Kurzbesuch in Binz

Zeitraum: 22.07.-25.07.2019

Zwischen dem Sommerurlaub in Wendisch-Rietz und dem Geburtstag der Kleinen hatten wir noch ein paar Tage Luft, um das gute Wetter im Binz zu genießen. Statt tropischen 35 Grad in Berlin sind an der Küste entspannte 25 Grad und auch sonst ist es deutlich schöner als in der Hauptstadt.

Meine Großeltern haben uns wie immer voll versorgt, sodass wir uns voll auf den Strand konzentrieren konnten. Für die Kleine hat Karo noch einen Bade-Pelikan geholt, mit dem sie sehr viel Spaß hatte. Sie hat damit furchtlos alle Wellen gemeistert und ist mit Papa sogar bis zur Boje geschippert.

Nach praktisch 3 Tagen am Strand sind wir gut erholt zurückgefahren. Ich bin diesmal die alte Entlastungsstrecke über die Fähre Glewitz-Stahlbrode gefahren, um den Mädels mal was Neues zu zeigen. Rein zeitlich holt man dabei nichts raus, aber man sieht dabei ein paar Orte abseits der Touristenpfade.

Auf dem Festland haben wir einen längeren halt in Greifswald gemacht. Die Stadt ist wirklich sehr schön und es waren trotz der vorlesungsfreien Zeit sehr viele junge Leute unterwegs. Ein wirklich positiver Kontrast zum schmutzigen und überfüllten Berlin.

Dort sind wir schließlich gegen 17 Uhr eingetroffen und haben erstmal für die bevorstehenden Geburtstagsfeiern eingekauft.

Sommerurlaub in Brandenburg

Zeitraum: 13.07. – 20.07.2019

Eine Mischung aus Faulheit, Umweltbewusstsein und Heimatverbundenheit brachte uns dazu, unseren diesjährigen Sommerurlaub nicht am Mittelmeer, sondern in der Mark Brandenburg zu verbringen.

Um trotzdem nicht auf den Badespaß mit der Kleinen zu verzichten, haben wir uns ein Ferienhaus am zweitgrößten See in Brandenburg – dem Scharmützelsee – gebucht. Schon im letzten Jahr war ich mit Steffen hier campen und konnte die tolle Gegend kennenlernen. Nun wollten wir die Gegend mit der ganzen Familie genießen und buchten uns das Ferienhaus Seestern im Ferienpark Scharmützelsee in Wendisch-Rietz.

Der Ferienpark liegt nur 60 km von Berlin und bietet neben dem großen See auch viele Freizeitaktivitäten für schlechtes Wetter. Das war nämlich in den ersten Tagen des Urlaubs sehr durchwachsen. Direkt auf dem Feriengelände ist auch die Anlegestelle für die Scharmützelsee Schifffahrtsgesellschaft.

Unser erstes Ausflugziel war der fußläufig erreichbare Freizeitpark Wendisch Rietz. Dort haben wir zur Freude der Kleinen die Spielplätze unsicher gemacht und heimische Tiere gefüttert.

Am Sonntag haben uns Steffen und Diana zusammen mit Tux besucht und wir haben in alter Studentenmanier den Tag verbracht. Ich habe die Gelegenheit genutzt, meinen neuen Gasgrill erstmals mit Gästen auszuprobieren und es hat wunderbar geklappt. Leider mussten unsere Gäste am Montag wieder zurück nach Cottbus, um ihre Doktorarbeiten zu vollenden.

Kinderprogramm in der Woche

Die folgenden Tage verbrachten wir im Umkreis von 1000 Metern unseres Ferienhauses. Wir genossen es sehr, einfach mal nichts zu planen und spontan in den Tag zu leben. Glücklicherweise hat der Ferienpark genug Möglichkeiten für ideenlose ausspannende Eltern, um die Kinder bei Laune zu halten.

Am Montagabend sind wir zum Puppentheater „Kasper und der Räuber Pfefferkorn“ in Eddys Gasthaus gegangen. Die Vorstellung wurde durch Tränkler‘s Puppentheater organisiert, welche das auch wirklich gut gemacht haben.

Die restlichen Wochentage haben wir so ziemlich alle Unterhaltungsprogramme des Ferienparks mitgenommen. So haben wir am Indianer-Basteln, Indinaner-Fest, Kinderbingo und Piratenfest teilgenommen und unzählige Male Boote, Fahrräder und Kettcars ausgeliehen.

