LTE in der Berliner U-Bahn

In den Medien hört man immer wieder von dem schlechten LTE Empfang und weißen Flecken in den entlegenen Regionen Deutschlands. Dass das kein ausschließliches Problem der Randregionen ist, erlebe ich jeden Tag in der Berliner U-Bahn. Mitten in der deutschen Hauptstadt haben täglich Zehntausende mit einen Mobilfunkstandard des letzten Jahrtausends zu kämpfen.

Schleichen mit der U-Bahn

Im Berliner U-Bahnnetz gab es bis heute nur für o2-Kunden (bzw. im aufgekauften E-Plus) vollen LTE-Empfang. Die größten deutschen Mobilfunkanbieter Telekom und Vodafone waren bisher völlig von 4G abgeschnitten.

So mussten die Pendler auf dem täglichen Weg zur Arbeit mit EDGE durch das Internet schleichen. EDGE? Ja genau, der verbesserte GSM-Standard mit einem praktischen Durchsatz von maximal 220 kBit beim Download. Damit war es nicht mal möglich, den Fahrplan der BVG abzufragen.

Nun hat die BVG den Notstand erkannt und auch die beiden größten Mobilfunk-Anbieter Telekom und Vodafone animiert, endlich mal zeitgemäße Technik anzubieten. Und siehe da: Mit dem heutigen Tag ist die U-Bahn im Industriestandard der Jahrtausendwende angekommen. Glückwunsch!

Geschwindigkeit aufnehmen

Jetzt muss die BVG nur noch die Reisegeschwindigkeit der U5 auf ein zeitgemäßes Tempo anheben. Bisher schleicht diese Linie deutlich langsamer durch die Tunnel als andere U-Bahnen in Berlin. Gerade beim Pendeln aus den Randbezirken macht sich diese Geschwindigkeitserhörung schon bemerkbar.

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