Armbian auf Cubietruck

Seit meinen letzten Beiträgen zum Cubietruck hat sich die Welt deutlich weiter gedreht. Gefühlt gibt es nur noch Tutorials, Bücher und Foren über den Raspberry PI. Dabei ist der Cubietruck technisch deutlich leistungsfähiger und eröffnet damit mehr Möglichkeiten. Das einzige Problem ist, man muss ein aktuelles Linux-Image für den Cubietruck finden. Bei meiner Recherche bin ich dabei auf Armbian gestoßen, welches mit einem fertigen Image inklusive aktuellen Linux-Kernel daher kommt.

Ich habe das Image Armbian_5.35_Cubietruck_Ubuntu_xenial_default_3.4.113_desktop heruntergeladen und mit dem Win32DiskImager 1.0 auf eine Samsung Evo+ 128 GB gespielt. Die Karte hat eine hohe Lese- und Schreibrate hat und wurde problemlos vom Cubietruck angenommen.

Beim ersten Start von Armbian muss man eine kleine Konfiguration durchlaufen. Wenn man gerade keine Tastatur am Cubietruck hat, muss man dies per SSH-Verbindung (z.B. mittels Putty) durchführen. Der Login erfolgt über den Benutzernamen root und das Passwort 1234.

ARMbian erster Startvorgang

Beim erstmaligen Login wird man aufgefordert, dass Root-Passwort zu ändern und einen neuen Nutzer (mit eingeschränkten Rechten) anzulegen. Dieser bekommt dann auch gleich ein passendes Home-Verzeichnis und somit kann man mit diesem Nutzer relativ gefahrlos arbeiten.

Nach der initialen Konfiguration muss man noch einen Reboot durchführen. Da man noch als root angemeldet ist, kann man ohne sudo einfach

reboot

ausführen und schon startet das System neu. Nun startet Armbian ohne Eingabeaufforderung direkt in die grafische Nutzeroberfläche.

Fazit: Der erste Eindruck von Armbian war sehr gut. Das Zusammenspiel von Prozessor, Speicherkarte und Betriebssystem scheint zu funktionieren. In einem nächsten Artikel werde ich zeigen, wie man das System als HomeNAS und MediaPlayer nutzen kann.

Verzeichnisstruktur unter Linux

Durch den Einsatz des Cubietruck kommt man zwangsläufig auch mit der Verzeichnisstruktur von Linux in Berührung. Da ich eigentlich aus der Windows-Welt komme, habe ich mal die wichtigsten Verzeichnisse aufgeführt.

Verzeichnis Beschreibung
bin Hier liegen alle wichtigen Programme (englisch binaries) für das Betriebssystem
boot Enthält alle für den Bootvorgang notwendigen Dateien. Hier liegt auch der Kernel des Betriebssystems und die Datei config.txt
dev Die Hardware bzw. Geräte (englisch devices) des Systems werden hier in Form von Dateien beschrieben.
etc Konfigurationsdateien von verschiedenen Programmen (z.B. für Netzwerk-Konfiguration, Monitor-Konfiguration)
home Jeder Benutzer des Betriebssystems hat hier ein eigenes Verzeichnis mit seinem Benutzernamen. Für den Nutzer selbst ist dies auch das standardmäßige Wurzelverzeichnis.
lib Hier liegen die Bibliotheken (englisch libraries), die von verschiedenen Programmen verwendet werden.
lost+found Hier legt das Betriebssystem Dateien und Dateifragmente ab, die bei Wartungsarbeiten übrig geblieben sind.
media Alle externen Speichermedien (z.B. USB-Sticks, DVD-Laufwerke) werden in dieses Verzeichnis eingebunden (englisch mounted). Der Zugriff auf den Datenträger erfolgt über dieses Verzeichnis.
mnt Kann für das manuelle mounten von Datenträgern genutzt werden.
opt Hier liegen alle optionalen Programme, die nicht zur Distribution gehören und eine eigene Bibliothek besitzen.
proc Hier liegt ein Abbild der laufenden Prozesse sowie Informationen zum CPU und Kernel.
root Das Home-Verzeichnis des root Nutzers. Es liegt bewusst außerhalb von /home, damit bei eventuellen Problemen der root über separate Verzeichnisrechte noch arbeiten kann.
run Hier liegen Laufzeitinformationen von Programmen.
sbin Hier liegen alle wichtigen Systemprogramme (englisch system binaries) für das Betriebssystem. Alle diese Programme können nur als Superuser ausgeführt werden.
srv Verzeichnis für Systemdienst (englisch Services).
sys Enthält Schnittstellen zum Kernel (vgl. /proc).
tmp Hier liegen temporäre Dateien (englisch temporary). Das Verzeichnis wird beim Neustart des Systems geleert.
usr Hier liegen Systemprogramme und Bibliotheken.
var Hier werden variable Dateien (z.B. Log-Dateien und Speicherstände) abgelegt.