Am Freitag sind wir noch zum Eisenbahn-Park direkt am Bahnhof von Wendisch-Rietz gefahren. Dort kann man auf zwei (Kleinst-) Zügen durch verschiedene Landschaften fahren und in einem Verkehrspark gefahrlos den Straßenverkehr nachspielen. Die Kleine wollte gar nicht mehr von der Eisenbahn runter und wäre gern den ganzen Tag hier geblieben.

Gegen Mittag sind allerdings noch Peggy mit Familie zu uns gestoßen und wir haben eine schöne Zeit zusammen verbracht. Die Jungs haben toll mit unserer kleinen gespielt, so dass sich die Erwachsenen entspannen konnten.

Am folgenden Samstag – dem wettermäßig schönsten Tag des ganzen Urlaubs – mussten wir den Ferienpark schließlich wieder verlassen. Die Woche verging sehr schnell und wir haben viel unternommen. Die Entspannung kam trotzdem nicht zu kurz.

Am Sonntag besuchen uns unsere Münchener Freunde in Berlin und am Montag geht es nach Binz. Der Sommer bleibt spannend!

Erkenntnisse: Den Ferienpark Scharmützelsee hat mit seinem Unterhaltungsprogramm für Kinder und den vielen Freizeitmöglichkeiten kann man wärmstens weiter empfehlen.

Eine Woche München

Zeitraum: 25.Mai 2019 – 01.Juni 2019

Aufgrund des Feiertages und der damit verbundenen Kita-Schließzeiten hat es sich angeboten, für ein paar Tage Urlaub einzureichen und die Stadt zu verlassen. Und weil wir schon lange nicht mehr bei unseren Freunden in München waren, haben wir uns für einen Besuch der bayrischen Landeshauptstadt entschieden.

Anreise schon ein Highlight

Da uns die Autofahrt mit Kind zu stressig ist und wir auch nicht mehr so viel Kohlendioxid in die Atmosphäre blasen wollen, haben wir uns für eine Anreise mit dem Zug entschieden. Bei Kosten von 150 EUR für Hin- und Rückfahrt kann man auch nicht meckern. Dazu wurde im vorletzten Jahr die Strecke ausgebaut, so dass man nun mit bis zu 300 Stundenkilometern durch die Republik rauscht. Zu den Erfahrungen mit der Zugfahrt nach München habe ich einen gesonderten Beitrag geschrieben.

Nach 5 Stunden Zugfahrt sind wir in München Hauptbahnhof eingetroffen und wurden freundlich von Daniela in Empfang genommen. Sie hat uns dann auch zu Steffens Wohnung gebracht, wo wir freundlicherweise die nächsten Tage schlafen dürfen.

Zeit mit den Freunden

Sonntag früh haben wir bei unseren Freunden erst mal ausgiebig gefrühstückt. Die Kinder haben sich nach einer kurzen Eingewöhnung prächtig verstanden und so haben wir zunächst die örtlichen Spielplätze unsicher gemacht.

Nach dem Mittagsschlaf haben wir den nahegelegenen Westpark besucht und im Café Gans ein Eis geschleckt. Spätestens ab diesem Punkt hat bei uns die Erholung eingesetzt. Den gleichen Park haben wir am Abend noch komplett durchlaufen, um zu unserer Gästewohnung in der Berchemstraße zu kommen.

Keine Trendwende bei Europawahl

Erst im Bett habe ich von den Ergebnissen der Europawahl erfahren. Die großen Volksparteien haben mal wieder mächtig Federn gelassen und Parteien wie der AfD oder den Grünen mächtig Stimmen beschafft. Ich frage mich, wann die etablierten Parteien endlich den Ernst der Lage erkennen und gegensteuern?

Die Bedürfnisse der Bevölkerung müssen ernstgenommen werden, ansonsten werden die gewählten Protestparteien irgendwann die Regierung stellen. Gerade die SPD sollte sich mal daran erinnern, mit welchen Forderungen die Partei einst so groß geworden ist. Gesundheitsversorgung, Wohnungsbau und soziale Gerechtigkeit sind auch zur heutigen Zeit noch brandaktuelle Themen.

München entdecken

Am nächsten Tag sind wir früh losgefahren, um die vorerst letzten Sonnenstrahlen im englischen Garten zu genießen. Dort haben wir diverse Spielplätze unsicher gemacht und am Chinesischen Pavillon eine Schweinshachse nebst örtlichen Braugut zu uns genommen.

Auf den Weg dorthin sind wir am Karlsplatz umgestiegen. Hier kreuzen sich mehrere S- und U-Bahn Linien und dementsprechend tief wird es auch. Der Bahnsteig der Linie U5 liegt sogar 35 Meter und der Erde und ist nur über eine lange Rolltreppe zu erreichen.

