Kurzbesuch in Binz

Zeitraum: 22.07.-25.07.2019

Zwischen dem Sommerurlaub in Wendisch-Rietz und dem Geburtstag der Kleinen hatten wir noch ein paar Tage Luft, um das gute Wetter im Binz zu genießen. Statt tropischen 35 Grad in Berlin sind an der Küste entspannte 25 Grad und auch sonst ist es deutlich schöner als in der Hauptstadt.

Meine Großeltern haben uns wie immer voll versorgt, sodass wir uns voll auf den Strand konzentrieren konnten. Für die Kleine hat Karo noch einen Bade-Pelikan geholt, mit dem sie sehr viel Spaß hatte. Sie hat damit furchtlos alle Wellen gemeistert und ist mit Papa sogar bis zur Boje geschippert.

Nach praktisch 3 Tagen am Strand sind wir gut erholt zurückgefahren. Ich bin diesmal die alte Entlastungsstrecke über die Fähre Glewitz-Stahlbrode gefahren, um den Mädels mal was Neues zu zeigen. Rein zeitlich holt man dabei nichts raus, aber man sieht dabei ein paar Orte abseits der Touristenpfade.

Auf dem Festland haben wir einen längeren halt in Greifswald gemacht. Die Stadt ist wirklich sehr schön und es waren trotz der vorlesungsfreien Zeit sehr viele junge Leute unterwegs. Ein wirklich positiver Kontrast zum schmutzigen und überfüllten Berlin.

Dort sind wir schließlich gegen 17 Uhr eingetroffen und haben erstmal für die bevorstehenden Geburtstagsfeiern eingekauft.

Eine Woche München

Zeitraum: 25.Mai 2019 – 01.Juni 2019

Aufgrund des Feiertages und der damit verbundenen Kita-Schließzeiten hat es sich angeboten, für ein paar Tage Urlaub einzureichen und die Stadt zu verlassen. Und weil wir schon lange nicht mehr bei unseren Freunden in München waren, haben wir uns für einen Besuch der bayrischen Landeshauptstadt entschieden.

Anreise schon ein Highlight

Da uns die Autofahrt mit Kind zu stressig ist und wir auch nicht mehr so viel Kohlendioxid in die Atmosphäre blasen wollen, haben wir uns für eine Anreise mit dem Zug entschieden. Bei Kosten von 150 EUR für Hin- und Rückfahrt kann man auch nicht meckern. Dazu wurde im vorletzten Jahr die Strecke ausgebaut, so dass man nun mit bis zu 300 Stundenkilometern durch die Republik rauscht. Zu den Erfahrungen mit der Zugfahrt nach München habe ich einen gesonderten Beitrag geschrieben.

Nach 5 Stunden Zugfahrt sind wir in München Hauptbahnhof eingetroffen und wurden freundlich von Daniela in Empfang genommen. Sie hat uns dann auch zu Steffens Wohnung gebracht, wo wir freundlicherweise die nächsten Tage schlafen dürfen.

Zeit mit den Freunden

Sonntag früh haben wir bei unseren Freunden erst mal ausgiebig gefrühstückt. Die Kinder haben sich nach einer kurzen Eingewöhnung prächtig verstanden und so haben wir zunächst die örtlichen Spielplätze unsicher gemacht.

Nach dem Mittagsschlaf haben wir den nahegelegenen Westpark besucht und im Café Gans ein Eis geschleckt. Spätestens ab diesem Punkt hat bei uns die Erholung eingesetzt. Den gleichen Park haben wir am Abend noch komplett durchlaufen, um zu unserer Gästewohnung in der Berchemstraße zu kommen.

Keine Trendwende bei Europawahl

Erst im Bett habe ich von den Ergebnissen der Europawahl erfahren. Die großen Volksparteien haben mal wieder mächtig Federn gelassen und Parteien wie der AfD oder den Grünen mächtig Stimmen beschafft. Ich frage mich, wann die etablierten Parteien endlich den Ernst der Lage erkennen und gegensteuern?

Die Bedürfnisse der Bevölkerung müssen ernstgenommen werden, ansonsten werden die gewählten Protestparteien irgendwann die Regierung stellen. Gerade die SPD sollte sich mal daran erinnern, mit welchen Forderungen die Partei einst so groß geworden ist. Gesundheitsversorgung, Wohnungsbau und soziale Gerechtigkeit sind auch zur heutigen Zeit noch brandaktuelle Themen.