Fertige Cubieboard Images

Ich habe schon in vergangenen Beiträgen über fertige Images für meinen Cubietruck (aka Cubieboard 3) geschreiben. Danach ist es mächtig still um das Gerät geworden und der Raspberry PI hat weiter an Popularität gewonnen. Leider ist es auch nicht so leicht ersichtlich, welche Linux-Distributionen noch für den Cubietruck erhältlich sind, weswegen ich mal im Netz recherchiert habe.

https://www.armbian.com/ Eine aktuelle Linux Umgebung für Kleinstcomputer auf Basis von ARM-Prozessoren. Nur für Cubieboard 2 und3.

https://www.lakka.tv/ Eine Open Source Umgebung für Retro-Spiele Es gibt ein aktuelles Image für die Cubieboards 1 bis 3.

https://en.opensuse.org/HCL:Cubietruck Suse Linux für Kleinstcomputer mit ARM-Prozessoren. Es ist aber nur nur noch JeOS in einer aktuellen Version verfügbar.

http://cubian.org/downloads/ Debian für Cubieboard. Leider sind nur noch veraltete Images von 2014 erhältlich.

https://sourceforge.net/projects/openpctv/files/release/cubietruck/ Eine Linux-Distribution basierend auf enigma2/VDR/XBMC. Die letzte Version für den Cubietruck ist von November 2013.

http://mubox.voyage.hk Voyage Mubox Audio Player. Leider nur für Cubieboard 2 erhältlich.

https://www.fhem.de Das ist zwar kein fertiges Image, aber ein Tool auf Basis von Perl für die Heim-Automatisierung.

http://iobroker.net/

https://docs.openhab.org/installation/openhabian.html#manual-setup Eine Tool-Sammlung auf Basis von Java für die herstellerunabhängig Heim-Automatisierung. Für des Raspi gibt es sogar ein komplettes Linux-Image.

Einige Distributionen sind schon mächtig veraltet, so dass man diese nur noch für Testzwecke in einem abgesicherten Heimnetz verwenden sollte. Weitere Images können mir gern per Kommentar mitgeteilt werden.

Volumio auf dem Cubietruck installieren

Nachdem ich in den letzten Monaten sehr erfolgreich den HomeNAS von Stefanius eingesetzt habe, wollte ich mal etwas Neues ausprobieren und habe mir Volumio auf meinem Cubietruck installiert. Damit kann man zwar nur Musik und Web-Radio hören, aber etwas anderes habe ich bisher ohnehin nicht genutzt.

Die Installation von Volumio war kinderleicht:

  • Image von Volumio herunterladen (dort bitte aufpassen, dass man Cubietruck ausgewählt hat)
  • Mit dem Win32DiskImager das Image auf eine SD-Karte aufspielen
  • SD-Karte in die Cubietruck stecken und starten

Die Ausgabe wird standardmäßig auf den HDMI-Ausgang geleitet. Den Anschluss des Fernsehers kann man sich aber sparen, da die gesamte Bedienung über eine Web-Oberfläche abläuft. Diese ist unter http://volumio/ innerhalb des eigenen Netzwerkes erreichbar und bietet alle notwendigen Einstellungen für einen erfolgreichen Betrieb des Volumio.

Falls man sich doch mal auf der Konsole einloggen möchte, kommt man problemlos mit den folgenden Zugangsdaten weiter.