Der Dienstag stand wieder im Zeichen des schlechten Wetters, sodass wir uns Ausflugsziele mit einem Dach herausgesucht haben. Zunächst sind wir zur BMW Welt gefahren, die eine große Enttäuschung für uns war. Wir hätten erwartet, dass es dort etwas zum Ausprobieren oder Spielen für die kleinen Gäste gibt. Stattdessen stehen dort nur überteuerte Autos und es gibt einen für Schulklassen reservierten Wissensbereich.

Besser war dagegen der Besuch der Allianz Arena. Im Stadion gibt es eine Bayern München Erlebniswelt (Museum), welche die Geschichte des Vereins eindrucksvoll darstellen. Daneben gibt es noch einen großzügigen Paulaner Fan-Treff, bei dem wir gut gegessen und getrunken haben. Dazu habe ich mir noch eine Stadiontour gegönnt und habe somit alle wichtigen Ecken des Stadions kennenlernen dürfen. Nach meinen Stadiontouren in Manchester, Liverpool, Madrid und Barcelona und Kiew war es meine erste deutsche Stadiontour überhaupt. Als alter Bayern Fan war es schon schön anzusehen, auch wenn meine Emotionen eigentlich in der Lausitz hängen.

Am Mittwoch haben wir uns das deutsche Museum angeschaut. Für mich war der Starkstrom und Informatikbereich am interessantesten. Im letzteren steht der Nachbau einer Zuse Z3, auf der man (trotz altertümlicher Relais-Schaltungen) schon die Grundzüge moderner Computer erkennen kann. Insgesamt sollte man für das Museum mehr als einen Tag einplanen, wenn man Interesse an Technik hat.

Umland von München entdecken

Passenderweise wurde das Wetter ab Christi Himmelfahrt wieder besser, so dass es sich richtig gelohnt hat, aus der Stadt zu fahren. Die Mädels haben mal wieder tolle Touren rausgesucht.

So haben wir am Donnerstag das Gut Aiderbichl Iffeldorf im Bayerischen Oberland besucht. Für unsere (Großstadt-)Kinder war es ein richtiges Highlight, mal einen Kuhstall oder Schweinestall zu betreten. Der Geruch und die „komischen“ Geräusche waren unserer kleinen aber nicht so wirklich geheuer, so dass sie schnell wieder ins Freie wollte. Dafür hat der Kaiserschmarrn zum Mittag richtig gemundet.

Anschließend sind wir ein paar Kilometer weiter zur Südspitze des Starnberger Sees gefahren. In der Ortschaft Seeshaupt ist eine schöne Promenade, die wir mit unserer mitgebrachten Kreide noch schöner gemacht haben. Insgesamt ist die Region sehr wohlhabend und dementsprechend gepflegt ist es überall.

Am Freitag sind wir zum Schliersee gefahren und haben zunächst den örtlichen Wasserspielplatz in Beschlag genommen. Da sich das Wetter weiter aufgeklärt hat, sind wir mit der Seilbahn auf die Schliersberger Alm gefahren. Bei herrlichen Sonnenschein haben wir erneut die Spielplätze in Beschlag genommen und bayrische Grundnahrungsmittel (Schweinshaxe und Ayinger) zu uns genommen. In unserer Gruppe mit den 3 Frauen und 3 Mädchen fühlte es sich für mich fast wie ein richtiger Herrentag an.

Den Weg nach unten haben Yuliya und ich über eine super schöne Sommerrodelbahn (Ferienpark Schliersberger Alm) zurückgelegt. Mit Kind im Wagen war ich aufgrund der schlechten Balance eher langsam unterwegs, aber der Ausblick und die Strecke war echt gut. Damit waren unsere Ausflüge und unser Urlaub auch schon fast beendet.

Den letzten Abend (und die letzte Nacht) verbrachten wir bei den Mädels. Der Rückweg am Samstagmorgen mit dem ICE 800 von München nach Berlin war – wie die Hinfahrt – sehr entspannt.

Erkenntnisse: In der U-Bahn München hat man mit dem Netz der Telekom überall vollen LTE-Empfang.

Das Tarifsystem im Münchener Nahverkehr mit seinen Streifen und Zonen ist nicht wirklich intuitiv.

Helles Bier ist kein Weißbier.

Tegernsee Hell ist mein neues Lieblingsbier.

