Team-Ausflug in die Prignitz

Damit unser Team neben dem anstrengenden Job auch mal etwas Anderes zusammen macht, haben sich unsere Leiter wieder etwas nettes einfallen lassen. Wir sind für zwei Tage in die Prignitz gefahren und haben markante Orte der Region besucht.

Am ersten Tag war unser Ziel das Hotel und Brauhaus Alte Ölmühle in Wittenberge. Neben der Brauerei und dem Hotelbetrieb ist dort auch ein Kletterpark, den wir gleich nach der Ankunft im Sinne eines sozialen Miteinanders durchlaufen haben. Zudem haben wir verschiedene Gruppenspiele gemacht, die die Koordination und Interaktion untereinander fördern sollen. Am Abend gab es leckeres Essen und ordentlich flüssiges, so dass wir erst kurz vor Sonnenaufgang wieder in die Betten gefallen sind.

Die Stadt Wittenberge hat übrigens einen sehr beeindruckenden Uhrenturm vom ehemaligen Singer-Werk. Leider ist das Unternehmen nach der Wende zugrunde gegangen (wie viele weitere Betriebe in der Region), so dass die vergangene Wirtschaftskraft ziemlich verblasst ist.

Am folgenden Tag sind wir mit dem Bus ins ehemalige Kombinat Kernkraftwerke „Bruno Leuschner“ nach Rheinsberg gefahren. Die Anreise war schon sehr speziell, denn das Kernkraftwerk befindet sich abseits von der Zivilisation mitten in einem Naturschutzgebiet. Für die Anreise muss man einen schmalen Waldweg einschlagen, der eher wie ein gut ausgebauter Radweg wirkt.

Am Kraftwerk wurden wir von zwei ehemaligen Mitarbeitern empfangen, die uns mehr über die Geschichte und die Technologie dieses beeindruckenden Standorts erzählt haben. Absoluter Höhepunkt war für alle der Rundgang durch die Gebäude und die Leitwarten mit Blick in den ehemaligen Reaktorraum. Für den Blick muss hier noch eine meterdicke Glasscheibe aus Bleiglas die Strahlung abschirmen, da die Dekontamination hier noch nicht abgeschlossen ist. Es ist schon etwas erdrückend, die Konsequenzen dieser Technologie so hautnah zu erleben.

Nach dem Rundgang sind wir in den Bus gestiegen und haben die 90 minütige Heimreise angetreten. Pünktlich um 16 Uhr waren wir wieder am Netzquartier.

Erkenntnisse: Die Prignitz ist landschaftlich ähnlich reizvoll wie die Uckermark, aber leider auch genauso leer.

Das Kernkraft Rheinberg wurde schon länger zurückgebaut als es überhaupt in Betrieb war.

Auf der Rückseite des 10-Mark-Scheins der DDR war die Blockwarte des Kernkraftwerks Rheinsberg abgebildet.

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