München entdecken

Am nächsten Tag sind wir früh losgefahren, um die vorerst letzten Sonnenstrahlen im englischen Garten zu genießen. Dort haben wir diverse Spielplätze unsicher gemacht und am Chinesischen Pavillon eine Schweinshachse nebst örtlichen Braugut zu uns genommen.

Auf den Weg dorthin sind wir am Karlsplatz umgestiegen. Hier kreuzen sich mehrere S- und U-Bahn Linien und dementsprechend tief wird es auch. Der Bahnsteig der Linie U5 liegt sogar 35 Meter und der Erde und ist nur über eine lange Rolltreppe zu erreichen.

Der Dienstag stand wieder im Zeichen des schlechten Wetters, sodass wir uns Ausflugsziele mit einem Dach herausgesucht haben. Zunächst sind wir zur BMW Welt gefahren, die eine große Enttäuschung für uns war. Wir hätten erwartet, dass es dort etwas zum Ausprobieren oder Spielen für die kleinen Gäste gibt. Stattdessen stehen dort nur überteuerte Autos und es gibt einen für Schulklassen reservierten Wissensbereich.

Besser war dagegen der Besuch der Allianz Arena. Im Stadion gibt es eine Bayern München Erlebniswelt (Museum), welche die Geschichte des Vereins eindrucksvoll darstellen. Daneben gibt es noch einen großzügigen Paulaner Fan-Treff, bei dem wir gut gegessen und getrunken haben. Dazu habe ich mir noch eine Stadiontour gegönnt und habe somit alle wichtigen Ecken des Stadions kennenlernen dürfen. Nach meinen Stadiontouren in Manchester, Liverpool, Madrid und Barcelona und Kiew war es meine erste deutsche Stadiontour überhaupt. Als alter Bayern Fan war es schon schön anzusehen, auch wenn meine Emotionen eigentlich in der Lausitz hängen.

Am Mittwoch haben wir uns das deutsche Museum angeschaut. Für mich war der Starkstrom und Informatikbereich am interessantesten. Im letzteren steht der Nachbau einer Zuse Z3, auf der man (trotz altertümlicher Relais-Schaltungen) schon die Grundzüge moderner Computer erkennen kann. Insgesamt sollte man für das Museum mehr als einen Tag einplanen, wenn man Interesse an Technik hat.

Umland von München entdecken

Passenderweise wurde das Wetter ab Christi Himmelfahrt wieder besser, so dass es sich richtig gelohnt hat, aus der Stadt zu fahren. Die Mädels haben mal wieder tolle Touren rausgesucht.

So haben wir am Donnerstag das Gut Aiderbichl Iffeldorf im Bayerischen Oberland besucht. Für unsere (Großstadt-)Kinder war es ein richtiges Highlight, mal einen Kuhstall oder Schweinestall zu betreten. Der Geruch und die „komischen“ Geräusche waren unserer kleinen aber nicht so wirklich geheuer, so dass sie schnell wieder ins Freie wollte. Dafür hat der Kaiserschmarrn zum Mittag richtig gemundet.

Anschließend sind wir ein paar Kilometer weiter zur Südspitze des Starnberger Sees gefahren. In der Ortschaft Seeshaupt ist eine schöne Promenade, die wir mit unserer mitgebrachten Kreide noch schöner gemacht haben. Insgesamt ist die Region sehr wohlhabend und dementsprechend gepflegt ist es überall.

Am Freitag sind wir zum Schliersee gefahren und haben zunächst den örtlichen Wasserspielplatz in Beschlag genommen. Da sich das Wetter weiter aufgeklärt hat, sind wir mit der Seilbahn auf die Schliersberger Alm gefahren. Bei herrlichen Sonnenschein haben wir erneut die Spielplätze in Beschlag genommen und bayrische Grundnahrungsmittel (Schweinshaxe und Ayinger) zu uns genommen. In unserer Gruppe mit den 3 Frauen und 3 Mädchen fühlte es sich für mich fast wie ein richtiger Herrentag an.

Den Weg nach unten haben Yuliya und ich über eine super schöne Sommerrodelbahn (Ferienpark Schliersberger Alm) zurückgelegt. Mit Kind im Wagen war ich aufgrund der schlechten Balance eher langsam unterwegs, aber der Ausblick und die Strecke war echt gut. Damit waren unsere Ausflüge und unser Urlaub auch schon fast beendet.

Den letzten Abend (und die letzte Nacht) verbrachten wir bei den Mädels. Der Rückweg am Samstagmorgen mit dem ICE 800 von München nach Berlin war – wie die Hinfahrt – sehr entspannt.