Wochenende in Swinemünde

Um dem Alltag ein wenig zu entkommen, sind wir über das Wochenende nach Swinemünde (Świnoujście) gefahren. Das letzte Mal waren noch allein unterwegs, diesmal sind wir mit Karos kompletter Familie gefahren.
Wir haben uns für die Anreise über die deutsche Seite entschieden und sind über die A11 und Bundesstraße 109 Richtung Usedom gefahren. Entlang der Bundesstraße wird gerade viel gebaut, denn hier findet die zweite Gasleitung nach Russland (North Stream 2) Anschluss an das deutsche Gasnetz. Es ist schon komisch: Die von Arbeitslosigkeit und Abwanderung geprägte Region ist auf einmal Schauplatz europäischer Wirtschaftspolitik.

Auch in Swinemünde hat sich einiges getan: Die Häuser in der ersten Strandreihe sind durchgehend saniert und die klapprigen Imbissstände wurden durch massive Häuser ersetzt. Ein neuer Fahrradweg wird gerade nahe dem Strand gebaut, so dass nun eine weitere Baureihe für Hotels entstanden ist. An vielen Ecken wird aber noch gebaut, so dass die Stadt ihr Gesicht weiter verändern wird. 

Ankommen und Loslegen

Am ersten Tag haben wir gemeinsam mit den Schwiegereltern zuerst einen neuen Spielplatz am Strand ausprobiert und sind anschließend am Strand spatzieren gegangen. Es war sehr windig, so dass wir ordentlich gesandstrahlt wurden. Als Belohnung haben wir uns frischen und leckeren Fisch im Restaurant Del Mar gegönnt. 

Spät am Abend traf auch noch meine Schwägerin mit Familie ein, so dass wir damit vollzählig waren. 

Wochenende genießen 

Am Samstag haben wir den Wunsch der Kinder erfüllt und sind in den nagelneuen Aqua Park beim Radisson Blu gegangen. Nachdem wir endlich den richtigen Parkplatz und den richtigen Eingang gefunden hatten, könnte das Vergnügen auch losgehen. Die Eintrittspreise sind durchaus happig (25 EUR für 3 Stunden), aber dafür hat man auch ein wirklich großes Spaß- und Sportbad mit ein paar tollen Attraktionen. Besonders die Rutschen (wahlweise mit Reifen oder ohne) und die Surf-Station hat es uns angetan. Für die Kleinkinder gab es auch ein paar Spielecken, die bei aber eher durchschnittlich angekommen sind. 

Am Sonntag sind wir noch zu Karls Erdbeerhof nach Koserow gefahren. Hat man sich einmal durch die volle Verkaufshalle gedrängt, warten ein paar schöne Attraktionen auf die kleinen und großen Besucher. Nach einem Imbiss sind wir wieder die Heimreise über die B109 angetreten. Nach einem Zwischenstopp in Stendell waren wir zum Abendbrot wieder zu Hause.

Winterurlaub im Isergebirge

Der letzte Winterurlaub ist zwar erst gut einen Monat her, aber trotzdem wollten wir noch mal im kleinen Kreis ein paar Tage Bergluft schnuppern. Diesmal ging es nach Świeradów- Zdrój (deutsch Bad Flinsberg) ins Isergebirge.

Anreise als Grenzgänger

Dank den offenen Grenzen in der EU muss man bei der Routenplanung keine Rücksicht mehr nehmen, ob man eine Landesgrenze überschreitet. So entschieden wir uns für eine Route über die Lausitz, Polen, Tschechien und schließlich wieder nach Polen. Schade, dass genau diese Freiheit von Nationalisten der jeweiligen Länder gerade in Frage gestellt wird.

Damit wir die Strecke nicht in einem Stück fahren müssen, haben wir einen Zwischenstopp in Bad Muskau eingelegt. Dort haben wir den weitläufigen Fürst-Pückler-Park und das Schloss besichtigt, welches in den Jahren von 1995 bis 2004 aufwändig saniert wurde. Genau im Park verläuft auch die Staatsgrenze zu Polen, so dass man echt viel Vorstellungskraft braucht, um sich den Zustand vor 20 Jahren vorzustellen. Es scheint, hier ist Europa wirklich zusammengewachsen.

Interessent war auch der Grenzübergang zwischen Polen und Tschechien. Die polnische Stadt Zawidów (Seidenberg) knüpft nahtlos an die tschechische Ortschaft Habartice (Ebersdorf) an. Rein baulich nimmt man die Grenze nicht wahr und auch zwischen den Ortschaften keinen Unterschied ausmachen.

Die letzten Meter zu unserem Hotel & Medi-SPA Biały Kamień war schon etwas aufregend. Bad Flinsberg ist an sich schon sehr bergig und wenn dann noch schmale Straßen mit Glatteis ins Spiel kommen, hat man echt viel Freude mit einem vollgeladenen Kleinwagen. Der erste Eindruck von Hotel, Schwimmbad und näherer Umgebung war aber sehr vielversprechend – hier kann man also gut Urlaub machen.