# Administrator
root/volumio
# Volumio
volumio/volumio

Volumio über Putty

Die einzigen Probleme hatte ich bei der Einrichtung eigener Web-Radio Stationen. Zwar kann man über die schicke Web-Oberfläche eigene Links zu PLS-Dateien einfügen, aber diese werden nicht abgespielt. Möglicherweise ist dies ein Rechteproblem, da die Daten als www-user auf dem Volumio landen.

Bei mir hat es geholfen, die PLS-Dateien per SSH in das Verzeichnis

/var/lib/mpd/music/WEBRADIO

zu schieben. Man sollte dann noch über CHMOD die korrekten Berechtigungen setzen (einfach an den vorhandenen Dateien orientieren) und danach über

mpc update

die Bibliothek des MPD aktualisieren. Nun sollte es auch keine Probleme mehr mit den Radio-Streams geben.

Weiterführende Links

Sonnenfinsternis in der Uckermark

Heute gab es ja in unseren Breitengraden (53° 4′ N, 14° 17′ O) eine partielle Sonnenfinsternis. Ich konnte mit bloßem Auge leider nicht erkennen, dass die Sonnenintensität nachgelassen hat. Dafür hat eine Messstation in Schwedt/Oder die Sonnenfinsternis ganz gut eingefangen. Eine Stunde vor und nach Maximimum der Sonnenfinsternis ist ein deutlicher Einbruch in der Sonnenintensität zu erkennen.

Intensität der Sonne

Cubietruck Teil 3 – Musik und Web-Radio wiedergeben

Mit dem vorinstallierten Android-Betriebssystem sowie der App TuneIn Radio kann man schon recht komfortabel Musik bzw. Web-Radio auf dem Cubietruck wiedergeben. Ich wollte dies aber auch auf einem Linux-Betriebssystem schaffen und eine komfortable Steuerung über mein Smartphone ermöglichen.

Als Grundlage hierfür habe ich das HomeNAS Dual SD-Card Image von Stefanius genommen. Dieses lässt sich über den Win32DiskImager auch von einem Windows-PC auf die SD-Karte übertragen und funktioniert anschließend problemlos. Der HDMI-Ausgang des Cubietruck war bereits vorkonfiguriert und lieferte eine problemlose Ausgabe auf meinem Toshiba-Flachbildschirm.

Hinweis: Der Cubietruck hat meine 16GB microSDHC von Fujifilm leider nicht angenommen. Mit der 8GB microSDHC von Kingston hat es aber funktioniert. Ich empfehle außerdem, aus Gründen der Geschwindigkeit eine Class 10 Karte zu verwenden.

Das Image von Stefanius enthält erstmal keine Anwendung, um MP3s oder Web-Radio wiederzugeben. Ich habe mich entschlossen, für die Wiedergabe die Anwendung Music Player Daemon (MPD) nebst zugehörigen Client (MPC) zu verwenden. In dieser Konsolenanwendung kann man problemlos seine Musik verwalten und abspielen. Dazu gibt es verschiedene Apps für das Smartphone, mit dem man den MPD fernsteuern kann. Für Apple-Smartphones kann ich dafür MPod empfehlen.

Die Installation geht wie folgt:


# mpd installieren
apt-get install mpd

# mpc installieren
apt-get install mpc

# Benutzerrechte setzen, damit MPD dort schreiben kann
chown -R mpd /var/lib/mpd
chown -R mpd /var/log/mpd
chgrp -R audio /var/lib/mpd

# MPD Zugriff auf das Dateisystem und die Soundkarte geben
adduser mpd fsusers
adduser mpd audio

Wenn man diese Schritte ausführt, spielt der MPD zwar Musik ab, aber es kommt kein Signal aus den Audioausgängen. Dazu muss man in der Konfigurationsdatei von MPD noch die Soundkarte einstellen.