Erkenntnisse: In der U-Bahn München hat man mit dem Netz der Telekom überall vollen LTE-Empfang.

Das Tarifsystem im Münchener Nahverkehr mit seinen Streifen und Zonen ist nicht wirklich intuitiv.

Helles Bier ist kein Weißbier.

Tegernsee Hell ist mein neues Lieblingsbier.

Erfahrungsbericht auf der Schnellfahrstrecke von Berlin nach München

Mit der Fertigstellung aller Schnellfahrstrecken im Rahmen des Verkehrsprojekts Deutsche Einheit Nr. 8 (VDE) hat sich die Reisezeit mit dem Zug von Berlin nach München auf 4 1/2 Stunden reduziert. Nun haben wir einen privaten Besuch zum Anlass genommen, die neue Hochgeschwindigkeits-Strecke mal auszuprobieren.

Zunächst mussten wir allerdings eine (zeitraubende) Rundreise mit dem ICE durch Berlin ertragen. Bedingt durch Bauarbeiten in Teltow sind wir nicht einfach über den Nord-Süd Tunnel rausgefahren, sondern mussten zunächst nach Norden Richtung Pankow fahren, um dann über das Karower Kreuz auf den Außenring bis nach Ludwigsfelde zu fahren. Lustiger weise führte uns die Strecke durch Biesdorf, wo wir ca. 1 Stunde vorher losgefahren sind.

Geschwindigkeit aufnehmen

Einen ersten Eindruck von der Geschwindigkeit der neuen Bahnstrecke haben wir auf der Neubaustrecke zwischen Halle (Saale) und Erfurt bekommen. Hier fährt der Zug mit über 250 km/h durch sehr reizvolle Landschaften mit hohen Brücken und vielen Tunneln. Eines der Highlights ist die Saale-Elster-Talbrücke gleich hinter Halle, welche mit 6465 Meter auch die längste Brücke in Deutschland ist. Weitere Highlights sind:

  • Unstruttalbrücke, 2668 Meter, 2012, Sachsen-Anhalt, nahe Karsdorf
  • Bibratunnel, 6467 Meter, 2012, Sachsen-Anhalt
  • Finnetunnel, 6965 Meter, 2013, Landesgrenze Sachsen-Anhalt/Thüringen

Ab Erfurt beginnt die Schnellfahrstrecke nach Nürnberg (Eröffnung Dezember 2017, 107 km) . Auch hier sind einige bauliche Highlights hervorzuheben:

  • Tunnel Silberberg, 7407 Meter, 2017, Thüringen
  • Tunnel Bleßberg, 8326 Meter, 2017, Thüringen
  • Talbrücke Froschgrundsee, 2011, Landesgrenze Thüringen/Bayern

Ab Nürnberg folgt die Schnellfahrstrecke Nürnberg–Ingolstadt–München, welche allerdings schon seit 2006 existiert. Auf dem Teilstück hatten wir auch die höchste Geschwindigkeit der Reise mit 295 km/h.

Nach 5 Stunden Zugfahrt sind wir pünktlich am Hauptbahnhof München eingetroffen. Die Reise ist vom Komfort deutlich dem Flugzeug überlegen, da man nicht erst zum Flughafen laufen muss und sich auch im Zug frei bewegen kann. Die Reisezeit ist mit dem Flugzeit sicherlich noch einen Tick schneller, aber ich würde die Bahn immer bevorzugen.

Kochkurs in Biesdorf

Wir haben die Möglichkeiten in unserem neuen Kietz genutzt und einen Kurs in der Kochschule Berlin-Biesdorf besucht. Die Kochschule ist nur ein paar Meter von unserer Wohnung entfernt, so dass für uns quasi ein Heimspiel war.

Der Kochkurs hatte den Titel „Prime Beef – der ultimative Steak Kurs“ und hat in dieser Form das erste Mal stattgefunden. Dementsprechend experimentierfreudig war auch unser Koch Ingo Weidhaas. Das Fleisch wurde von den Fleischrebellen bereitgestellt, die einen Lieferdienst für hochwertiges Fleisch in Berlin aufgebaut haben.

Leichter Anfang

Als Vorspeise hatten wir Carpaccio vom irischen Rind mit Olivenöl, Salz, Pfeffer und Parmesan angerichtet. Dazu gab es Rucola mit selbst gemachten Dressing auf Basis von Majonäse. Vom Aufwand und Schwierigkeitsgrad war es genau das richtige für mich. Und der Geschmack war wahnsinnig gut.

