Über mich

So weit die Füße tragenHallo ich bin Sascha, Jahrgang 1983, und komme ursprünglich aus dem äußersten Nordosten von Brandenburg. Ich habe an der BTU Cottbus Informations- und Medientechnik studiert und Ende 2010 meinen Abschluss gemacht. Ich schreibe hier in meinem Blog über meine Erlebnisse beim Studium in Cottbus – die mich so sehr geprägt haben – so wie über meine Zeit nach dem Studium.

Ansichten Ich habe kein Verständnis für Leute, die scheinbar blind durch die Welt laufen. Ich verabscheue Rechtsradikalismus. Es widerstrebt mir, Menschen nur nach ihrem Aussehen zu beurteilen. Ich habe kein Verständnis für Kriege jeglicher Art. Ich rauche nicht, konsumiere jedoch ab und zu Alkohol. Ich mag Brettspiele und beschäftige mich gerne mit Web-Programmierung. Ich liebe Privatparties und stehe auf guten Punkrock. Ich lache viel und gern, oft auch über mich selbst. Ich spiele gerne sehr laut auf meiner Gitarre und kann mich für Sport (Fußball) begeistern. Ich habe kein Auto und halte es auch nicht für lebensnotwendig.

Leben „Als Wunschkind einer Chemiearbeiterin und eines Polytechniklehrers erblickte ich im Mai 1983 in Schwedt/Oder das Licht der Welt. Von nun an fristete ich als jüngstes von drei Kindern mein gesellschaftliches Dasein in der Deutschen Demokratischen Republik. Der antifaschistische Schutzwall half uns, dass die klassenfeindlichen Kapitalisten nicht unseren Staat leer kauften.

Der Traum von einer Existens im aufstrebenden Sozialismus zerplatzte aber bald. Noch bevor ich meine volle SERO-Sammelkarte einlösen konnte wurde mein geliebtes Heimatland aufgelöst und ich fand mich in einem kapitalistischen System wieder. Mein blaues Halstuch und mein Pionierausweis waren wertlos geworden, dafür konnte ich jetzt ohne Reue meinen Milka Osterhasen verspeisen und in den Urlaub nach Dänemark fahren.

Der Friedrich-Wolf Kindergarten war die kulturelle und spirituelle Heimat meiner frühen Kindheit, doch schon bald durfte ich als ABC-Schütze meine schulische Laufbahn an der 6.Grundschule beginnen. Ich lernte Buchstaben von Zahlen zu unterscheiden und konnte als Klassensprecher erste Erfahrungen mit den Problemen unserer Gesellschaft machen. Nach 6 Jahren Grundschule vervollständigte das Carl-Friedrich-Gauß Gymnasium meine Bildungslücken und ich durfte im Juni 2002 das Abiturzeugnis mein eigen nennen. Jetzt wußte ich, wie der Repressor die Proteinbiosynthese bei Procaryonten reguliert. Aber habe ich damit wirklich etwas fürs Leben gelernt?

Bereits zwei Tage nach dem Abiball durfte ich meinen Wehrdienst beim ABC Abwehrbataillon 805 in Prenzlau beginnen. Dort lernte ich, wie man am günstigsten in den Wald scheisst, ohne sich dabei schmutzig zu machen. Als Obergefreiter Nehls konnte ich am 28.März 2003 die Uckermark-Kaserne letzmalig verlassen, die sinnvollsten 9 Monate meines Lebens waren zu Ende. Nach einer Woche deprimierender Arbeitslosigkeit begann ich mein 2-monatiges Praktikum bei der größten Erdölraffinerie Ostdeutschlands, um dann wieder der Arbeitslosigkeit zu erliegen. Ohne Bezüge vom Staat zu bekommen, durchlebte ich den erholsamsten Sommer meines Lebens.