# In der Konfigurationsdatei die Soundkarte aktivieren
nano /etc/mpd.conf

# Abschnitt Audio Output bearbeiten
audio_output {
type „alsa“
name „My ALSA Device“
device „hw:1,0“ # Ausgabe auf Klinkenstecker
# device „hw:0,0“ # Ausgabe über Digitalausgang
# mixer_type „hardware“ # optional
# mixer_device „default“ # optional
# mixer_control „PCM“ # optional
# mixer_index „0“ # optional
}

# Änderung speichern und nano verlassen

# MPD neu starten
service mpd restart

Anschließend kann man über die Konsole mit den Befehlen

mpc load Radiosender.m3u
mpc playlist # Aktuelle Playliste ausgeben
mpc play # Musik abspielen
mpc clear

eine Playlist zusammenstellen und abspielen. Das geht natürlich auch über die oben angesprochene Smartphone-App MPoD.

Da ich auch noch viel Musik auf einem USB-Stick habe, wollte ich diese auch komfortabel abspielen können. Dazu muss man in der Konfiguration von MPD symbolische Links aktivieren:


# MPD stoppen
sudo service mpd stop

# Konfigurationsdatei aufrufen
nano /etc/mpd.conf

# Zeilen einkommentieren
follow_outside_symlinks „yes“
follow_inside_symlinks „yes“

# Änderung speichern und nano verlassen

# Symbolischen Link im Musikverzeichnis anlegen
sudo ln -s /media/usb0/ /srv/fileserver/multimedia/Musik

# Nutzer mpd zu plugdev Gruppe hinzufügen, damit Zugriff auf USB-Stick funktioniert
sudo usermod -G plugdev -a mpd

# MPD starten
sudo service mpd start

# Musikbibliothek aktualisieren
mpc update

Wenn Ihr Verbesserungsvorschläge oder Ergänzungen habt, nutzt bitte die Kommentarfunktion. Ansonsten viel Spaß beim Fummeln. 🙂

Neue Züge beim RE3

Als ich heute den Zug betrat wurde ich angenehm überrascht. Die Bahn hat investiert und für die Strecke des RE3 zwischen Schwedt/Oder und Elsterwerda neue Züge angeschafft. Es sind wieder die typischen Regionalzüge mit zwei Etagen, allerdings gibt es einige sinnvolle Verbesserungen.

So ist in manchen Waggons die komplette untere Etage für Fahrräder vorbehalten. Das macht durchaus Sinn, damit die ganzen Fahrrad-Touristen endlich stressfreier in die Uckermark kommen. Der Raum sieht echt riesig aus, wenn man den das erste mal sieht. Zudem haben so gut wie alle Plätze nun eine Steckdose, das kennt man ja sonst nur von Fernverkehrszügen. Außerdem gibt es nun auch entwas ungewöhnlich anmutende Fünfersitze und an den Enden des Waggons Kameras.

Ich bin wirklich positiv überrascht und freue mich über diesen Generationenwechsel. So macht das Bahnfahren wieder mehr Spaß.

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Cubietruck Teil 2 – Ausprobieren und Ausbauen

Ich habe den Cubietruck nun über ein paar Tage ausprobiert, aber so richtig warm bin ich mit dem Android-Betriebssystem noch nicht geworden. Damit man den Cubietruck wenigstens halbwegs ordentlich herunterfahren kann, habe ich mir die kostenloses App Quick Boot aus dem Google Store heruntergeladen.  Im Gegensatz zu vielen anderen Apps braucht man bei Quick Boot keine Administratorrechte zum Herunterfahren.

Außerdem habe ich aus dem Keller noch eine etwas ältere Funktastatur und Funkmaus von Microsoft (Microsoft Wireless Keyboard 700 v2.0) gefunden, die ich gleich am Cubietruck ausprobiert habe. Es hat alles tadellos funktioniert und man konnte die Eingabegeräte sogar im laufenden Betrieb anschließen. Nur die Sondertasten für die Lautsprecherregelung funktionieren nicht.

Cubietruck mit Funktastatur und Funkmaus

Zudem verwendet ich nun als Netzteil das Artwizz PowerPlug Pro. Dieses hat zwar auch nur 2.1A, aber ich denke so lange ich keine externe Festplatte an den Cubietruck anschließe, ist das kein Problem.