Grillen bis in den Grenzbereich

Anschließend haben wir ein Flank-Steak auf einem improvisierten Beefer zubereitet. Dazu hatten wir einen Grillkohle-Anzünder auf einen heißen Grill gestellt und ganz oben den Rost aufgelegt. Das entspricht zwar ausdrücklich nicht dem Lehrbuch, aber erzeugte die notwendigen Temperaturen für den Beefer.

Das Fleisch hatten wir so lange auf den Beefer gelegt und wieder abgenommen, bis eine Kerntemperatur von 50 Grad erreicht wurde. Diese Variante der Zubereitung ist eher etwas für den abenteuerlustigen Grillmeister mit viel Zeit.

Zur Abwechslung mal Fisch

Gut gesättigt gingen wir in die nächste Runde und grillten zur Abwechslung Fisch. Dazu hatten die Fleischrebellen Thunfisch mitgebracht, den wir aufgrund seiner Frische auch direkt roh gekostet haben.

Beim Zubereiten haben wir den Thunfisch nur ganz kurz auf den Grill gelegt, weil er sonst zu trocken wird. In kleine Portionen geschnitten wurde daraus Thunfisch-Sashimi mit einer selbstgemachten Teriyaki-Soße.

Zum Abschluss mal Fleisch

Zum Abschluss haben wir noch jeweils ein Stück Rindfleisch aus den USA (Entrecôte französisch für Zwischenrippe) auf den Holzkohle- sowie Elektrogrill gelegt. Zu unserem Erstaunen ist das Fleisch auf dem Elektro-Grill sogar noch besser geworden. Für den Verzehr haben wir das Fleisch in mundgerechte Stücke geschnitten und nur mit einem Salzstein gewürzt. Wie bei allen anderer Gängen war es sehr lecker.

Erkenntnisse: Keine Aluschalen für das Grillen von Gemüse verwenden, sondern einen Edelstahl Gemüsekorb.

Mit der iGrill App und den passenden Sensoren kann man den Zustand des Fleisches auf dem Handy überwachen.

Well-Done ist ein No-Go für Rindsteak.

Winterurlaub im Isergebirge

Der letzte Winterurlaub ist zwar erst gut einen Monat her, aber trotzdem wollten wir noch mal im kleinen Kreis ein paar Tage Bergluft schnuppern. Diesmal ging es nach Świeradów- Zdrój (deutsch Bad Flinsberg) ins Isergebirge.

Anreise als Grenzgänger

Dank den offenen Grenzen in der EU muss man bei der Routenplanung keine Rücksicht mehr nehmen, ob man eine Landesgrenze überschreitet. So entschieden wir uns für eine Route über die Lausitz, Polen, Tschechien und schließlich wieder nach Polen. Schade, dass genau diese Freiheit von Nationalisten der jeweiligen Länder gerade in Frage gestellt wird.

Damit wir die Strecke nicht in einem Stück fahren müssen, haben wir einen Zwischenstopp in Bad Muskau eingelegt. Dort haben wir den weitläufigen Fürst-Pückler-Park und das Schloss besichtigt, welches in den Jahren von 1995 bis 2004 aufwändig saniert wurde. Genau im Park verläuft auch die Staatsgrenze zu Polen, so dass man echt viel Vorstellungskraft braucht, um sich den Zustand vor 20 Jahren vorzustellen. Es scheint, hier ist Europa wirklich zusammengewachsen.

Interessent war auch der Grenzübergang zwischen Polen und Tschechien. Die polnische Stadt Zawidów (Seidenberg) knüpft nahtlos an die tschechische Ortschaft Habartice (Ebersdorf) an. Rein baulich nimmt man die Grenze nicht wahr und auch zwischen den Ortschaften keinen Unterschied ausmachen.

Die letzten Meter zu unserem Hotel & Medi-SPA Biały Kamień war schon etwas aufregend. Bad Flinsberg ist an sich schon sehr bergig und wenn dann noch schmale Straßen mit Glatteis ins Spiel kommen, hat man echt viel Freude mit einem vollgeladenen Kleinwagen. Der erste Eindruck von Hotel, Schwimmbad und näherer Umgebung war aber sehr vielversprechend – hier kann man also gut Urlaub machen.

Ankommen in Świeradów-Zdrój

Der Montag brachte herrlichen Sonnenschein, so dass wir erstmal den Ort zu Fuß bzw. per Schlitten erkundeten. Die Hauptattraktion ist zweifellos das Kurhaus mit der hölzernen Wandelhalle. Bereits vor Jahrhunderten wurden hier mineralische Quellen entdeckt, so dass die Stadt ab 1763 ein anerkannter Kur- und Badeort wurde.

