Zurück in Cottbus

Nach fast 15 Monaten im Ausland bin ich wieder zurück in alter Wirkungsstätte. Eigentlich wollte ich nur mein Auslandsstudium in Schweden machen, aber es hat sich so ergeben, dass ich auch noch ein Auslandspraktikum in England absolvierte.

Ingesamt waren die letzten Monate im Ausland einfach der totale Wahnsinn und es fällt schwer wieder zurück in die (alte) Realität zu kommen. Ich sehe vieles mit anderen Augen und gehe mit anderen Erwartungen in den Tag. Meine neue Wohnung im Studentenwohnheim teile ich mir mit einem Chinesen, den ich der Gewohnheit nach ständig auf Englisch anspreche. Ich muss mich wohl erstmal wieder an das Umfeld gewöhnen.

Nur noch 2 Tage bis Schweden

So langsam wirds ernst! Die letzten Gäste verlassen meine Abschiedsfeier, Leute rufen an und wünschen mir viel Glück und der Blick meiner Freundin Antje wird zunehmend ernster. Mir wird endgültig klar, dass ich mich auf neuen Pfaden bewege. Was vorher weit weg schien, wird nun Wirklichkeit. Es werden die letzten Weinflaschen im Kreis der Familie geleert, dann folgt eine unruhige Nacht.

Ich werde die nächsten Monate nicht in diesem Blog berichten, sondern in meinem extra eingerichteten Schweden-Tagebuch. Ich hoffe, Ihr bleibt weiterhin so treue Leser!

Erkenntnisse: Man hat nicht genug Zeit, um sich von allen zu verabschieden.

63 Tage bis Schweden

Wiedereinmal ein Freitag, bei dem man mit Alkohl und guter Laune den Einstieg ins Wochenende feiern möchte. Doch das der Abend einer der schönsten Freitage in Cottbus werden wird, war mir gegen 22 Uhr noch nicht klar.

Die Pre-Party bei Steffen war zunächst sehr..ähm…entspannt und nachdem wir Steffen von seinen Espresso’s lösen konnten gings auch schon los Richtung Altstadt. Die erste Überraschung kommt schon nach wenigen Metern Fußweg: es sind verdammt viele Leute unterwegs und es schallt von überall laute Musik!

Zunächst ließen wir uns von Bühne der LR mitreißen, wo ein sportlich gekleideter Detlef D Soost versuchte pubertierenden Mädchen die Geheimnisse des Tanzens beizubringen. Für mich überraschend: der Typ hat wirklich sehr spontane Sprüche drauf wie „Ey jetzt steckt doch mal die Coolness-Fahne in die Tasche und klatscht mit“ fand ich schon sehr lustig. Vielleicht lags auch nur am Alkohol (only god knows).

Naja nach einigen Minuten stieß dann auch der Alex mit seiner Yvonne zu uns und er brachte auch gleich eine sehr erfreuliche Nachricht mit: SPN-X spielen nur ein paar hundert Meter weiter im Puschkin Park! Sollte ich jetzt, nach nun reichlich 1 1/2 Jahren meine absolute Lieblingspunkband aus Cottbus LIVE sehen? Immerhin habe ich bis jetzt alle ihre Gigs verpasst folglich stieg meine Anspannung ins unermeßliche und unsere Gruppe (mittlerweile angewachsen auf 6 Leute) setzte sich auch bald in Bewegung.

An der Bühne angekommen war die Crowd auch schon am heftig toben, nach einem großen Schluck Wein stießen auch Steffen, Alex und ich ins Getümmel. Erstaunlich wenige Groupies, dafür aber eine sehr sehr rockige Band ließen uns die Schmerzen beim pogen vergessen, so hielten wir es doch bis zum Ende vorne aus und konnten anschließend völlig durchnässt wieder zu den Weintrinkern vorstoßen.

Kurze Pause und anschließend ging es weiter, einige Bühnen warten noch auf uns! An der Kirche (weiß jetzt nicht wie die heißt) konnte eine Altrocker-Band dann doch nicht unsere Erwartungen erfüllen (aber die waren durch SPN-X ohnehin schon befriedigt) also ging es weiter Richtung Altmarkt bzw. den Platz vor der Heron-Buchhandlung.

Für alle die jetzt immer noch lesen – der Abend hatte seinen Zenig deutlich überschritten, aber jetzt konnte es nur noch schlechter werden. So trennten wir uns noch vorm Heron und nahmen den Weg nach Hause. Nicht so betrunken wie sonst, aber dafür mit dem Gefühl einen der besten Freitage in Cottbus erlebt zu haben.

Erkenntnisse: SPN-X sind Live der absolute Hammer!