Somit habe ich nun folgenden Aufbau:

  • Cubietruck
  • Netzteil Artwizz PowerPlug Pro (5V, 2.1 A)
  • USB-Kabel für die Stromversorgung
  • Monitor LG W2284F (Anschluss über VGA-Kabel)
  • Microsoft Wireless Keyboard & Mouse 700 v2.0

Ich habe es immer noch nicht geschafft, Fotos, Videos oder Musik über den Cubietruck auszugeben. Dazu muss ich mir zunächst eine SD-Karte besorgen. Ich könnte die Dateien zwar auch über einen USB-Stick einspeisen, aber leider sind die beiden USB-Anschlüsse auf der Platine sehr eng. Ich bekomme einfach nicht die Tastatur und USB-Stick gleichzeitig angeschlossen. Das gibt einen kleinen Minuspunkt.

Cubietruck Teil 1 – Bestellung und Aufbau

In der Zeitschrift c’t habe ich von interessanten Einplatinen-Computer auf Basis von ARM-Chips gelesen (C’t Ausgabe 13/04, Artikel ARM-Boards für unter 100 Euro). Unter anderem wurden in dem Bericht der Raspberry PI, Cubietruck und BeagleBone Black getestet. Zuerst wollte ich mir einen Raspberry PI bestellen, aber der schwache Prozessor hat mich irgendwie abgeschreckt. Also habe ich mich für den deutlich teureren Cubietruck (auch Cubieboard 3 genannt) entschieden.

Bestellung

Leider könnte ich das Gerät nicht bei den gängigen Elektronikhändlern in Internet finden, also habe ich mir meinen Cubietruck direkt beim Hersteller in China bestellt. Das Bestellung auf der englischsprachigen Website ging relativ reibungslos: Ich habe das Cubieboard ausgewählt, anschließend per PayPal bezahlt und nach ein paar Minuten die Auftragsbestätigung bekommen. Wenige Stunden später wurde mein Paket dem Zusteller übergeben und ich habe einen Tracking Code erhalten. Als Lieferzeit waren 15-20 Tage angegeben.

Update: Inzwischen kann man den Cubietruck auch bei Exp-Tech und Watterott bestellen.

Abholung beim Zoll

Nach 25 Tagen Lieferzeit ist der Cubietruck in Deutschland eingetroffen, allerdings nicht bei mir zu Hause sondern beim Zollamt in Eberswalde. Da ich gerade im Urlaub war, musste ich telefonisch noch die Aufbewahrung meines Pakets erbitten, sonst hätte der Zoll das Paket nach 14 Tagen wieder zurück geschickt.

Über einen Monat nach der Bestellung habe ich das Paket dann tatsächlich beim Zoll abgeholt und durfte noch die 19% Mehrwertsteuer (ca. 13 EUR) plus eine Aufbewahrungsgebühr (7 EUR) nachbezahlen. Aber ich war zufrieden, das Gerät endlich in meinen Händen zu halten.

Auspacken und Testen

Zuhause habe ich das kleine Paket ausgepackt und den Cubietruck erstmalig in Betrieb genommen. Es sind eigentlich alle Komponenten zum Betrieb dabei, lediglich ein Netzteil muss man sich noch besorgen. Ich habe einfach das Netzteil vom iPad 3 verwendet (2.1 A) und es hat ohne Probleme funktioniert. Nach dem Anschluss der Stromversorgung startet der Cubietruck auf Anhieb das Android-Betriebssystem vom internen Speicher und zeigte alles auf meinem VGA-Monitor. Nur die Auflösung scheint etwas schwach zu sein, es sieht jedenfalls auf meinem Monitor etwas verschwommen aus.

Cubier im Wohnzimmer

Hier das verwendete Equipment:

  • Cubietruck
  • Netzteil Apple A1357, Output 5.1V und 2.1A
  • USB-Kabel für die Stromversorgung
  • Monitor LG W2284F (Anschluss über VGA-Kabel)
  • Maus Logitech M-UAG120

Ausblick

Als nächstes werde ich mir ein stärkeres Netzteil und eine MicroSD-Karte besorgen, damit ich mal ein alternatives Betriebssystem ausprobieren kann. Außerdem will ich ausprobieren, ob meine Funktastatur von Microsoft unterstützt wird.