Auch wir haben uns einen Schluck Mineralwasser gegönnt, welches aber eher zu mineralisch für unseren mit Leitungswasser verwöhnten Geschmack war. Unsere Kleine war auch nicht dafür zu begeistern, obwohl wir ihr das besonders gesunde Getränk gern öfter gegeben hätten. Die kleine Tasse haben wir als Andenken in jedem Fall behalten.

Direkt vor dem Kurhaus beginnt die Ul. Zdrojowa, welches sowas wie die zentrale Fußgängerzone in Bad Flinsberg darstellt. Dort findet man Restaurants, Bekleidungs- und Souvenirgeschäfte von unterschiedlicher Qualität. Wir haben uns eine Pizza im Restaurant Margerita gegönnt, welche trotz unfreundlicher desinteressierter Bedienung sehr gut geschmeckt hat.

Am Nachmittag sind wir etwas raus gefahren und haben den Queis-Wasserfall (
Wodospad Kwisa) angeschaut. Dieser liegt etwas versteckt am Rande der Ortschaft und ist nicht ausgeschildert. Ich habe den Ort gleich mal bei Openstreetmap eingetragen, so dass sich im Sommer hier wohl Heerscharen von Touristen verirren werden.

Entspannen im Hotel

Am Dienstag haben uns die Schwiegereltern besucht, so dass wir etwas entspannter in den Tag gehen konnten. Unsere Kleine wurde bei herrlichen Wetter mit Eis, Waffeln und Schlagsahn im Cafe Maestro verwöhnt. Wir selbst gönnten uns auch ein paar Stunden im Spa und genossen den Urlaub in vollen Zügen. Im Hotel haben wir auch noch eine polnische Schauspielerin entdeckt, die mir ihrem Instagram Account auch Werbung für das Hotel machte.

Da das Wetter am Mittwoch immer noch in Ordnung war, haben wir mit dem Auto einen Ausflug ins tschechische Liberec (Reichenberg) unternommen. Diese Stadt ist mit über 100.000 Einwohnern immerhin die fünftgrößte in Tschechien und war nur 45 km entfernt. Die Fahrt führte auf tschechischer Seite durch malerische Landschaften, die teilweise an Bayern erinnern.

In Liberec angekommen, hatten wir die vermeintlich einfache Aufgabe, unseren Parkplatz in der Innenstadt zu bezahlen. Erstes Problem, wir hatten keine Tschechischen Kronen. Zweites Problem, der Geldautomat hatte meine VISA-Karte gesperrt. Da wir das Risiko nicht eingehen wollten, eine weitere VISA-Karte zu sperren, mussten wir einen Laden finden, der unsere letzten Euros annimmt und uns dann Kronen zurückgebiet. Glücklicherweise hat ein Kiosk-Besitzer sich bereiterklärt, das Rückgeld des Einkaufs in Kronen auszuzahlen.

Nachdem der Parkplatz gesichert war, haben wir uns die Innenstadt näher angeschaut. Die Wallensteinhäuser sind sehr schön anzusehen, aber dummerweise direkt an einem hässlichen Plattenbau angebaut. Der Markt mit dem Rathaus ist aber schon ein Hingucker. Das Rathaus wurde nach Plänen von Franz von Neumann Ende des 19.Jahrhundertsgebaut und erinnert sehr an das Wiener Rathaus. In der näheren Umgebung sind noch ein Einkaufszentrum und eine größere Fußgängerzone, welches wir erlaufen haben.

Ab Donnerstag wurde das Wetter Zunehmens schlechter, so dass wir unsere Aktivitäten wieder mehr in den Badebereich unseres Hotels verlegt haben. Für die Lütte war das auch am vierten Tag unseres Urlaubs immer noch die Lieblingsbeschäftigung.

Da das Wetter am Freitag wieder besser würde, sind wir den Heufuder (Stóg Iserski) mit der Gondel hochgefahren. Auf 1100 Metern Höhe war es schon ziemlich stürmisch und leider hat sich die Sonne auch nur selten blicken lassen. Das Skigebiet ist aber schon mal für die Zukunft vorgemerkt. Die Infrastruktur mit Seilbahn, Skiverleih, Skibus und Bauden ist sehr gut ausgebaut.