Ankommen in Świeradów-Zdrój

Der Montag brachte herrlichen Sonnenschein, so dass wir erstmal den Ort zu Fuß bzw. per Schlitten erkundeten. Die Hauptattraktion ist zweifellos das Kurhaus mit der hölzernen Wandelhalle. Bereits vor Jahrhunderten wurden hier mineralische Quellen entdeckt, so dass die Stadt ab 1763 ein anerkannter Kur- und Badeort wurde.

Auch wir haben uns einen Schluck Mineralwasser gegönnt, welches aber eher zu mineralisch für unseren mit Leitungswasser verwöhnten Geschmack war. Unsere Kleine war auch nicht dafür zu begeistern, obwohl wir ihr das besonders gesunde Getränk gern öfter gegeben hätten. Die kleine Tasse haben wir als Andenken in jedem Fall behalten.

Direkt vor dem Kurhaus beginnt die Ul. Zdrojowa, welches sowas wie die zentrale Fußgängerzone in Bad Flinsberg darstellt. Dort findet man Restaurants, Bekleidungs- und Souvenirgeschäfte von unterschiedlicher Qualität. Wir haben uns eine Pizza im Restaurant Margerita gegönnt, welche trotz unfreundlicher desinteressierter Bedienung sehr gut geschmeckt hat.

Am Nachmittag sind wir etwas raus gefahren und haben den Queis-Wasserfall (
Wodospad Kwisa) angeschaut. Dieser liegt etwas versteckt am Rande der Ortschaft und ist nicht ausgeschildert. Ich habe den Ort gleich mal bei Openstreetmap eingetragen, so dass sich im Sommer hier wohl Heerscharen von Touristen verirren werden.

Entspannen im Hotel

Am Dienstag haben uns die Schwiegereltern besucht, so dass wir etwas entspannter in den Tag gehen konnten. Unsere Kleine wurde bei herrlichen Wetter mit Eis, Waffeln und Schlagsahn im Cafe Maestro verwöhnt. Wir selbst gönnten uns auch ein paar Stunden im Spa und genossen den Urlaub in vollen Zügen. Im Hotel haben wir auch noch eine polnische Schauspielerin entdeckt, die mir ihrem Instagram Account auch Werbung für das Hotel machte.

Da das Wetter am Mittwoch immer noch in Ordnung war, haben wir mit dem Auto einen Ausflug ins tschechische Liberec (Reichenberg) unternommen. Diese Stadt ist mit über 100.000 Einwohnern immerhin die fünftgrößte in Tschechien und war nur 45 km entfernt. Die Fahrt führte auf tschechischer Seite durch malerische Landschaften, die teilweise an Bayern erinnern.

In Liberec angekommen, hatten wir die vermeintlich einfache Aufgabe, unseren Parkplatz in der Innenstadt zu bezahlen. Erstes Problem, wir hatten keine Tschechischen Kronen. Zweites Problem, der Geldautomat hatte meine VISA-Karte gesperrt. Da wir das Risiko nicht eingehen wollten, eine weitere VISA-Karte zu sperren, mussten wir einen Laden finden, der unsere letzten Euros annimmt und uns dann Kronen zurückgebiet. Glücklicherweise hat ein Kiosk-Besitzer sich bereiterklärt, das Rückgeld des Einkaufs in Kronen auszuzahlen.

Nachdem der Parkplatz gesichert war, haben wir uns die Innenstadt näher angeschaut. Die Wallensteinhäuser sind sehr schön anzusehen, aber dummerweise direkt an einem hässlichen Plattenbau angebaut. Der Markt mit dem Rathaus ist aber schon ein Hingucker. Das Rathaus wurde nach Plänen von Franz von Neumann Ende des 19.Jahrhundertsgebaut und erinnert sehr an das Wiener Rathaus. In der näheren Umgebung sind noch ein Einkaufszentrum und eine größere Fußgängerzone, welches wir erlaufen haben.

Ab Donnerstag wurde das Wetter Zunehmens schlechter, so dass wir unsere Aktivitäten wieder mehr in den Badebereich unseres Hotels verlegt haben. Für die Lütte war das auch am vierten Tag unseres Urlaubs immer noch die Lieblingsbeschäftigung.

Da das Wetter am Freitag wieder besser würde, sind wir den Heufuder (Stóg Iserski) mit der Gondel hochgefahren. Auf 1100 Metern Höhe war es schon ziemlich stürmisch und leider hat sich die Sonne auch nur selten blicken lassen. Das Skigebiet ist aber schon mal für die Zukunft vorgemerkt. Die Infrastruktur mit Seilbahn, Skiverleih, Skibus und Bauden ist sehr gut ausgebaut.