Nach langen Überlegungen zog es mich im September 2003 zur BTU Cottbus, um dort Informations- und Medientechnik zu studieren. Mathematik, Informatik und Elektrotechnik prägten von nun an meinen Tagesrythmus, der durch viele studentische Freizeitaktivitäten eher zum Nachtrythmus invertierte. Ich lernte Menschen vieler Nationen kennen, und fühlte mich zunehmend als Europäer, denn als Deutscher. Dieser Gedanke kulminierte in meinem Wunsch, Deutschland zu verlassen und etwas Neues zu entdecken. So zog es mich im August 2005 nach Schweden, um dort Erfahrungen zu sammeln, die mir keine Uni in Deutschland geben konnte. Ich durchlebte gemeinsam mit meinen neuen Freunden aus aller Welt die schönste Zeit meines Lebens. Nachdem wir gemeinsam halb Europa bereist hatten, verließ ich Schweden im Juni 2006, um nur 3 Tage später im industriellen Zentrum Englands aufzutauchen. Dort habe ich mit meinem italienischen Chef und ungarischen bzw. holländischen Kollegen Web Applikationen für englische Kunden entwickelt. Europa war für mich endgültig zusammengewachsen.

Ich musste aus der Ferne mit ansehen, wie man in Deutschland wieder stolz auf sein Land war. Mit dem Wissen, das Arbeit auch Spaß machen kann, ging ich im November 2006 nach 15 Monaten im Ausland wieder zurück an die Uni nach Cottbus. Die Partygesellschaft dort hatte sich ziemlich verändert und irgendwie war auch alles weniger aufregend. Getrieben durch ständiges Fernweh setzte ich mich im Mai 2007 nach New York ab und durfte bei der Cousine von Paris Hilton ein Praktikum absolvieren. Doch auch diese Erfahrung sollte nur kurz andauern, schließlich verlangte die Uni von mir, dass ich mein erworbenes Wissen endlich auf Papier bringe. In einem 4-monatigem Marathon konnte ich meine Bachelorarbeit nieder schreiben, wirklich schlauer habe ich mich danach aber nicht wirklich gefühlt. Voller Ideen im Kopf und mit dem Drang, etwas erreichen zu wollen, stürzte ich mich in die Selbstständigkeit und entwickelte mehr oder weniger ertragreiche Ideen. Ich musste lernen, dass nicht alle Leute so offen für neue Konzepte sind und das man wirklich kämpfen muss, um sich eine Existenz aufzubauen. Da man in Deutschland anhand seiner Abschlüsse gemessen wird und nicht anhand seiner eigentlichen Fähigkeiten, machte ich parallel auch noch meinen Master-Abschluss. In der Freizeit lernte ich als ehrenamtlicher Betreuer der Austauschstudenten abermals viele neue Leute aus verschiedenen Ländern kennen. Nach knapp 3 Jahren durfte ich mein Master-Zeugnis in den Händen halten und hatte damit meine akademische Ausbildung beendet. Eine Mischung aus Heimatverbundenheit, Abenteuergeist und Sehnsucht nach einem normalen Leben trieb mich zurück in meine Heimat. Das Berufsleben in der Brandenburgischen Provinz konnte beginnen…

 

Ergo bibamus!

Ziele

Pionierausweiß und blaues Halstuch
Abitur machen
Abschluß B.Sc.
Abschluß M.Sc.
Freunde in Australien besuchen
Auslandssemester machen
Noch ein Auslandssemster machen
Auslandsprakikum machen
Lebensmittel an bedürftige Menschen austeilen
In New York City leben und arbeiten
Lacrosse wieder anfangen
Marathon Laufen
Seite an Seite mit Robert Mugabe stehen
„The Sounds“ Konzert besuchen
Polarlichter sehen
House Running
Fallschirmsprung
Eigenes Unternehmen gründen
Durch die Sierra Nevada reiten
Island umrunden
Alle Länder Europas bereisen
Gesund bleiben
Frau fürs Leben finden
Bei Navajos Wein trinken
Wald pflanzen
Amateurfunklizenz machen
Machu Picchu erklimmen
Nackt durch eine Fußgängerzone flitzen
House Running von einem Wolkenkratzer
In einem Flughafen übernachten
Buch schreiben über ERASMUS
Mit Energie Cottbus Aufstieg feiern
Yellowstone Nationalpark mit Rucksack durchqueren
Rückkehrer-Netzwerk in Schwedt gründen
Zwei sich unbekannte Personen zu einem Liebespaar zusammen führen
Spanisch lernen
Onkel werden
Papa werden
Opa werden


Hoch