Branitzer Parkfest

Was’n Abend! Nachdem wir im letzten Jahr das Branitzer Parkfest versäumt hatten (weil 8 EUR Eintritt einfach mal zu viel für Studenten ist) haben wir uns dieses Jahr entschlossen, verbotenerweise über den Zaun zu klettern. Wir – das heißt Yvonne, Alex, Antje, Steffen, Alex und ich.

Also begaben wir uns mit Fahrrad zum Park und stießen zunächst auf ungeahnte Schwierigkeiten. Der Graben durch den Park bildete ein unüberwindbares Hinderniss und die entsprechenden Brücken ließen sich nur mit dem inzwischen auf 10 EUR angestiegenes Eintrittsgeld passieren. Auch versuche die Wachmänner umzustimmen brachten nichts. Naja..sei es drum..schnell noch ne Flasche Wein geleert und dann auf der suche nach den lücken in der Absperrung.

Tatsächlich haben wir beim Gewächshaus auch einen überwindbaren Zaun gefunden! Steffen, Alex S. und ich bildeten die Vorroute und nach wenigen Sekunden waren wir drin im Park. Schnell noch die Lage gecheckt..okay..kein Wachschutz hat uns gesehen und dann gleich mal rein ins Getümmel. Doch wo ist der Rest der Bande? Naja diese Frage klärte sich nach einem kleinen Telefonat und binnen weniger Minuten waren wir vollzählig.

Okay, der Rest des Abends war jetzt nich so kriminell. Schön auf der Wiese etwas trinken, ne Runde tanzen, das Feuerwerk suchen und dann wieder nach Hause ab inne Haia. Da war es dann auch schon halb 2. Gute Nacht!

Erkenntnisse: Nicht jeder Zaun stellt ein Hinderniss dar.

Mein Fahrrad braucht einen neuen Schlauch.

76 Tage bis zum Aufbruch

Etwas verspätet stieß ich zu Antjes „Vorglüher-Party“. Schon auf dem Flur schlug mir hemmungsloses Lachen und Schreien entgegen. Als ich in die Wohnung kam, schmetterten mir solche klangvollen Namen wie Bitchhunter, Passywagoon oder Pimp Instruktor entgegen. Naja sei es es drum, ich schnappte mir mein erstes Bier und trank es genüsslich.

Doch irgendwie scheint es auf der Party lustig zu sein, sich gegenseitig auf die Schenkel zu klatschen. So dauert es nicht lange, bis ich auch eine geklatscht kriege. Man bemerke, ich bin der einzig nüchterne in der Runde und meine Schmerzleitung ist noch voll funktionsfähig. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten mische ich dann munter mit und bin auch gut am austeilen. Schnell noch ne Partie Memorie mit Alex gespielt (Du hast wirklich verloren!) und dann geht der Höllentrip („Ich hab noch nie von Alkohol gekotzt“) für Alex los. Anfänglich noch etwas zurückhaltender äußerte es sich später in spontanen Kopf-ausm-Fenster-halt-Aktionen. Nach einigem erbrochenem später können wir Alex dazu bewegen nach Hause zu gehen. Doch schwerer gesagt als getan, die motorischen Fähigkeiten waren schlichtweg nicht mehr vorhanden.

Die Anschließende Party bot dann außer endlosen Runden von Tequilla und spontanen Umarmungen mit Antje (Ich weiß es wirklich nicht mehr!) auch keinen Höhepunkt mehr. Gegen 1.00 Uhr bewirkte dann der Tequilla bei mir ähnliche Erscheinungen wie bei Alex, es war höchste Zeit nach Hause zu schwanken.

Sommerfest auf dem Campus

Wieder einmal findet das Sommerfest auf dem Campus der BTU statt. Nachdem in der letzten Woche Roland Kaiser sein bestes gegeben hat, kommen diesmal interessantere Bands. Leider habe ich SPN-X wieder nicht live gesehen, obwohl sie auf jedem Plakat groß draufstanden. Dafür hat mich Kiloherz aus Leipzig angenehm überrascht.

Update: Die Stadt Cottbus hat wie jedes Jahr nur eine Genehmigung bis 24.00 Uhr gegeben. Da SPN-X aber um diese Zeit auf der Bühne stehen sollte, haben sie kurzerhand das Konzert abgesagt. Na toll, wann ich die endlich mal live?

Schlechte Party

Es ist mal wieder einer dieser Tage, an denen man schlechter Erfahrungen zum Trotz wieder in den Zwischenbau V geht. Diesmal steht die „Semestereröffnungsparty“ auf dem Programm. Gegen halb 12 gehen Steffen und ich hin, um 12 sitz ich wieder vor meinem Digitaltechnik-Skript. Doll war die Party nicht, hoffentlich wird die „Bunny-Party“ morgen ein wenig ausgelassener.