmäßigkeit besucht hat. Von dem Club um die Ecke habe ich jedoch nie etwas mitbekommen. Vielleicht war meine gesellschaftliche Einstellung damals einfach anders!? Sei es drum, in einer unscheinbaren Baracke im Stile eines LPG-Verwaltungsgebäudes konnten wir das EXIT ausfindig machen.

Dort erwartete uns das absolute Kontrastprogramm zur üblichen Schwedter Partyszene: Keine solariumverbrannten Tussis, keine aufgepumpten Typen mit Silberketten und auch keine Kinder, die vom Alter her eigentlich zu Hause bei Mutti sein müssten. Nein, stattdessen trafen wir auf alternative und überaus sympathische Leute in unserem Alter, die einfach nur einen netten Abend verbringen wollten. Sowas hätte ich in Schwedt nicht erwartet!

Die Bar im DDR-Stil bot neben den üblichen Alkoholika auch interessante Mischen wie den „Mexikaner“ (würde jetzt mal spontan sagen Tomatensaft mit Chilli und Vodka), so dass wir schon vor dem Auftritt der Band gut unterwegs waren. Irgendwann nach 22 Uhr hat dann Boykott auch angefangen zu spielen und hämmerten uns saubersten Deutschrock entgegen. Nachdem der Toni auch die Mikrofonprobleme gelöst hatte, ist die Band gut in Fahrt gekommen und hat ordentlich gerockt. Wieder einmal war ich positiv überrascht!

Exit Live Club in Schwedt

Vom Flair und dem Publikum ist das EXIT durchaus vergleichbar mit dem Chekov am Cottbuser Strombad. Ich konnte noch ein paar Worte mit dem Verantwortlichen reden (Micha?) und er hat mir über die Probleme mit der Stadt Schwedt berichtet. Passt irgendwie ins Bild, dass die Rentner-Stadt kein wirkliches Interesse an dem Erhalt einer alternativen Jungendkultur hat. Für mich ist dieser Club jedenfalls die positive Überraschung meiner jüngsten Vergangenheit in Schwedt.

Als sich der Club dann gegen 3 Uhr mehr und mehr leerte, sind wir schließlich auch – mit einem guten Gefühl – nach Hause. Ein gelungener Abend, der echt Lust auf mehr macht. God bless Rock ’n Roll!

The Sounds Reloaded

Wieder einmal hat meine beste Freundin Nicole einen Volltreffer gelandet und mich mit Konzertkarten für The Sounds überrascht. Die Location war die gleiche wie beim Konzert vor über einem Jahr, nämlich der Postbahnhof am Berliner Ostbahnhof. Diesmal hat sich neben Caro auch noch André dazu gesellt, die Fangemeinde in Cottbus hat sich also weiter vergrößert.

Die erste Vorband war nicht so der Hammer, dafür war die zweite Vorband The Blood Arm aus Kalifornien echt lustig. Der Sänger hat sich mit seinem Kabelmikrofon ins Publikum gedrängelt, um uns dann sitzend eines seiner Lieder vorzutragen. Für mich kam das echt authentisch rüber, also mir hat es gefallen.

Die Sounds danach konnten eigentlich nicht viel falsch machen und das haben sie auch nicht. Es war ein schöner Mix aus alten und neuen Lieder. Nur manchmal hätte ich mir gewünscht, dass das Konzert weniger nach Show aussieht und vielleicht mit spontanen Aktionen etwas aufgelockert wird. Nichtsdestotrotz, dies war bestimmt nicht mein letztes The Sounds Konzert.

The Sounds im Postbahnhof Berlin

Silvester in Cottvegas

Wieder einmal geht ein Jahr vorbei, und wieder einmal wird der Jahreswechsel zünftig gefeiert. Ich hatte irgendwie keine Lust mit den Austauschstudenten zur Fanmeile nach Berlin zu tuckern und mir dort den Arsch abzufrieren, also bin ich kurzerhand zu einer WG-Party in die Zimmerstraße 22 (Insider nennen es auch Z22). In diesem Altbau wohnt nur eine Mietpartei, so konnten wir uns ordentlich ausbreiten und Krach machen. Vom Flair her hätte das Haus auch eine stillgelegte Lagerhalle in Brooklyn sein können, der Geruch und die alte Tapete kann man jedenfalls schon fast als kultig bezeichnen! Auch das Publikum war etwas schrill angehaucht und somit war der Grundstein für eine geile Party gelegt.