Heimreise über Görlitz

Für die Rücktour haben wir uns wieder einen interessanten Zwischenstopp ausgesucht und haben halt in Görlitz bzw. Zgorzelec gemacht. Es hat sich seit meinem letzten Besuch vor einigen Jahren nicht viel verändert und ist immer noch sehr schön anzuschauen. Die Straßen waren aber ganz schön leer, hier kommt der große Touristenstrom wohl noch.

Das ehemalige Kaufhaus wurde erfreulicherweise von einem Investor aus der Oberlausitz gekauft und soll nun endlich wieder zum Leben erweckt werden. Das wird auch Zeit, denn das Gebäude ist wirklich ein Hingucker. Hier würde auch der Film The Grand Budapest Hotel oder Inglourious Basterds gedreht.

Wir haben am Untermarkt im Cafe Bistro Gloria (Patrizierhaus St. Jonathan) im historischen Ambiente Mittag gegessen, ehe wir endgültig die Heimreise antraten. Ein schöner Urlaub ging zu Ende.

Familienwochenende in Ottendorf

Die ganze Familie hatte sich auf Einladung von Steffen zusammen gefunden, um ein Wochenende in Ottendorf in der Sächsischen Schweiz zu verbringen. Wir hatten das komplette Ferienhaus „Zur Ottendorfer Hütte“ für uns reserviert und waren mit insgesamt 4 Generationen vor Ort.

Die späte Anreise am Freitagabend bei Regen und Schneefall war alles andere als entspannt. Zudem sind manche Hügel für einen Flachländler schon etwas Besonderes und man bekommt etwas Puls, wenn es auf einmal steiler bergauf oder bergab geht. Nichts desto trotz haben es alle sicher geschafft und konnten den ersten Abend gemeinsam genießen.

Am nächsten Tag haben wir den Tiefschnee am Rande unserer Unterkunft ausprobiert. Für die Kinder war es ordentlich Spaß, mit dem Schlitten – oder ohne – den Abhang runter zu rutschen. Für unsere kleinste war es die erste bewusste Erfahrung mit Schnee überhaupt.

Am Nachmittag sind einige noch in das Seidenmuseum und zum Skihang nach Sebnitz gefahren. Wir haben die Zeit lieber zur Entspannung genutzt, damit wir am Abend zur Spielerunde fit waren. So richtig ist der Plan nicht aufgegangen, da wir früh in Bett versackt sind. Dafür hatten aber die anderen richtig Spaß bei Cranium. 😀

Am Sonntag war dann schon wieder die Abreise. Nach einem ordentlichen Frühstück und reichlichen Überlegungen zum Tagesprogramm sind wir dann schließlich alle direkt nach Hause gefahren. Es war hoffentlich nicht der letzte Winterurlaub in diesem Jahr.

Umzug in mehreren Akten

Vorbereitung

Schon Wochen vor dem eigentlichen Umzugstermin haben wir den Keller und die Wohnung nach ungenutzten Sachen durchsucht. In den letzten 5 Jahren hat sich so einiges angesammelt, so dass wir viele Dinge noch verkauft oder verschenkt haben. Nichts desto trotz hat unser Hausstand eine sehr unhandliche Größe angenommen, so dass wir für den Umzug ein Unternehmen gebucht haben.

Freitag, 09.11.2018 – Umzugstermin

Mit knapp 30 Umzugskartons, reichlich Möbeln und einer zerlegten Küche wollten wir den Umzug pünktlich um 9 Uhr starten. Leider hatte aber einer der bestellten Helfer verschlafen, so dass die anderen beiden Kollegen erst mal die Arbeit verweigerten. So warteten wir knapp 30 Minuten bis der dritte Helfer bei uns ankam und legten mit Verspätung los. Für einen kleinen Nervenkitzel sorgte zudem die Parkplatz-Situation vor unserer alten und neuen Wohnung. Sowohl in Prenzlberg als auch in Biesdorf bekommt man einen 3,5t Lastwagen nicht einfach so eingeparkt. Dank geschickter Parkraumbewirtschaftung mit zwei Autos könnten wir das Problem allerdings lösen. 🙂

Nach knapp 2 Stunden war unsere alte Wohnung (fast) leer und der Laster gefüllt. Weitere 2 Stunden später war unsere neue Wohnung in Biesdorf voll und der Laster wieder leer. Nun mussten die Möbel noch vernünftig aufgebaut und die Anschlüsse in der Küche gemacht werden. Dank tatkräftiger Unterstützung von Opa haben wir noch am selben Abend die Grundversorgung hergestellt und konnten erstmalig in der Wohnung übernachten.