Heimreise über Görlitz

Für die Rücktour haben wir uns wieder einen interessanten Zwischenstopp ausgesucht und haben halt in Görlitz bzw. Zgorzelec gemacht. Es hat sich seit meinem letzten Besuch vor einigen Jahren nicht viel verändert und ist immer noch sehr schön anzuschauen. Die Straßen waren aber ganz schön leer, hier kommt der große Touristenstrom wohl noch.

Das ehemalige Kaufhaus wurde erfreulicherweise von einem Investor aus der Oberlausitz gekauft und soll nun endlich wieder zum Leben erweckt werden. Das wird auch Zeit, denn das Gebäude ist wirklich ein Hingucker. Hier würde auch der Film The Grand Budapest Hotel oder Inglourious Basterds gedreht.

Wir haben am Untermarkt im Cafe Bistro Gloria (Patrizierhaus St. Jonathan) im historischen Ambiente Mittag gegessen, ehe wir endgültig die Heimreise antraten. Ein schöner Urlaub ging zu Ende.

Familienwochenende in Ottendorf

Die ganze Familie hatte sich auf Einladung von Steffen zusammen gefunden, um ein Wochenende in Ottendorf in der Sächsischen Schweiz zu verbringen. Wir hatten das komplette Ferienhaus „Zur Ottendorfer Hütte“ für uns reserviert und waren mit insgesamt 4 Generationen vor Ort.

Die späte Anreise am Freitagabend bei Regen und Schneefall war alles andere als entspannt. Zudem sind manche Hügel für einen Flachländler schon etwas Besonderes und man bekommt etwas Puls, wenn es auf einmal steiler bergauf oder bergab geht. Nichts desto trotz haben es alle sicher geschafft und konnten den ersten Abend gemeinsam genießen.

Am nächsten Tag haben wir den Tiefschnee am Rande unserer Unterkunft ausprobiert. Für die Kinder war es ordentlich Spaß, mit dem Schlitten – oder ohne – den Abhang runter zu rutschen. Für unsere kleinste war es die erste bewusste Erfahrung mit Schnee überhaupt.

Am Nachmittag sind einige noch in das Seidenmuseum und zum Skihang nach Sebnitz gefahren. Wir haben die Zeit lieber zur Entspannung genutzt, damit wir am Abend zur Spielerunde fit waren. So richtig ist der Plan nicht aufgegangen, da wir früh in Bett versackt sind. Dafür hatten aber die anderen richtig Spaß bei Cranium. 😀

Am Sonntag war dann schon wieder die Abreise. Nach einem ordentlichen Frühstück und reichlichen Überlegungen zum Tagesprogramm sind wir dann schließlich alle direkt nach Hause gefahren. Es war hoffentlich nicht der letzte Winterurlaub in diesem Jahr.

Ostsee mal richtig

Nachdem wir es im letzten Monat nicht ganz bis an die Ostsee geschafft hatten, sind wir diesmal die volle Strecke bis Rügen gefahren und haben uns für ein paar Tage im Precise Hotel Resort in Neddesitz (bei Sagard) eingemietet. Dort gibt es Spiel, Spaß und Essen unter einen Dach und man muss sich quasi um nichts kümmern. Genau das richtige also für unsere gestressten Körper.

Die Anreise war erstaunlich schnell. Dank der A20 und der mittlerweile gut ausgebauten B96 rollt man fast nur auf Schnellstraßen zum Zielort und schafft es in etwas mehr als zwei Stunden aus der Uckermark bis zum Hotel. So konnten wir den ersten Nachmittag schon am Strand von Glowe verbringen und die ersten Sonnenstrahlen einfangen.

Noch am selben Abend haben wir die Familie in Binz besucht und am Strand den Sonnenuntergang verfolgt. Am Folgetag wollten wir eigentlich genau dort weitermachen, aber leider waren die Wetteraussichten alles andere als sommerlich. Aus der Erfahrung der letzten Urlaube hatten wir jedoch vorgesorgt und bewusst eine Unterkunft inklusive Spaß- und Sportbereich gebucht, so dass wir den Tag kurzfristig in den Spielbereich vom Splash verlagert haben.

Auch am Dienstag sollte sich das Wetter nicht wirklich verbessern, also haben wir Fahrräder ausgeliehen und sind den Rügen-Rundweg von Neddesitz nach Lohme gefahren. Der Radweg ist in diesem Abschnitt sehr gut ausgebaut und so wurde es trotz des Fahrrad-Anhängers noch ein erholsamer Ausflug. Die Mittagspause im Restaurant Daheim haben wir sehr genossen, ehe wir uns auf den Rückweg gemacht haben.