Gegen 22 Uhr bin ich mit Laura, einer Bekannten die ich vor einigen Tagen zufällig am Bahnhof in Passow getroffen hatte (auch ’ne irre Story), zur Party geschlichen. Dort war es zwar nicht übermäßig voll, aber dafür hatte das Ambiente irgendwie Stil. Lustigerweise waren auf der Party 4 Schwedter am Start, so konnte man gut über die alten Zeiten am Carl-Friedrich-Gauss Gymnasium quatschen. Das Beste an der Party war jedoch eindeutig der Rooftop! Der Inhaber des Hauses höchstpersönlich hatte die Luke zum Dach aufgemacht und so konnten wir das Silvestertreiben aus luftiger Höhe verfolgen. Und was die Cottbuser da in den Himmel geschossen haben, ist schon Wahnsinn. Ihr wollt Beweise? Hier sind sie!

Dancefloor im ehemaligen Wohnzimmer. Im Durchgang zu Lesezimmer tanzt noch der Besitzer des Hauses.

Feiern auf dem Dach

Raketen über Cottbus

Einmal Erasmus, immer Erasmus

Bedingt durch meine ehrenamtliche Arbeit beim Akademischen Auslandsamt unserer Uni kommt es wieder hoch, dieses Erasmus-Gefühl. Mittlerweile ist mein eigenes Erasmus-Studium in Schweden gut fünf Jahre zurück, aber trotzdem scheine ich immer noch diesen „Erasmus-Virus“ in mir zu tragen. Glücklicherweise gibt es auch in Cottbus haufenweise Erasmus-Studenten, die mein Studium hier fast so aufregend machen wie die Zeit damals in Schweden. Ich mag einfach das Gefühl, mit den Leuten aus der ganzen Welt, Zeit zu verbringen, neue Sprachen zu lernen, neue Kulturkreise zu erschließen.

Gerade gestern war wieder eine spanische Party im quasiMono, wo die Spanier erneut unter Beweis gestellt haben, dass sie einfach die Partynation sind. Überhaupt ist die Gemeinschaft der Austauschstudenten hier wirklich außergewöhnlich, jeder kennt jeden und die Stimmung untereinander ist bestens. Ich bin mittlerweile auch voll in der internationalen Gemeinschaft integriert und es macht einfach nur Spaß, mit den Leuten zu feiern.

Falls hier noch irgendeiner Zweifel an einem Auslandssemester hat, dem kann ich nur raten, macht es einfach! Die Parties werden die besten sein, die ihr je hattet. Gerade in Cottbus hat man gute Chancen, einen Austauschplatz in attraktiven Ländern zu ergattern. Falls jemand in die Türkei gehen möchte, dem kann ich übrigens die Seite www.buttersun.com empfehlen. Dort kann relativ unkompliziert eine Wohnung für das Auslandssemester finden. Also, auf gehts!

God Bless Erasmus!

Clubtour Cottbus

Was für ne coole Partynacht war das! Einige Diskotheken in Cottbus schmissen sich zusammen, um die 1. Cottbuser Clubtour zu veranstalten. Da musste man nur einmal Eintritt zahlen und konnte dann in 5 Clubs feiern. Und da die Clubs soweit verstreut sind, gab es kostenlose Shuttlebusse, die die angetrunkenen Partygäste zu den jeweiligen Locations karrten.

Ich war mit Fabiana, JJ und einigen deutschen BTU-Kommilitonen unterwegs und es war einfach nur cool. Zuerst haben wir das Mosquito unsicher gemacht, dann die RedLounge mit einer DJane, die wohl optisch mehr hermachte als musikalisch, und zu guter letzt noch ins Loft. Eigentlich wollten wir auch noch in die Alte Chemiefabrik und ins CB, aber leider war die Nacht zu kurz. Um 4 fuhr der letzte kostenlose Bus vom Loft, und da wir uns das Taxigeld sparen wollten, sind wir auch gegen halb 4 los. Leider haben wir die halbvolle Pfeffi-Flasche dort vergessen, aber dafür hat der Döner im Efes trotz unfreundlicher Bedienung noch geschmeckt.

Falls das die Veranstalter lesen, bitte mehr solcher Partynächte!!