Besonders für unsere Kleine war es ein harter Umzug mit einigen Entbehrungen und einer komplett neuen Umgebung. Sie hat es aber super gemeistert und ihr neues Zimmer gut angenommen.

Samstag, 10.11.2018 – Schichtwechsel

Nachdem meine Eltern uns in den letzten 3 Tagen unterstützt hatten, haben wir am Samstag einen Schichtwechsel gemacht und meine Schwiegereltern haben uns unterstützt. So konnten wir immerhin alle viele Lampen anbringen, die Wände im Kinderzimmer fertig streichen und weitere Kartons leeren. Am Sonntag haben wir noch die alte Wohnung für die Übergabe vorbereitet und das Bett für die kleine aufgebaut. Mehr ging nicht, auch weil wir selbst mal ein paar Stunden für uns brauchten.

Mittwoch, 14.11.2018 – Offiziell umgemeldet

Am Mittwoch hatte ich meinen Termin beim Bürgeramt in Biesdorf. Die Ummeldung ging sehr unkompliziert und somit bin ich nun offiziell Marzahner! Das Bürgeramt ist nur einen Steinwurf von unserer neuen Wohnung entfernt, da hat sich der Umzug also gelohnt. Leider trifft das nicht auf den Weg zur Arbeit zu, der sich nun auf 45 Minuten verlängert hat.

Vorbereitung zur Wohnungsabnahme

Wir sind zwar schon gut angekommen in Biesdorf, aber eine Verantwortung sind wir bisher noch nicht losgeworden: Die alte Wohnung. Ein bisschen Wehmut ist schon dabei, wenn man die erste gemeinsame Wohnung aufgibt. Dort hat vieles angefangen und dort wurde unsere kleine Familie gegründet. Die Gegend und die Nachbarn sind einen ans Herz gewachsen, so dass der Abschied nicht so leicht fällt.

Gemeinsam mit Opa habe ich noch die letzten Reste aus der alten Wohnung entfernt und einmal alles sauber gemacht. Für manche Fenster war es die erste Reinigung seit dem Einzug vor 5 Jahren. Ob es dann für eine korrekte Abnahme reicht, müssen wir sehen. 

Freitag, 30.11.2018 – Wohnungsabnahme

Pünktlich zum Monatsende haben wir den Termin für die Wohnungsabnahme mit unserem chinesischen Vermieter vereinbart. Karo hat sich reichlich zu den geltenden Gesetzen und zugehörigen BGH-Urteilen belesen, so dass wir alles minimalistisch aber gesetzeskonform ausgebessert haben. Kurze Schreckmomente sind aufgetreten, als der Vermieter im Parkettboden einige tiefere Kratzer entdeckte. Diese hatten wir bisher nicht gesehen und stammten auch nicht von uns. Letztendlich war er aber sehr fair und hat die ganze Wohnung ohne Mängel abgenommen. Damit haben wir nun eine Aufgabe weniger und können uns der Vollendung der neuen Wohnung widmen. 

Dienstreise mal anders

Seit meinem Job-Wechsel vor zweieinhalb Jahren hat sich der Kollegenkreis innerhalb der IT-Abteilung stetig vergrößert. Neue Aufgabengebiete für die Digitalisierung, Smart Metering und die Zusammenarbeit der Netzbetreiber haben unseren Bereich auf über 70 Leute anwachsen lassen. Auch mein Aufgabengebiet hat sich stetig weiterentwickelt und ist noch vielfältiger geworden.

Um den Zusammenhalt zwischen den Kollegen zu stärken und auch mal etwas Abwechslung von stressigen Alltag zu haben, hat unsere Bereichsleitung einen Ausflug mit der gesamten Mannschaft nach Hamburg organisiert.

Zwei Tage in Hamburg

In bester Klassenfahrt-Manier sind wir mit dem Bus in Moabit losgefahren und waren 3 Stunden später bei der ersten Station unseres Ausflugs: The Imperial Lasertag Academy (TILTA) in Hamburg. Dort wurden wir in angemessene Kampfkleidung verpackt und sind dann in kleinen Grüppchen aufeinander losgegangen. Es hat wirklich Spaß gemacht, die Kollegen auch mal in anderer Form gegenüber zu stehen.

Mit unseren durchnässten und ausgelauchten Körpern sind wir anschließend ins Motel One St. Pauli gefahren, um uns für das anschließende Abendprogramm aufzufrischen.