Pünktlich mit dem Einsetzen des Regens waren wir wieder in Neddesitz und haben uns noch das örtliche Kreidemuseum angeschaut. Dort wurde noch bis in die 1960er Jahre Kreide wie in einem Steinbruch abgebaut und weiterverarbeitet. Das Abbaugebiet („Kleiner Königsstuhl“) kann man auch belaufen.

Am Folgetag ist das Wetter endgültig umgeschlagen und leider auch die Aussichten für die nächsten Tage. Wir haben den Tag erneut im Splash verbracht, ohne wirklich Lust auf weitere Regentage auf Rügen zu verspüren. So sind wir schon am Mittwoch abgereist und nicht in die geplante Verlängerung gegangen. Trotzdem war es wieder schön, mal ein paar Tage abzuschalten.

Erkenntnisse: Auf Rügen gibt es eine ausgeprägte Endmoränenlandschaft, die eine Fahrradtour schon ordentlich erschweren kann.

Wochenende am Wasser

Um den Hitzerekorden in der Hauptstadt etwas zu entkommen, haben wir uns kurzfristig für einen Abstecher nach Mecklenburg-Vorpommern entschieden. Da es uns bis zur Ostsee zu weit war, haben wir uns einen netten Ort am Stettiner Haff ausgesucht. Genauer gesagt sind wir zum Seebad Ueckermünde in den Landkreis Vorpommern-Greifswald gefahren. Unsere Unterkunft (Pension am Stettiner Haff) war ganz in der Nähe im Ort Bellin.

Da in Ueckermünde auch gerade die Haff Sail stattfand, war in der Stadt und insbesondere am Hafen auch einiges los. Bedingt durch das verlängerte Wochenende waren auch viele polnische Landsleute vor Ort, so dass die Euroregion Pomerania für uns auch positiv spürbar war.

Nachdem wir den Samstag nahezu komplett am Strand verbracht hatten, sind wir am Sonntag zum Tierpark Uckermünde gefahren. Dort sind auch Oma und Opa zu uns gestoßen, welche von der Kleinen auch freudig in Empfang genommen wurden. Nachdem wir genug Nasenbären, Erdmännchen, Ziegen und Löwen gesehen haben, sind wir zum Mittag noch mal an den Strand gefahren. Die versuche, in dem neuen Strandzelt einen ordentlichen Mittagsschlaf hinzubekommen, sind aber leider fehlgeschlagen. Dazu hat das Wasser einfach zu sehr angezogen.

Strand von Ueckermünde

Nachdem die Erschöpfungsgrenze erreicht war sind wir dann ins Auto gestiegen und haben die zweistündige Heimreise angetreten. Ein aufregender Familienausflug war damit beendet.

Erkenntnisse: Der Strand in Ueckermünde und die dortigen Einrichtungen (Parkplatz, Spielplätze, Restaurants, Strandkörbe, Beachvolleyball) sind wirklich gut. Nur die Wasserqualität könnte etwas besserer sein.

Auszeit auf Kreta

Wir hatten lange darüber nachgedacht und uns dann doch für einen einwöchigen Familienurlaub auf Kreta entschieden. Letztendlich ist die Reise mit einem Kleinkind nicht ganz stressfrei, aber wir hatten die Auszeit dringend nötig. Richtige Vorfreude kam zu Beginn allerdings nicht auf, denn der Wetterbericht versprach an fast allen Urlaubstagen feinstes Regenwetter. Zur gleichen Zeit wurde für Berlin herrliches Sommerwetter angekündigt.

Immerhin war der Flug mit der Kleinen relativ entspannt. Sie hatte sich gut mit der mitgebrachten Spielzeugsammlung ablenken lassen und dank den Gummibärchen war der Druckausgleich auch kein Problem. Bei Aegean Airlines gibt es für die kleinsten Fluggäste noch ein kleines Geschenk, so dass wir uns hier gut aufgehoben fühlten. Bei der nächsten Reise braucht sie dann in jedem Fall schon einen eigenen Sitzplatz.

Späte Ankunft im Hotel

Die Anreise zum Hotel hat sich noch ganz schön hingezogen, obwohl unser Zielort Malia (griechisch Μάλια) nur 30 km vom Flughafen Heraklion entfernt war. Aber spätestens bei der Ankunft im Hotel Alexander Beach Village wussten wir, dass es ein toller Urlaub werden wird. Die Zimmer und die gesamte Anlage waren sehr gepflegt und der hauseigene Sandstrand suchte kilometerweit seines gleichen. Dazu war der Kids-Club Spielbereich sehr gut ausgestattet und versprach auch an Regentagen ordentlich Abwechslung. Selbst die frei herumlaufenden Katzen sorgten für viel Erheiterung und so waren die folgenden Tage sehr erholsam.