Cubietruck Teil 2 – Ausprobieren und Ausbauen

Augen auf beim Gebrauchtwagenkauf

Da ich nun stolzer Besitzer eines Golf 5 bin, möchte ich mal meine Erfahrungen beim Gebrauchtwagenkauf mit euch teilen. Zunächst habe ich für mich die Frage geklärt, ob ich ein Auto vom Händler oder von Privat kaufen möchte. Um es vorweg zu nehmen, ich habe mein Auto letztendlich beim Händler gekauft. Im Nachhinein betrachtet hätte ich es aber genauso gut von einem Privaten kaufen können. Denn mein Auto war Scheckheftgepflegt, genau wie es auch bei einem privaten Anbieter Scheckheftgepflegt hätte sein können. Da hatte der Händler also erst mal gar nichts mit zu tun. Da bei meinem Wagen der TÜV auch noch nicht so lange her war, hatte der Händler auch absolut nichts an dem Auto gemacht. Zudem war das Auto total leergeräumt: Kein Verbandskasten, kein Warndreieck und auch keine Sonnenschützer (sofern man denn so was überhaupt braucht ^^). Diese Dinge wären bei einem Privatverkauf sicherlich dabei gewesen. Letztendlich habe ich aber beim Händler dein Kaufpreis von 7000 EUR auf 6800 EUR (inkl. Wechsel von Zahnriemen und Wasserpumpe) drücken können und damit war ich dann auch zufrieden.

Folgende Tipps möchte ich euch mit auf den Weg geben:

  • Einen Auszug bei Schwacke machen. Da kann man für 7,90 EUR den Schwacke-Preis des Autos bestimmen. Diese Investition lohnt sich auf alle Fälle, denn damit hat man eine gute Verhandlungsgrundlage.
  • Scheckcheck genau durchsehen und nicht nur mal so zeigen lassen. Es könnte durchaus sein, dass in naher Zukunft Reparaturen anstehen. Bei meinem Auto war der Zahnriemen noch nicht gewechselt, deshalb habe ich das vom Händler auch machen lassen. Wichtige andere Verschleißteile sind der Auspuff, Reifen, Bremsen, Benzin- und Luft- und Ölfilter, Zündkerzen, Scheibenwischer und die Batterie. Die empfohlenen Wartungsintervalle sollten dringendst eingehalten werden.
  • Das Auto genau inspizieren und Zeichen übermäßigen Gebrauchs erkennen. Bei mir war das Lederlenkrad abgegriffen, die Sitze etwas dreckig und im Kofferraum die Halterung für das Warndreieck kaputt. Leider habe ich erst nach dem Kauf gesehen, wie dreckig eigentlich der Tankstutzen war. Ich frage mich heute noch, ob mein Auto nicht vielleicht sogar als Dienstwagen benutzt wurde, denn kein normaler Mensch würde den Tankstutzen so verdrecken lassen.
  • Explizit danach fragen, ob das Auto ein Unfallwagen war. Macht der Verkäufer hier eine unwahre Aussage, kann man später noch etwas geltend machen.
  • Man sollte eine Probefahrt auf unterschiedlichen Straßenverhältnissen machen. Neben der Landstraße kann man vielleicht auch mal ein Stück Kopfsteinpflaster oder Autobahn fahren, um das Fahrzeug unter schwierigeren Bedingungen zu testen. Vielleicht hört man etwas klappern oder merkt Unzulänglichkeiten im Fahrwerk.

Wenn man alle diese Dinge beachtet, kann beim Kauf eigentlich gar nicht so viel schief gehen. Ein Gebrauchtwagen birgt natürlich immer ein kleines Risiko, aber ich denke damit kann man leben.

Update 19.03.2014: Trotz sorgfältiger Prüfung beim Kauf sind mir ein paar Dinge durch die Lappen gegangen: Die Reifen haben nur noch sehr wenig Profil und halten maximal noch eine Saison durch. Zudem hat eine Nebelleuchte hat einen kleinen Sprung in der Scheibe. Beim nächsten TÜV werde ich diese Dinge abstellen müssen.