Los ging es in dem Restaurant Herzblut St. Pauli, wo wir mit selbst belegten Burgern den kulinarischen Grundstein für die nächsten Stunden gelegt haben. Gut gestärkt und getränkt sind wir anschließend auf Empfehlung eines Kollegen in der Bar The Chug Club gestrandet. Dort haben wir eine sehr genüssliche Kombination von verschiedenen Tequila-Mischungen zu uns genommen. Ein harter Kern hat sich anschließend noch auf die Suche nach einem adäquaten Tanzlokal gemacht. Die Auswahl ist an einen Montagabend leider nicht so riesig, aber letztendlich sind wir im MashUp Music Bar in der Großen Freiheit fündig geworden. Zwischen volltrunkenen Teenagern und einem DJ, der die Lieder immer nur 20 Sekunden anspielte, haben wir unsere letzten Kraftreserven abgetanzt und sind anschließend nur noch kaputt ins Bett gefallen.

Besuch der Airbus Werke

Am nächsten Morgen haben wir uns pünktlich um 9 Uhr vor dem Hotel getroffen, um gemeinsam zu den Airbus Werken nach Hamburg-Finkenwerder zu fahren. Dort haben wir die Endmontage der A380 hautnah besichtigen können und viel über die Flotte von Airbus gelernt. Nach der zweistündigen Tour sind wir anschließend weiter nach Neuenfelde zu Bundt’s Gartenrestaurant gefahren, um in dörflicher Idylle noch gemeinsam eine Mahlzeit zu uns zu nehmen. Anschließend haben wir den Bus in Richtung Heimat betreten und waren pünktlich zum Abendessen in Berlin.

In den kommenden Monaten stehen uns größere Umstrukturierungen im Konzernverbund bevor. Es bleibt spannend, ob wir in der Besetzung noch mal auf Reise gehen werden.

Hoher Besuch im Kindergarten

Für die Kinder war es wohl eine unbedeutende Randerscheinung, aber für die Erzieher und Eltern war es ein Höhepunkt: Die Ehefrauen des polnischen und deutschen Staatspräsidenten (Frau Agata Kornhauser-Duda und Frau Elke Büdenbender) haben die Kita Hausburgviertel in Berlin Prenzlauer Berg besucht. Die Damen haben sich über die Arbeit in der Kita informiert und dabei insbesondere die internationale Ausrichtung der Kita gelobt.
Die Anwohner hatten auch etwas von dem Besuch, denn das Hausburgviertel wurde durch die Polizei abgesperrt.
Weitere Informationen:

Ausflug nach Küstrin

Wir haben den wohl letzten richtigen Sommertag in diesem Jahr genutzt, um einen Tagesausflug ins polnische Kostrzyn nad Odrą zu machen. Für die festivalerprobte Generation ist diese Stadt vor allem durch das jährliche Musikfestival Haltestelle Woodstock Pol’and’Rock Festival bekannt. Für uns war eher das Treffen mit den Schwiegereltern der Anlass, um mal aus der Hauptstadt rauszufahren.

Die Reise mit dem Auto dort hin ist denkbar einfach. Man fährt in Friedrichshain auf die B1 und dann praktisch immer geradeaus entlang der alten Reichsstraße 1 bis man in Polen ist.

Beim überqueren der Oder bekommt man sofort einen ersten Eindruck von der besonderen Lage der Stadt: Hier trifft eine alte Handelsstraße auf den Zusammenfluss von Oder und Neiße. Nicht zuletzt auch deshalb wurde die Stadt in seiner Geschichte zu einer Festung umgebaut, die man heute noch besichtigen kann.

Das beeindruckende und traurige daran ist aber, dass seit dem zweiten Weltkrieg kein einziges Gebäude mehr innerhalb dieser Festungsmauer steht. Man kann durch die erhaltenen Kopfsteinpflaster-Straßen laufen, alte Gullydeckel und Straßenbahnschienen erkennen. Auch die Namensschilder der Straßen wurden wieder aufgestellt. Nur die Gebäude sind bis zu den Grundmauern zerstört und abgetragen. Der Marktplatz ist eine große Rasenfläche, auf dem prächtige Linden wachsen.

Diese zerstörte Altstadt ist ein kulturelles Erbe, welches man genau in dieser Form für die nachfolgenden Generationen erhalten sollte. Ein Besuch der restaurierten Kasematte (Museum) ist in jedem Fall auch zu empfehlen.

Erkenntnisse: Der Wasserturm in Kostrzyn hat sehr große Ähnlichkeit mit dem Wasserturm in Schwedt/Oder.