Nach den ersten beiden (Regen-) Tagen wurde das Wetter auch merklich besser und wir könnten unsere Freizeitaktivitäten an den Strand verlegen. Mit Lichtschutzfaktor 50 hatten unsere nordeuropäischen Hauttypen auch mit der Sonne im Mittelmeer keine Probleme. Für einen großen Ausflug hat uns irgendwie die Motivation gefehlt, aber das wäre sowieso nichts für den Nachwuchs gewesen.

Falls wir mal wieder in der Nähe sind, wollen wir uns folgendes anschauen:

  • Ausgrabungsstätte Palast von Malia
  • Höhle von Psychro
  • Ortschaften Hersonissos und Agios Nikolaos
  • Insel Spinalonga

Ansonsten kann man sich auch weiter entfernt auf der Insel noch folgendes besichtigen:

  • Altstädte von Knossos, Chania oder Heraklion
  • Kloster Arkadi (Widerstandssymbol für die Griechen, welches auf dem 100 Drachmen Geldschein abgebildet war)
  • Strand von Elafonisi
  • Strand von Stavros (Film Alexis Sorbas mit Anthony Quinn wurde hier gedreht)
  • Samaria Schlucht
  • Lefka Ori (die Weißen Berge) und Idagebirge

 

Am Freitagmorgen ging es dann schon wieder auf Heimreise. Den Rückflug hatten wir extra über die Mittagszeit gelegt, damit den Morgen nicht in hektik verfallen müssen und auch nicht zu spät zu Hause ankommen. Es hat alles wunderbar geklappt, so dass wir zum Kaffee wieder in der Heimat waren.

Erkenntnisse: Der Flughafen Heraklion hat (ähnlich wie Berlin Tegel) seit langen keine größeren Instandhaltungsmaßnahmen gesehen. Wie in Berlin soll auch hier irgendwann bald ein neuer Flughafen eröffnen.

In Heraklion darf man mit Kind die Warteschlangen überspringen und den Kinderwagen bis zum Flugzeug mitnehmen. In Berlin-Tegel darf man das nicht.

Immer wieder Cottbus

Irgendwie zieht es uns immer wieder zu unserem ehemaligen Studienort nach Cottbus. Diesmal ist es der runde Geburtstag eines befreundeten Professors, der uns in die Lausitz lockt.

Noch am Vortag ist Sturmtief Xavier über Norddeutschland gefegt und hat ein wahres Verkehrschaos ausgelöst. In Berlin ist nach und nach der komplette öffentliche Nahverkehr zusammengebrochen und so wurde für der Feierabend zum Sportprogramm. Karo hat es geschafft, den Heimweg von der Charlottenstraße über den Alex hoch auf den Friedrichshain in 90 Minuten zu erledigen. Das kann sich schon sehen lassen! Auch am Folgetag war der Nahverkehr noch nicht vollständig wieder eingerichtet, so dass wir für unsere Anreise nach Cottbus kurzfristig umdisponieren mussten. Letztendlich haben wir dann alle gemeinsam die Anreise mit dem Auto bewältigt, auch wenn es sehr spät wurde.

Umso besser hat das Abendbrot im China-Restaurant Ming Dynastie geschmeckt, welches man wirklich weiterempfehlen kann. Die Nacht haben wir ganz in der Nähe im Hotel „Am Theater“ verbracht. Am folgenden Tag wären wir gern in die Lagune gegangen, aber der Spaßbereich war wegen Wartungsarbeiten geschlossen. So sind wir nachmittags in den Zoo gegangen und haben der Lütten mal die Tiere aus den Kinderbüchern gezeigt. Den Abend haben wir dann wie geplant im Seitensprung gefeiert und dabei viele bekannte Gesichter getroffen. Es war echt schön, mal wieder aufn alten Pfaden unterwegs zu sein und die Nacht zu feiern.

Seitensprung in Cottbus

Am Sonntag war dann schon wieder Abreisetag und so sind wir nach dem Frühstück schon wieder aufgebrochen. Auf der Heimreise haben wir einen Abstecher in die Spreewelten nach Lübbenau gemacht. Die Pinguine dort sind echt niedlich anzuschauen, aber sonst ist es mehr oder weniger auch nur ein normales Spaßbad. Die Kleine hatte jedenfalls ihren Spaß und dann waren wir alle Glücklich.

Erkenntnisse: Mit Kindern kann man jegliche Zeitplanung vergessen.